Lokalsport

Hallenmasters: Wieseck hat schon große Pläne für nächstes Jahr

Angetrieben von der großen Resonanz planen die Verantwortlichen um Deniz Solmaz beim nächsten Fußball-Hallenmasters noch einen oben draufzusetzen: Der Turnier-Überblick und die Pläne.
13. Januar 2020, 07:00 Uhr
Sven Nordmann
Duell zwischen Hoffenheims Angreifer und Mannheims Keeper - das Niveau beim U14-Masters am Sonntag war hoch. FOTO: FRIEDRICH

Die Jugendabteilung der TSG Wieseck hat ihr zehntägiges Hallenmasters am gestrigen Sonntag abgeschlossen - und geht mit einem finanziellen Minus, aber auch einem guten Gefühl aus dem Turnier. Das Wahnsinns-Programm ohne Eintritt mit den Jugendteams von sieben Fußball-Bundesligisten (u.a. Borussia Dortmund, RB Leipzig, TSG Hoffenheim) und vier Zweitligisten (u.a. Darmstadt 98, VfL Bochum) hat viele Kapazitäten gebunden - vor allem der neue Kunstrasen in der Halle schlug ins Kontor.

»Wir gehen mit rund 3000 Euro Verlust raus - aber das war es wert«, sagt Jugendleiter Deniz Solmaz. »Es ist unglaublich, welche Dynamik das Turnier angenommen hat.« Angetrieben von der guten Resonanz in diesem Jahr sind die Pläne für die kommende Veranstaltung 2020/21 vielfältig: Unter anderem sollen Erstligisten aus Dänemark, Belgien, der Türkei und Aserbaidschan am Turnier teilnehmen, für das ein 40-seitiges Turnierheft geplant wird. Auch eine Live-Übertragung via Online-Plattform Facebook spielt eine Rolle in den Gedanken von Solmaz und Co. »Wir haben schon 15 feste Zusagen für das nächste Hallenmasters«, sagt Solmaz.

Die Verantwortlichen wollen auch ein U17-Turnier für die Bundesliga Frauen und ein Event für die Schiedsrichter inkludieren - finanziert werden soll das unter anderem mit einem Eintritt, auf den Anfang 2020 verzichtet wurde. Die Ränge auf der Tribüne in der Sporthalle am Ried waren vor allem an den Wochenenden durchgehend voll. Die Resonanz war groß - exemplarisch dafür steht der gestrige Sonntag, an dem die TSG Hoffenheim das U14-Turnier auf dem künstlichen Grün gewann.

Hoffenheims Sportlicher Leiter für U12 bis U16, Andreas Lässig, erklärte auf Nachfrage: »Auf Kunstrasen in der Halle zu spielen, ist einfach top. Da kannst du einfach mehr Fußball spielen. Der Kontakt zur TSG Wieseck besteht schon länger, es ist gut vorstellbar, dass wir nächstes Jahr wiederkommen. Und wenn du herfährst, willst du auch gewinnen.« Einziger Kritikpunkt am Sonntag: Zwei Siebener-Gruppen sorgten für einen extrem langen Spielplan - von 10 bis 19.30 Uhr.

Dafür bekamen die Besucher attraktiven Jugendfußball geboten - ob Sandhausens kleine Wirbler, Hoffenheims körperliche Präsenz oder die Willensstärke der Stuttgarter Kickers, die Abwechslung auf hohem Niveau war gegeben.

13 Turniere fanden in den zehn Tagen statt - bei dreien, in der F-Jugend, bei der U17 und der U19, setzten sich die Gastgeber aus Wieseck durch. Erwartbare Siege fuhren unter anderem die TSG Hoffenheim (U14), RB Leipzig (U13) und Borussia Dortmund (U12) ein (siehe rechts).

Im kommenden Jahr versucht sich die TSG zudem daran, den Spagat zwischen Heimatbezug und Internationalisierung zu schaffen - in diesem Jahr nahmen an den Turnieren samt vorheriger Qualifikation kaum Mannschaften aus dem Gießener Kreis teil.

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