11. November 2018, 21:47 Uhr

Oberliga Frauen

HSG hat gegen Rodgauer Gäste nichts zu bestellen

11. November 2018, 21:47 Uhr
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Von Michael Wingefeld

Im sechsten Spiel und gleichzeitig dem dritten Heimspiel in Folge musste die HSG Wettenberg in der Handball-Oberliga der Frauen eine herbe Niederlage gegen das Spitzenteam der HSG Rodgau/Nieder-Roden hinnehmen. Nach 60 Minuten leuchtete ein niederschmetterndes 20:39 (7:19) von der Anzeigetafel.

Die Deutlichkeit des Ergebnisses war schon überraschend, da Wettenberg in den ersten drei Heimspielen zwei Siege und zwei Remis vorzuweisen hatte. HSG-Übungsleiter Thomas Schäfer sagte nach der Partie: »Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen, unser Spielaufbau war fehlerbehaftet, das Timing hat nicht gestimmt, wir haben zu früh abgeschlossen und wir waren viel zu hektisch. In der Deckung haben wir keinen Zugriff bekommen und standen zu passiv. Dann kommt eben mal so eine Niederlage gegen ein Top-Team zustande.«

Nach der Absage bzw. der Verlegung des Spiels in Bensheim in der Vorwoche (wird im Januar nachgeholt) starteten die Wettenbergerinnen zunächst gut und gingen mit 2:1 in Führung. Und es schien, als könne man den Aufwärtstrend aus den letzten Wochen fortsetzen können. Aus der 2:1-Führung wurde jedoch schnell ein 2:6-Rückstand. Die Heim-Sieben konnte zwar noch zum 4:7 verkürzen, brach in der Folge jedoch ein und lief nach Ballverlusten in einige Tempogegenstöße der Gäste, die auch immer wieder ihre Chancen in der zweiten Welle suchten. Ein 8:1-Lauf der Südhessinnen sorgte für das vorentscheidende 15:5 (24.) aus Sicht der Gäste, die ihre Führung bis zur Halbzeit auf 19:7 ausbauen konnten.

Die zweite Hälfte glich einem Schaulaufen des Aufstiegsfavoriten, der bereits in den vergangenen beiden Spielen Kantersiege einfahren konnte. Immer wieder zeigten sich die Rückraumspielerinnen Jana Heßler und Viktoria Ebert, die gemeinsam für 21 Tore sorgten, erfolgreich. Über die Stationen 10:24 und 16:28 kam an einem Tag, an dem kaum etwas zusammenlief, letztlich die 20:39-Niederlage zustande. Die sonst so starke Abwehr kam an diesem Abend nicht zur Geltung, in zwei Wochen benötigt es eine gehörige Leistungssteigerung im Derby beim Tabellenführer Hüttenberg.

Wettenberg: Habermehl, Hohl; Münch (3), Schuldt (4/1), Svenja Pohl, Kraft (4), Tafferner (1), Wingefeld, Theresa Pohl (3), Schwab (3), Tröller, Till (1), Stephanie Schön (1), Katja Schön. - Rodgau: Menge, Neubauer; Burgard (2), Brodbeck (2), Bretz (5), Portakal (3), Laura Keller (2), Subay (2), Ebert (12/3), Katharina Keller (1), Kretzschmer, Stöhrer, Göbel (1), Heßler (9).

Im Stenogramm: SR: Enge/Hofmann. - Zuschauer: 30. - Zeitstrafen: 6:2 Minuten. - Siebenmeter: 1/1:4/3.



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