18. Oktober 2019, 23:08 Uhr

Handball

Herber Rückschlag für TV Hüttenberg

Hüttenberg hat auch das Kellerduell in eigener Halle gegen EHV Aue verloren. Am Ende stand eine 25:26-Niederlage zu Buche, der TVH ist im Abstiegskampf angekommen.
18. Oktober 2019, 23:08 Uhr
Hüttenbergs Mario Fernandes versetzt Adrian Kammlodt (l.), dennoch reicht es nicht zum Heimsieg gegen Aue. (Foto: ras)

TV 05/07 Hüttenberg


Das ist bitter. Der TV 05/07 Hüttenberg kämpft sich zurück, kann aber in den letzten beiden Minuten eine 25:24-Führung nicht ins Ziel retten. Die 25:26-Heimniederlage gegen den EHV Aue tut richtig weh.

Denn einerseits zählt Aue zu den Teams, die es für den TVH im Laufe der Saison hinter sich zu lassen gilt. Andererseits steckt man nach vier Niederlagen am Stück in einem gefährlichen Abwärtsstrudel und auf einem Abstiegsrang. Und die verletzungsbedingt Personalsituation macht es dem Team um den seit Sommer verantwortlichen Trainer Frederick Griesbach nicht einfacher. »Das ist aber keine Ausrede. Wir haben trotzdem sieben Spieler auf dem Feld stehen. Da erwarte ich mehr«, war der Coach nach Spielende sauer.

Die Vorzeichen für die wichtige Partie standen bekanntlich alles andere als gut. Mit Tobias Hahn, Markus Stegefelt und Dieudonné Mubenzem musste Griesbach gleich auf drei Startspieler verzichten. Zudem waren Christian Rompf, Moritz Zörb und Moritz Lambrecht angeschlagen.

Die Hausherren kamen gut ins Spiel und Hendrik Schreiber konnte in der achten Minute zur 4:1-Führung einwerfen. Doch die vergebene Chance, weiter zu erhöhen, als Björn Zintel per Siebenmeter an Erik Töpfer im EHV-Tor scheiterte, half den Gästen zurück ins Spiel. Die bereits nach einer Viertelstunde durch den starken Halblinken Adrian Kammlodt erstmals beim 6:5 eine Führung bejubeln konnte. Dem TVH-Angriff merkte man die fehlende Torgefahr aus der Fernwurfzone an. Zudem ließ auch Rompf einen Strafwurf ungenutzt. So konnte Aue in der 24. Minute durch einen Tempogegenstoß des ebenfalls gut aufgelegten Linksaußen Pascal Ebert auf 12:8 erhöhen. Doch der TVH ließ sich nicht abschütteln und konnte durch Linksaußen Robin Hübscher immerhin zum Pausen-11:13 verkürzen.

Nach Wiederbeginn kam der TVH zum 15:15-Ausgleich durch Linksaußen Rompf (37.). Doch schnell schlug das Pendel wieder um und Aue war in der 45. Minute wieder mit drei Toren in Front. Die Hüttenberger Rumpftruppe zeigte aber Moral und glich in der 49. Minute durch Kreisläufer Zörb zum 20:20 aus. »Und wieder schaffen wir es nicht, das Spiel zu drehen. Das geht mir - Entschuldigung - tierisch auf den S...«, machte Griesbach in der Pressekonferenz aus seinem Herzen keine Mördergrube. »Wie schon in mehreren Spielen machen wir in wichtigen Situationen Fehler.« In diesem Fall konnte Hübscher einen Tempogegenstoß nicht verwandeln und Hendrik Schreiber leistete sich einen Fehlpaß. Aue nutzte die Geschenke zum 23:21 nach einem weiteren Fehlpaß von Zintel. Dennoch kam der TVH zurück und zum Ausgleich durch Tomáš Sklenák nach starkem Eins-gegen-Eins auf der halbrechten Position und seinem fünften Tor. »Wir wollten Sklenis Stärke noch mehr nutzen, haben aber zu wenig daraus gemacht«, haderte der TVH-Coach. Denn nach Hübschers Tor zum 25:24 nahmen die Gäste Sklenák in Manndeckung und nutzen die Verwirrung zum glücklichen 26:25-Sieg.

Griesbach war nach dem Spiel um Fassung bemüht. »Dass wir kämpfen, erwarte ich immer. Für das Lob können wir uns nichts kaufen. Wir müssen dahin kommen, richtige Entscheidungen zu treffen. Wir haben jetzt zwei Wochen Zeit, die wir nutzen müssen. Das werden einige zu spüren bekommen.«

Hüttenberg: Plaue, Böhne, Weber; Fuß, Sklenák (5), Belter, Lambrecht, Uth, Rompf (1), Zörb (1), Fernandes (1), Hübscher (4/1), Zintel (9/3), Klein (1), Schreiber (3).

Aue: Musil, Töpfer; de Santis (4), Naumann (1), Schröder, Roch, Ebert (7), Bornhorn (4/2), Petreikis, Roth, Schneider, Brykner (3), Slachta, Kammlodt (7), Lux, Tuminskis.

Stenogramm: SR: Kauth/Kolb (Taufkirchen/Augsburg). - Zuschauer: 1107. - Zeitstrafen: 12:16 (Strafminuten). - Disqualifikation: Roth (32./EHV). - Siebenmeter: 5/3:2/2.

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