01. November 2019, 07:30 Uhr

Handball

HSG Pohlheim will den Heimvorteil nutzen

In der Oberliga der Männer kommt es Freitagabend zum Derby gegen die HSG Kleenheim/Langgöns. Beide Teams haben zuletzt geschwächelt.
01. November 2019, 07:30 Uhr
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Von Harold Sekatsch
Waldemar Sayler (8) und die HSG Pohlheim erwarten heute Abend Jonas Friedrich (28) und die HSG Kleenheim/Langgöns zum ersten Oberliga-Derby der Saison. (Foto: ras)

Das erste Mittelhessen-Derby dieser Saison in der Handball-Oberliga - und das wird traditionell am Freitagabend ausgetragen: Heute Abend um 20 Uhr stehen sich in der Sporthalle Holzheim die gastgebende HSG Pohlheim und die HSG Kleenheim/Langgöns gegenüber. Die Teams weisen eine Parallele auf: Sie sind wie eine Rakete in die Saison gestartet, bei 8:0 Punkten war aber erst einmal Schluss. Pohlheim hatte zunächst bei Dotzheim das Nachsehen und musste am vergangenen Wochenende eine Heimniederlage gegen Bruchköbel hinnehmen. Kleenheim/Langgöns hatte zur gleichen Zeit gegen Dotzheim deutlich das Nachsehen.

Der Dritte im Bundes der heimischen Oberligisten ist die HSG Wettenberg, die mit dem 27:18 über Tuspo Obernburg am vergangenen Wochenende den ersten Saisonerfolg feierte. Nun ist die Mannschaft beim noch punktlosen Schlusslicht TSV Vellmar zu Gast. Die Nordhessen benötigen logischerweise jeden Zähler, aber den Wettenbergern stünden zwei weitere Punkte auch sehr gut zu Gesicht, zumal eine Woche später Mittelhessenschreck TuS Dotzheim erwartet wird.

HSG Pohlheim - HSG Kleenheim/Langgöns (Fr., 20 Uhr/Sporthalle Holzheim): »Mit den letzten Ergebnissen können beide sicherlich nicht glücklich sein«, wirft der Pohlheimer Trainer Jens Dapper einen Blick zurück. Die knappen Niederlagen seiner HSG in Dotzheim und gegen Bruchköbel stuft der Coach unter anderem als ärgerlich ein. Allerdings sind diese Spiele abgehakt. »Wir haben in dieser Woche gut performt«, berichtet der Coach über die Trainingsarbeit in den vergangenen Tagen, die ihn für die Partie heute Abend optimistisch stimmt. »Im Derby brauchen wir Emotionen«, wünscht sich Dapper. Der Coach ist sich sicher, dass seine Mannschaft - wie in den Heimspielen in Holzheim üblich- »Rückenwind durch die Zuschauer« erhält. Auf der Ausfallliste stehen weiter die Langzeitverletzten Johannes Träger, Felix Erdmann, Lars Stüding und auch Max Rühl. Bei Florian Niclas ist Dapper optimistisch, dass dieser wieder dabei sein kann. Gegen Bruchköbel wirkte Niclas nach seiner Verletzung aber noch nicht mit.

»Mit der HSG Pohlheim erwartet uns der nächste Topgegner«, blickt Kleenheims Trainer Matthias Wendlandt dem heutigen Derby entgegen. »Pohlheim hat einen der besten Kader dieser Liga. Die Mannschaft ist auf jeder Position doppelt stark besetzt.« Für Wendlandt zählen die Pohlheimer zu den Top 3 dieser Liga. »Wir dagegen haben eine extrem junge Mannschaft, das hat man am letzten Wochenende gegen Dotzheim gut gesehen«, ergänzt Wendlandt. »Uns fehlt in schwierigen Situationen die Abgeklärtheit. Und wir sind auch zu schwankend in den Leistungen, das hat man schon in der Vorbereitung gemerkt. Und dann passiert auch mal sowas wie gegen Dotzheim. Ich denke, das wird über die Saison hinweg besser.« Wie stark die Kleenheimer aufspielen können, haben sie in den ersten Saisonspielen gezeigt. Seine Hoffnung auf ein erfolgreiches Abschneiden zieht der Coach auch daraus, dass »die Jungs sehr gut im Training arbeiten«. Allerdings werden weiter Joshua Planer und Stefan Lang fehlen.

TSV Vellmar - HSG Wettenberg (So., 18 Uhr/Großsporthalle Vellmar): Axel Spandau weiß, worum es geht. »Das wird ein wichtiges Spiel für uns«, stellt der Wettenberger Trainer vor der Partie seiner Mannschaft beim Liga-Schlusslicht fest. »Wir wollen den Schritt in die richtige Richtung vergrößern.« Der klare Sieg gegen Tuspo Obernburg hat den Wettenbergern sicherlich Auftrieb gegeben. Ein Erfolg in Vellmar könnte Gold wert sein: Einmal würde die HSG einen Konkurrenten auf Distanz halten, zum anderen können sich die Wettenberger langsam in das Tabellenmittelfeld absetzen. Vor zwei Spielern beim TSV Vellmar warnt Trainer Spandau: einmal vor Frederik Drönner im Rückraum, zum anderen vor Lance-Phil Stumbaum auf Außen. »Beide sind wichtige Stützen« im Spiel des TSV. Bei der HSG stehen hinter den Einsätzen von Lukas Becker und Niklas Puhl Fragezeichen.



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