01. März 2020, 22:21 Uhr

Großer Schritt Richtung Titel

01. März 2020, 22:21 Uhr
Die Leihgesternerin Isabell Faber (l.) versetzt Jönna Bender und Sina Schmidt (r.) und kommt zum Abschluss. Beim 26:20-Erfolg ihres Teams trifft sie dreimal. FOTO: FRIEDRICH

Dieser Sieg war enorm wichtig auf dem Weg zum Titel in der Frauenhandball-Landesliga: Die TSG Leihgestern hat durch den 26:20-Erfolg im Spitzenspiel über die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen ihren Vorsprung auf fünf (Minus)zähler ausgebaut - nach Pluspunkten sind es »nur« vier Zähler, da der TSG ein Zähler wegen der Nichterfüllung des Schiedsrichterpflichtsolls abgezogen wird. Zudem nahm das Team von Jonna Jensen erfolgreich Revanche für die bislang einzige Niederlage, die Dutenhofen/Münchholzhausen den Lindenenerinnen in der Hinrunde beigebracht hatte. Die TSG kann nun den Sekt für die Meisterfeier schon einmal bestellen. Dutenhofen ist hinter der HSG Eibelshausen/Ewersbach, die gegen den TV Hüttenberg II mit 36:23 gewann, auf Rang drei abgerutscht. Die HSG Wettenberg II setzte sich indes bei der weiterhin akut abstiegsbedrohten HSG Kleenheim-Langgöns II im zweiten Wochenend-Derby mit 29:26 durch und hat damit ihr Punktekonto ausgeglichen.

TSG Leihgestern - HSG Dutenhofen/Münchholzhausen 26:20 (10:12): TSG-Trainerin Jonna Jensen war stolz auf ihre Mannschaft, ihr Kollege auf der anderen Seite, Sebastian Roth, verteilte Komplimente an sein Team. Denn lange Zeit war die Spielgemeinschaft aus Wetzlar dem Tabellenführer vor einer großartigen Kulisse ebenbürtig. Einer starken Schlussviertelstunde hatte es die TSG zu verdanken, dass die Partie am Ende so deutlich ausging.

Denn anfangs war es der Tabellenführer gewesen, der sich mit einer schlechten Abschlussquote das Leben schwer machte. Zudem zwangen die Gäste mit einer starken 5:1-Deckung den Leihgesterner Rückraum immer wieder zu Notwürfen oder dazu, die Verantwortung auf die Außenpositionen zu verlagern. Im Angriff erarbeitete sich die HSG gute Lösungen gegen eine offensive 6:0-Abwehr und setzte sich bis zur Pause folgerichtig auf 12:10 ab. »Da hätten wir aber auch schon mit ein, zwei Toren mehr führen müssen«, meinte Roth, während Jensen entgegnete: »Wir sind ein bisschen unglücklich mit zwei minus in die Pause. Da hätte ich vom Spielverlauf ganz gerne ein Unentschieden gesehen.«

In der zweite Hälfte schreibt es Jensen vor allem einer deutlichen Leistungssteigerung von Nicole Weinecker im Tor zu, dass ihr Team die Oberhand bekam. »Sie hat in entscheidenden Phasen ein paar freie Bälle weggenommen.« Dabei half natürlich auch die kampfstarke Abwehr, die besser zupackte, flotter auf den Beinen und oft den Schritt schneller als der Gegner war. »Wir haben gut antizipiert, den Gegner zu Fehlern gezwungen und Bälle abgefangen, daraus konnten wir in unser Tempospiel gehen«, sagte Jensen. Knackpunkt war der Führungswechsel mit dem 17:16 für die TSG von Victoria Viebahn in der 46. Minute. Davor hatten beide Mannschaften sieben, acht Angriffe ohne erfolgreichen Abschluss gespielt. Drei Minuten später hieß es 19:16. In der Folge vergaben die Wetzlarer Gegenstöße und leisteten sich viele technische Fehler. »Wir haben uns von der Hektik anstecken lassen und vor allem keine Lösungen mehr gegen die aggressive Abwehr von Leihgestern gefunden«, meinte Roth. Die HSG probierte es gegen Ende noch einmal mit Manndeckung, weswegen das Ergebnis noch höher ausfiel. »Gegen Ende haben wir das mit viel Wille und Mannschaftsgeist souverän nach Hause gespielt«, lobte Jensen.

Leihgestern: Weinecker; Zieger (1), Steinhaus (4), Penning, Kerdi, Walther, Viebahn (11/7), Appel (3), Reeh (3), Schulz (1), Kunzig, Faber (3). - Dutenhofen/Münch.: Pafla, Naß; Klein (2), Schmidt (2), Okpara, Naumann (2), Bender (1), Schmidt, Neul, Kaminski, Lüling, Schäfer (4), Hels, Müller (9/6).

HSG Eibelshausen/Ewersbach - TV Hüttenberg II 36:23 (21:13): Erwartungsgemäß trat die zweite Mannschaft des TV Hüttenberg den Heimweg aus Eibelshausen ohne Zählbares im Gepäck an. Die abstiegsbedrohten Hüttenbergerinnen mussten schon in den ersten zehn Minuten abreißen lassen und sahen sich am Ende durch das 23:36 mit der dritthöchsten Niederlage der Saison konfrontiert.

Jede Minute ein Tor, so begann das Lahn-Dill-Kreis-Duell für die Gastgeberinnen. Nach knapp 14 Minuten brachte Anika Grau die HSG mit 13:3 zweistellig in Führung. Die dezimierten Gäste sahen sich bereits mit 8:21 im Rückstand, als sie durch die letzten fünf Tore vor der Halbzeit auf 13:21 verkürzten. Doch das Momentum war durch die Pause gebrochen und die Dietzhölztalerinnen bauten ihren Vorsprung weiter aus (26:14, 37.). Wieder dauerte es bis in die Endphase der Hälfte, bis die TVH-Reserve mehr als ein Tor am Stück erzielen konnte. Am Ende bedeutet das 23:36 die vierte Niederlage in Folge für die Tabellenvorletzten. Während die HSG durch den Sieg auf den zweiten Platz kletterte, liegt der Fokus der Hüttenbergerinnen bereits auf dem Heimspiel gegen Schlusslicht Sindlingen/Zeilsheim am Samstag, in dem ein Schritt aus dem Keller erfolgen soll.

Hüttenberg: Muth, Martin; Walter (5/1), Klaus, Stroh (1), Couper, Wallenfels (4), Andermann (2), Schepp (2), Rüpprich (4/1), Taylor, Müller, Michel, Schmidt (5).

Jansche macht alles klar für Wettenberg

HSG Kleenheim-Langgöns II - HSG Wettenberg II 26:29 (14:14): »Man hat schon gemerkt, dass die HSG Wettenberg einfach etwas besser auf die Begegnung eingestellt war und den Sieg letztlich auch etwas mehr gewollt hat«, sagte Christian Manderla, der Trainer der Heimformation. Dabei hatte Kleenheim-Langgöns II das Spiel zu Beginn noch unter Kontrolle und führte in der 24. Minute durch einen Treffer von Nina Eggers mit 13:10. Erst kurz vor der Pause gelang es dem Team aus dem Gleiberger Land, den 14:14-Ausgleich zu erzwingen.

Nach dem Wiederanpfiff legten die Gäste in der Defensive noch eine Schippe drauf. In der 45. Minute gingen die Wettenbergerinnen durch Lauren Bretz mit 22:18 in Führung und hatten das Spielgeschehen gemäß der eigenen Feldvorteile angepasst. »Wettenberg war auch im System sehr gut auf uns eingestellt und hat das im zweiten Durchgang dann wirklich gut gemacht. Wir haben den Fuß nicht mehr in die Tür bekommen«, erklärte Manderla. Nur zwei Minuten vor dem Ende gelang es Sarah Marwald per Siebenmeter, auf 26:28 zu verkürzen und die SGK noch ein letztes Mal in Schlagdistanz zu bringen. Allerdings wurde dieser Treffer nach einer HSG-Auszeit durch Rica Jansche beantwortet, sodass die Entscheidung gefallen war.

Kleenheim: Altenheimer, Bork; Heidt (3), Barnusch (1), Dietz (2), Bretz (4), Eggers (4), Ulm, Hänsel, Marwald (1/1), vom Hagen (2), Wulf, Kleinpell (7), Pietzner (2/2). - Wettenberg: Kraus, Stöhr; Jansche (5), Risse (1), Rückel (3), Drommershausen (4), Till (3), Herbert, Simon (1), Rolshausen (1), Kant (2), Schneider (3), Weise (6/3).

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