18. November 2018, 21:41 Uhr

Halbes Heller-Dutzend

18. November 2018, 21:41 Uhr
Katharina Fina und die TSG Leihgestern haben sich beim TSV Griedel souverän behauptet. (Foto: ras)

Die TSG Leihgestern hat in der Handball-Landesliga der Frauen mit dem 27:20-Auswärtserfolg beim benachbarten TSV Griedel ihre Position im Vorderfeld der Tabelle bestätigen können, derweil die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen nach der 28:32-Niederlage bei der TSG Eddersheim weiter im Tabellenkeller hängen bleibt. Am Freitag erwarten die Grün-Weißen die Lindenerinnen zum Derby.

TSV Griedel – TSG Leihgestern 20:27 (9:14): In einem Landesliga-Spiel zweier punktgleicher Mannschaften wurden die Frauen der TSG Leihgestern ihrer Favoritenrolle gerecht. Bei den Gastgeberinnen fehlten mit Madelene Dietz und Lena Wawrzinek zwei Akteurinnen, die in den bisherigen Spielen am nachhaltigsten auftrumpften. »Solche Ausfälle kann unser Kader nicht kompensieren«, zeigte TSV-Trainer Martin Schmitt auf.

Trotz dieses Handicaps entwickelte sich ein ansehnliches Spiel, in dem Griedel bis zum 5:5 (Krombach/10.) zunächst erfolgreich dagegen hielt. Beide Mannschaften operierten mit einer defensiven 6:0-Deckung, die den Angreiferinnen den nötigen Raum bot, mit langen Kreuzungen die gegnerische Deckung zu öffnen. Dabei bevorzugte der TSV den Weg über außen, wo auf die treffsichere Julia Krombach Verlass war. Demgegenüber brachte die TSG die hoch aufgeschossenen Rückraumspielerinnen Kristin Steinhaus und Michelle Heller in Position und öffnete ihnen Räume, um in die Tiefe zu stoßen. Eine erste Drei-Tore-Führung der Gäste (5:8 Penning/14.) konnte Griedel noch kontern und auf 8:9 verkürzen (Schmitt/19.), aber spätestens als danach bei Leihgestern mit Andrea Schulz eine Spielmacherin mit Format das Feld betrat und zum Faktor wurde, nahm das TSG-Spiel nochmals Fahrt auf. »Mit ihr kam mehr Dynamik in unser Spiel«, erfuhr sie ein Lob ihrer Trainerin Jonna Jensen.

Obwohl Griedel im zweiten Durchgang nicht aufsteckte und Trainer Martin Schmitt einige Umstellungen in Abwehr- und Angriff vornahm, waren die Gäste auch im zweiten Durchgang nicht mehr von ihrem Erfolgsweg abzubringen. Etliche Gegenstoß-Tore sorgten dafür, dass die schon recht deutliche Pausenführung bis zum Ende auf sieben Tore ausgebaut wurde.

Neben dem Sieg freute sich Jensen auch über die gelungene spielerische Vorstellung ihrer Mannschaft. »Heute haben wir gezeigt, dass wir uns auf dem richtigen Weg, zurück zu unserem Spiel, befinden«, lobte sie, wenngleich sie die gezeigte Leistung als »noch ausbaufähig« bezeichnete.

TSG Leihgestern: Schnaubelt, Glitsch (1); van Wickern (1), Heller (6), Clausius (2), Walther (2/1), Penning (3), Fina (3), Appel (1), Schulz (1), Friedrich (3/2), Kunzig, Faber, Steinhaus (4).

TSG Eddersheim – HSG Dutenhofen/Münchholzhausen 32:28 (14:11): Die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen wartet weiter auf weitere Erfolgserlebnisse in der Landesliga der Frauen. Bei der TSG Eddersheim verloren die Mittelhessen am Sonntag nachmittag mit 28:32.

Die Gäste starteten eigentlich vielversprechend in die Partie und gingen in der 13. Minute durch Vida Majstorovic per Siebenmeter mit 5:4 in Führung. Dann jedoch legten die Gastgeberinnen zu und setzten sich auf 9:5 ab (21.). Es war die Folge zu vieler, einfacher Ballverluste der Mittelhessinnen, die Eddersheim gnadenlos bestrafte. Bis zur Pause verkürzten die Dutenhofenerinnen auf 11:14.

Die Mannschaft von Trainer Sebastian Roth versuchte immer wieder, sich heranzukämpfen. Schien sein Team beim 16:17-Anschlusstreffer (41.) von Jönna Bender wieder dran, so folgte in der 46. Minute der Fünf-Tore-Rückstand. Der Bann der Gegenwehr war gebrochen und Eddersheim brachte den Sieg sicher über die Zeit.

»Heute kann ich meiner Mannschaft, außer den Ballverlusten, keinen Vorwurf machen. Sie hat super gekämpft und sich auch von Nackenschlägen nicht unterkriegen lassen«, betont Roth abschließend. Am Freitag im Derby gegen die TSG Leihgestern sollen dann erneut nach den Punkten gegriffen.

Dutenhofen/Münchholzhausen: Scholz, Pafla, Naß; Otto (5), Klein (1), Miriam Schmidt (2/1), Majstorovic (8/1), Naumann (7), Bender (4), Neumann, Hahn (1), Sina Schmidt.

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