06. November 2017, 17:51 Uhr

Hüttenberg III für Topspiel gerüstet

06. November 2017, 17:51 Uhr

Die »Topvier« der Handball-Bezirksliga A der Männner hielt sich am Wochenende schadlos. An der Spitze bleibt nach dem 33:20 gegen die TSF Heuchelheim II der TV Hüttenberg III, gefolgt von der HSG Gedern/Nidda (30:26 bei der HSG Wettenberg III). Beide Teams treffen am Samstag in Nidda aufeinander. Klare Erfolge fuhren auch die MSG Linden II (36:24 über die SG Rechtenbach) und die HSG Großen-Buseck/Beuern (29:23 über den TSV Lang-Göns II) ein. Einen wichtigen Sieg im Tabellenkeller verbuchte die KSG Bieber, die das »Vier-Punkte-Spiel« bei Schlusslicht HSG Lumdatal II mit 22:17 für sich entschied.

MSG Linden II – SG Rechtenbach 36:24 (18:10): Von Beginn an stand der Aufsteiger beim Tabellendritten in Linden auf verlorenem Posten. Den 4:10-Rückstand, den sich die Truppe von Trainer Christian Kunz bis zur 19. Minute einfing, konnte sie letztlich nicht mehr aufholen. »Wir haben sehr stark begonnen, hatten von Anfang an eine gute Deckung, gepaart mit einer starken Torhüterleistung. Dadurch konnten wir uns direkt absetzen und hatten das Spiel jederzeit unter Kontrolle«, berichtete Lindens Coach Bernd Wagner. Nachdem der Vorsprung Lindens über das 18:10 zur Pause nach 40 Minuten durch Kevin Stöhrs Treffer auf 26:16 angewachsen war, war das ungleiche Duell schon vor der Schlussphase entschieden. »Es war für mich als Trainer natürlich gut, dass wir so stark und konsequent begonnen haben, da ich dadurch später viel wechseln und auch einiges ausprobieren konnte«, sagte Wagner. – Tore, Linden: Tarek Müller (4), Rüdesheim (2), Vogel (5), Felix Müller (3), Adamczyk (7), Dajovic (1), Weimer (7/2), Stöhr (7) – Rechtenbach: Fuchs (1), Kiehl (1), Bepperling (2), Hecker (1), Kaluza (2), Viehmann (4), Pape (5), Tägl (4/3), Tim Langsdorf (4).

Lumdatal II geht Kraft aus

HSG Lumdatal II – KSG Bieber 17:22 (8:10): Deutlich länger als in den ersten Saisonpartien konnte Schlusslicht Lumdatal mithalten, am Ende musste die Dajovic-Truppe aber abreißen lassen. »Wir haben vor allem in der Abwehr gut agiert und hatten auch eine gute Torhüterleistung. Aber insgesamt hat uns das zu viel Kraft gekostet, die uns dann in der Schlussphase im Angriff gefehlt hat«, sagte Trainer Drago Dajovic angesichts nur 17 erzielter Treffer. Die Bender-Sieben startete stark in das Kellerduell und hatte nach Karl Langes Treffer eine schnelle 6:3-Führung herausgeworfen. Allerdings tat sich Bieber im Angriff danach schwer. Beim 7:7 (23.) durch Lukas Bauer war der Ausgleich hergestellt, zur Pause lagen die Gäste wieder leicht in Front (10:8). Obwohl Oscar Hahn auf Lumdataler Seite nur 30 Sekunden nach der Pause für ein überflüssiges Foul beim Gegenstoß die Rote Karte sah, ließen sich die Gastgeber zunächst nicht abschütteln, verkürzten von 11:15 (40.) auf 13:15 (45.) und zwangen KSG-Trainer James Bender zu einer Auszeit. Diese zeigte Wirkung, vor allem die Bieberer Abwehr samt Torhüter waren in der Folge der Sieggarant, zumal die Kräfte bei den Hausherren schwanden. Da sich auch die Chancenverwertung der Gäste in der Endphase besserte, war die Partie nach Chris Benders 20:15 (54.) entschieden. – Tore, Lumdatal: Sauer (2), Lennart Kuhl (2), Weis (3), Metka (4), Bauer (6/1) – Bieber: Jox (4), Becker (3), Bender (3/1), Raphael Krauskopf (1), Kleefeldt (3/1), Keiner (3), Karl Lange (1), Hilbrich (1), Meier (3).

TV Hüttenberg III – TSF Heuchelheim II 33:20 (20:12): Nichts anbrennen ließ der verlustpunktfreie Tabellenführer und hatte die Partie gegen die TSF beim Pausen-20:12 praktisch entschieden. Den obligatorisch schwachen Start sparte sich die Michel-Truppe diesmal und legte gleich eine 5:1-Führung vor, nahm sich die Schwächephase aber direkt im Anschluss, was Heuchelheim zum 8:8 (14.) nutzte. »Aber nach dieser Phase haben wir uns enorm gesteigert und das Spiel ruckzuck wieder im Griff gehabt«, berichtete der TVH-Coach. Nach einem 7:0-Lauf binnen sieben Minuten war die Partie beim 15:8 (21.) schon fast vorentschieden, das 20:12 zur Halbzeit dann ebenso deutlich. In der zweiten Hälfte ließ der Tabellenführer zunächst nicht locker und zog auf 25:15 (40.), später sogar auf 29:16 (45.) davon. Dass den Hüttenbergern in der Schlussviertelstunde dann nur noch vier Treffer gelangen, war auf die deutlich nachlassende Konzentration ob der klaren Führung zurückzuführen. – Tore, Hüttenberg: Weber (2), Kinzenbach (3), Simon Birkenstock (4), Lukas Birkenstock (1), Schepp (4), Kummer (4), Goy (2), Zörb (2), Braun (1), Schmidt (2), Simon (8/5) – Heuchelheim: Peter (1), Lichert (2), Dönges (2), Weber (1), Weidner (2), Wagner (1), Bender (4), Ortega (7/2).

Busecker Stein geht voran

HSG Großen-Buseck/Beuern – TSV Lang-Göns II 29:23 (15:13): »Das war die richtige Reaktion auf die Niederlage in Linden«, freute sich Busecks Trainer Mario Foos über den fünften Heimsieg im fünften Heimspiel der Saison. Dessen Team startete besser, hatte nach acht Minuten eine 6:3-Führung inne, verpasste es aber in der Folge, den Vorsprung auszubauen. Die Gäste, die erneut auf Spielmacher Hermann Pothmann verzichten mussten, hielten immer wieder mit gelungenen Einzelaktionen von Thomas Rompf und Klaus Beppler dagegen. Dennoch behielten die Hausherren die Führung, und nahmen über das 10:8 (18.) auch einen 15:13-Vorsprung mit in die Kabinen. Aus diesen kam Großen-Buseck deutlich besser, und als Luca Hoffmann, der erstmals nach seiner Erkrankung am Pfeiffer’schen Drüsenfieber wieder mitwirken konnte, auf 21:16 (40.) erhöht hatte, schienen die Gastgeber die Partie entscheiden zu können. »Wir haben dann leider einige freie Chancen liegen lassen und Lang-Göns dadurch wieder ins Spiel gebracht«, berichtete Foos. Die Jung-Truppe kam wieder auf 21:22 (47.) heran, ein kapitaler Fehlpass im Spielaufbau verhinderte aber nicht nur den Ausgleich, sondern bedeutete auch Busecks 23:21 durch Luca Funk. Weil die Deckung der HSG den Langgönser Angriff in der Folge unter Kontrolle hatte und Lukas Stein in der Endphase mit wichtigen Toren voranging, zog Buseck schließlich auf 26:22 (53.) davon und hatte das Spiel damit entschieden. – Tore, Großen-Buseck/Beuern: Hofmann (4), Harbach (4/4), Schneider (2), Hirschmann (2), Biedenkapp (5), Rigelhof (3), Fischer (1), Stein (5), Luca Funk (3) – Lang-Göns: Kegel (1), Klaus Beppler (3), Aras (1), Müller (4), Schulze (1), Clasen (1), Rompf (12/8).

HSG Grünberg/Mücke – HSG Marburg/Cappel 21:32 (7:15): Weiterhin ohne Pluspunkte steht Bezirksoberliga-Absteiger Grünberg/Mücke da, vor allem die schwache erste Halbzeit brachte die Dragicevic-Truppe um eine realistische Chance. Obwohl die Gäste Mittelmann Christoph Meyer bereits nach 30 Sekunden mit einer schweren Ellenbogenverletzung verloren, wirkten davon aber eher die Gastgeber geschockt. Beim 0:5 nach acht Minuten war bereits die erste Auszeit fällig. »Wir haben Marburgs Keeper regelrecht warmgeschossen und technische Fehler ohne Ende produziert. Es war eine desolate Leistung von uns, das muss man so klar sagen«, nahm Grünbergs Co-Trainer Markus Siek kein Blatt vor den Mund. Ob der Offensivschwäche der Gastgeber hatten die dezimierten Gäste keinerlei Probleme, über das 12:6 (24.) zur Pause bereits vorentscheidend auf 15:7 davonzuziehen. Zwar hielt Grünberg/Mücke in der zweiten Hälfte ordentlich dagegen, um dem Spiel noch eine Wende zu geben, war die Fehlerquote der Dragicevic-Sieben aber auch in den zweiten 30 Minuten zu hoch. – Tore, Grünberg/M.: Sebastian Keil (1), Heinrich (1), Pöllmacher (1), Nicolas Keil (2), Janecic (10/3), Schudt (5), Kaus (1) – Marburg/C.: Flothow (3), Rieke (1), Pallesen (9), Ackermann (1), Molzahn (4), Sangmeister (11/5), Meyer (1), Vogelbacher (2).

HSG Wettenberg II – HSG Gedern/Nidda 26:30 (12:15): Vor allem eine völlig verkorkste Anfangsphase war der Grund dafür, dass sich Wettenberg dem Tabellenzweiten geschlagen geben musste. »Der Start war katastrophal, da waren wir gar nicht auf dem Feld. Und wenn du gegen eine gute Mannschaft so viele Tore aufholen musst, wird es eben unglaublich schwer«, sagte Wettenbergs Trainer Benny Blattner. Keine 13 Minuten waren gespielt, da hatten die Gäste bereits eine 8:2-Führung herausgeworfen und zehrten davon über die gesamte Partie. Danach kam Wettenberg besser ins Spiel und konnte dank eines 4:1-Laufes gegen Ende der ersten Halbzeit auf 12:15 verkürzen. Doch weil sich Gedern/Nidda Anfang der zweiten Halbzeit wieder stabilisieren und sich auf 22:16 (40) absetzen konnte, war die Chance auf ein Comeback der Gastgeber schnell dahin. Bis auf drei Treffer (22:25, 52.) kam die Heimsieben zwar noch mal heran, die Dietzel-Truppe hatte aber in der Schlussphase immer die passende Antwort parat. – Tore, Wettenberg: Pioch (4), Edelmann (1), Paul (1), Jonas Schneider (4), Seck (1), Wingefeld (1), Heisiph (3), Hirzmann (3), Kemper (1), Leib (7/6) – Gedern/N.: Eckhardt (7), Fladerer (6), Orth (1), Hintze (1), Xhoni (4), Matthias Weber (6/1), Reinmann (5).

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