Lokalsport

Heimische Teams sind unter sich

In der Handball-Oberliga sind nach dem 22. Spieltag zwei wichtige Entscheidungen gefallen, die heimische Teams betreffen: Die U23 des TV Hüttenberg ist nach der Niederlage beim TV Kirchzell nicht mehr zu retten. Die theoretische Chance auf den Klassenerhalt ist so gering, dass sie nicht weiter erörtert werden muss. Die HSG Kleenheim/Langgöns bezog vor einer Woche eine Heimniederlage gegen die TSG Münster und ist endgültig aus dem Titelrennen ausgeschieden. Heute stehen sich beide Mannschaften in Hüttenberg gegenüber; für den TVH eine Gelegenheit, sich auf der Abschiedstour in der Oberliga von einer besseren Seite zu zeigen. Die Kleenheimer wollen sicher in die Erfolgsspur zurück, auch wenn das große Ziel nicht mehr zu erreichen ist. Ein weiteres Derby steigt heute in der Sporthalle der Gesamtschule Gleiberger Land. Hier treffen mit der HSG Wettenberg und der HSG Pohlheim zwei heimische Teams aufeinander. Während die Wettenberger als Fünfter noch den einen oder anderen Platz gutmachen können, befindet sich Pohlheim noch nicht in Sicherheit.
28. März 2019, 21:47 Uhr
Harold Sekatsch

In der Handball-Oberliga sind nach dem 22. Spieltag zwei wichtige Entscheidungen gefallen, die heimische Teams betreffen: Die U23 des TV Hüttenberg ist nach der Niederlage beim TV Kirchzell nicht mehr zu retten. Die theoretische Chance auf den Klassenerhalt ist so gering, dass sie nicht weiter erörtert werden muss. Die HSG Kleenheim/Langgöns bezog vor einer Woche eine Heimniederlage gegen die TSG Münster und ist endgültig aus dem Titelrennen ausgeschieden. Heute stehen sich beide Mannschaften in Hüttenberg gegenüber; für den TVH eine Gelegenheit, sich auf der Abschiedstour in der Oberliga von einer besseren Seite zu zeigen. Die Kleenheimer wollen sicher in die Erfolgsspur zurück, auch wenn das große Ziel nicht mehr zu erreichen ist. Ein weiteres Derby steigt heute in der Sporthalle der Gesamtschule Gleiberger Land. Hier treffen mit der HSG Wettenberg und der HSG Pohlheim zwei heimische Teams aufeinander. Während die Wettenberger als Fünfter noch den einen oder anderen Platz gutmachen können, befindet sich Pohlheim noch nicht in Sicherheit.

HSG Wettenberg – HSG Pohlheim (Fr., 20 Uhr, Großsporthalle Launsbach): In personeller Hinsicht ist es bei den Wettenbergern nicht zum Besten bestellt. Neben den Langzeitverletzten stehen möglicherweise auch noch Tom Warnke (Fußverletzung), Niclas Puhl, Kai Olbert und Lukas Becker (alle krank) nicht zur Verfügung. »Die jungen Wilden dürfen jetzt zeigen, was in ihnen steckt«, spornt Wettenbergs Trainer Axel Spandau seine Mannschaft an. »Pohlheim befindet sich noch in einer Risikosituation«, stellt Spandau fest und wirft einen Blick auf die personelle Situation beim Kontrahenten: »Johannes Träger ist gesperrt, Topschütze Maximilian Rühl wird wieder dabei sein und unsere Aufmerksamkeit erfordern.« Träger hatte sich im Spiel gegen Babenhausen die blaue Karte eingehandelt. »Wir wollen den Pohlheimern mit einer aktiven Abwehr die Spiellust nehmen«, kündigt Spandau an. Gelingt das, könnte damit der Schlüssel zum Erfolg gefunden sein.

»In der Vorbereitung gewinnen wir gegen Wettenberg, das ist uns in den Punktspielen bislang nicht gelungen«, stellt Jens Dapper, Trainer der HSG Pohlheim, fest. Das soll sich nun ändern. Zum einen auch, weil die Pohlheimer noch ein paar Punkte zum sicheren Klassenerhalt benötigen. Geht man von vier Absteigern aus, dann ist die Mannschaft drei Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt. »Wir brauchen noch vier Punkte«, rechnet Dapper vor. Ob Rühl wieder zur Verfügung steht, sei noch nicht sicher. Dennoch ist Dapper nicht pessimistisch, was das Spiel angeht, in das beide Seiten nicht in Bestbesetzung gehen werden. Bei Pohlheim ist die Formkurve bereits vor Wochen nach oben gegangen. Gelingt es, in Wettenberg an die jüngsten Leistungen anzuknüpfen, ist Pohlheim sicher nicht chancenlos.

TV Hüttenberg U23 – HSG Kleenheim-Langgöns (Fr., 20.15; Sporthalle Hüttenberg): »Kleenheim ist natürlich Favorit«, stellt Hüttenbergs Trainer Torsten Menges fest. Trotz der Niederlage am vergangenen Wochenende beim TV Kirchzell bescheinigt der Hüttenberger Coach seiner Mannschaft, ein gutes Spiel abgeliefert zu haben. »Dabei haben wir eine sehr gute Deckungsleistung gezeigt.« Kleenheim verfüge, so Menges, auch über eine gut besetzte Mannschaft. Mit Fabian Höpfner und David Straßheim nennt der Hüttenberger Coach zwei Leistungsträger der Gäste. Dennoch wollen sich die Hausherren so gut wie möglich verkaufen. Was die Leistung der Hüttenberger Mannschaft anbelangt, habe die Woche am Samstag einen recht guten Anfang genommen. Das soll heute fortgesetzt werden, hofft Trainer Menges. Der vierte Saisonerfolg gegen den starken Nachbarn wäre die Krönung einer sonst nicht so erfolgreichen Saison.

»Hüttenberg hat sehr talentierte Spieler in den Reihen«, zollt der Kleenheimer Trainer Matthias Wendlandt dem Tabellenletzten Respekt. »Dabei ragen Tim Lauer und Merlin Fuß heraus. Aber auch die anderen sind sehr gut ausgebildet«, ergänzt er, wohl wissend, dass seine Mannschaft in dieser Partie nicht als Außenseiter angesehen werden kann. »Wir haben zurzeit eine Schwächephase, auch weil viele Spieler angeschlagen waren bzw. gar nicht spielen konnten«, beschreibt er die Situation bei der HSG, sieht aber einen Silberstreif am Horizont: »Zum Glück ist die Personalsituation in dieser Woche wieder besser.« Aber auch vor der Partie beim Nachbarn gibt es Einschränkungen. So berichtet Wendlandt: »Fehlen werden immer noch die Langzeitverletzten Jonas Leger, Jens Elsner und Jörg Müller. Fraglich ist der Einsatz von Dennis Köhler. David Straßheim wird wohl sein letztes Spiel in dieser Saison machen. Die Probleme mit dem Knie erlauben ihm keine Teilnahme am Training.«

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