19. Oktober 2018, 06:59 Uhr

Basketball

Gießen 46ers reisen in die Vergangenheit

Ein Wiedersehen mit alten Bekannten steht am Freitagabend für die Gießen 46ers an, wenn sie bei s.Oliver Würzburg antreten. Für Nettigkeiten ist aber kein Platz.
19. Oktober 2018, 06:59 Uhr
Ein Wiedersehen mit Ex-Coach Denis Wucherer gibt es für die 46ers in Würzburg. (Foto: Vogel)

Es ist eine Reise in die Vergangenheit für die Gießen 46ers: Das Team von s.Oliver Würzburg, bei dem die Bundesliga-Basketballer am Freitagabend (20.30 Uhr, s.Oliver Arena Würzburg/telekomsport.de live) antreten müssen, ist gespickt mit ehemaligen Gießenern, an die sich die Fans der 46ers gerne erinnern. Damit kommen die Anhänger der Mittelhessen in einen Zwiespalt, denn gerade die Unterfranken haben sich in den letzten Jahren zu einem der Lieblingsrivalen entwickelt: Zu Zweitligazeiten schnappten die Gießener den als haushohem Favoriten geltenden Würzburgern die ProA-Meisterschaft weg, ein Jahr später wiederum war es nur ein einziger Korbpunkt, der die Franken und nicht Gießen in die Playoffs der BBL einziehen ließ. Dieses Ziel haben nun sowohl die Gießener um Coach Ingo Freyer als auch die Würzburger.

 

Der Gegner: Gießens Trainer hieß damals Denis Wucherer – eben jener Denis Wucherer, der nun in Würzburg das Zepter schwingt. Ganz auf Gießener Flair wollte er am Main aber ganz offenbar nicht verzichten: So ist unter dem Korb mit Gabriel Olaseni ein Spieler der Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Franken, der 2015/2016 auch im 46ers-Dress starke Leistungen zeigt. Regie führen Cameron Wells und Skyler Bowlin, die ihren Trainer ebenfalls bereits aus Gießen kannten: Wells führte das Team nicht nur aus der ProA in die BBL, sondern auch im Oberhaus zwei Jahre als Pointguard die Mannschaft – ein Jahr davon gemeinsam mit Bowlin, der letzte Saison in Jena spielte. Nicht zuletzt steht mit Co-Trainer Steven Key ein weiterer Ex-Gießener an der Seitenlinie. In der Liga sind die Unterfranken noch sieglos, unterlagen Bamberg und Göttingen. Ebenfalls gegen die Oberfranken gab es im Pokal eine Niederlage. Am Mittwoch konnte Würzburg immerhin auf europäischer Ebene den ersten Pflichtspielsieg einfahren: Beim rumänischen Vertreter CSM Oradea gab es ein 82:69 im FIBA Europe Cup. Angesichts von nur 48 Stunden Pause zwischen den Spielen und einer 15-stündigen Rückreise für die Würzburger muss das aber kein Nachteil für Gießen sein.

 

Status Quo: Die 46ers haben allerdings ihrerseits nach der vermeidbaren Niederlage gegen Bremerhaven allen Grund dazu, mit ordentlich Wut im Bauch anzutreten, denn auf der Jagd nach einem Playoff-Platz fehlen nun die Punkte aus einem fest eingeplanten Heimsieg. Die müssen sich die Mittelhessen nun mit einem Überraschungserfolg wieder zurückholen. Mit Ulm, Oldenburg, Bamberg, Frankfurt und Bayern München stehen nach dem Duell mit Würzburg nicht weniger als fünf Partien an, die alles andere als Pflichtsiege sind. Da wäre ein Sieg am Main doppelt wichtig.

 

Das Lazarett: Nachdem Bjarne Kraushaar in der ProB bereits sein Saisondebüt gab, dürfte der Guard am Wochenende in Würzburg auch auflaufen. Zugegebenermaßen keine allzu wilde Spekulation: Sollte der 19-Jährige heute nicht bei der BBL-Mannschaft spielen, dürfte er einen Tag darauf bei der ProB ebenfalls in Würzburg definitiv auf dem Parkett stehen. Noch nicht vergönnt ist dieses Glück David Bell: Der erfahrene US-Guard fällt auch weiterhin aus.

 

Das sagt Coach Ingo Freyer: »Würzburg hat ein starkes Team, welches gut zusammengestellt wurde und sich im Kern sehr gut untereinander kennt. Besonders hervorzuheben sind dabei die exzellenten Schützen von außen.«

 

Das sagt Coach Denis Wucherer: »Gießen spielt ähnlich schnell nach vorne wie Göttingen, eigentlich noch schneller. Deshalb müssen wir aus unseren Fehlern aus dem Göttingen-Spiel lernen und die schnellen Abschlüsse verhindern. Und dann kommt es im Halbfeld-Spiel natürlich darauf an, die Zuspiele auf John Bryant zu verhindern. Er ist einer der dominanten großen Spieler der Liga. Wenn er den Ball da bekommt, wo er ihn haben möchte, ist er kaum zu stoppen.«

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