16. Februar 2020, 20:27 Uhr

Gast gewinnt Derby

16. Februar 2020, 20:27 Uhr
Franziska Dietz von der HSG Kleenheim-Langgöns II kommt gegen die Hüttenbergerinnen Marlene Rühl (l.) und Alisa Schepp (r.) zum Wurf. FOTO: RAS

Der Rückrundenstart des TV Hüttenberg II in der Frauenhandball-Landesliga Mitte bleibt auch nach dem Derby gegen die HSG Kleenheim-Langgöns II holprig. Nach einer ordentlichen ersten Spielhälfte verfielen die Blau-Roten im zweiten Durchgang allerdings immer häufiger einer gewissen Ratlosigkeit und verloren am Ende mit 19:24 (11:12).

Spitzenreiter TSG Leihgestern gab sich derweil keine Blöße, gegen Schlusslicht HSG Sindlingen/Zeilsheim gab es einen lockeren 32:17-Erfolg. Die Lücke, die sich auf der Torhüterinnenposition bei der TSG Leihgestern aufgetan hat, ist kurzfristig geschlossen worden. Nicole Weinecker, ehemalige Spielerin unter anderem der SG Kleenheim und des TV Mainzlar, hilft der TSG bis zum Saisonende aus. Am Samstag i gegen die HSG Sindlingen/Zeilsheim stand sie bereits erstmals zwischen den Pfosten. Als Backups stehen für Notfälle zudem Anke Teichner und die derzeit in Stuttgart wohnende Charline Röhr zur Verfügung. Bei der TSG hatte sich Torfrau Alexandra Krämer im Spitzenspiel bei der HSG Eibelshausen/Ewersbach einen Kreuzbandriss zugezogen. Zudem weilt Laura Stövesand seit Anfang Februar für mehrere Monate in Mittelamerika.

Ohne Punkte blieb die HSG Wettenberg II beim 27:30 gegen die TSG Eddersheim II, während die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen einen 22:21-Sieg in Wiesbaden verbuchte.

TV Hüttenberg II - HSG Kleenheim-Langgöns 19:24 (11:12): »Wir haben in der ersten Halbzeit noch einiges liegen gelassen, weshalb sich das Spiel noch ausgeglichener dargestellt hat. Danach waren wir dann aber aufgrund einer geschlossenen Teamleistung die bessere Mannschaft«, resümierte Christian Manderla, Trainer der Gäste. Doch schon bis zur 21. Spielminute zeigten die Kleebachtalerinnen die klareren spielerischen Strukturen und erhöhten durch Olivia Pietzner bis auf 11:7, während die Akteurinnen des TVH noch Probleme damit hatten, durchschlagskräftige Lösungen gegen die Abwehrreihe der Kleenheimerinnen zu finden. Zwei Treffer von Julia Stankewitz brachten die Gastgeberinnen kurz vor der Halbzeitpause allerdings wieder auf 11:12 heran (29.). Nach dem Wiederanpfiff legten die Grün-Weißen eine Schippe drauf und konnten sich auf eine gut parierende Caroline Altenheimer im Kasten verlassen. Bis zur 45. Minute hatten die Gäste auf 19:13 durch Ann-Sophie vom Hagen erhöht und waren den Hüttenbergerinnen enteilt. »Wir haben in der zweiten Halbzeit eine sehr gute Einstellung zum Spiel gezeigt und nur noch wenige Tore zugelassen. Das war die Basis dieses guten Erfolges«, so Manderla.

Hüttenberg II: Muth, Martin, Schaffer; Walter (6/1), Klaus, Stroh, Couper (2), Wallenfels (2), Schepp (1), Andermann (1/1), Taylor (1), Müller, Stankewitz (4), Rühl (2). - Kleenheim-Langgöns II: Altenheimer, Bork; Heidt, Barnusch (2), Dietz (4), Bretz (2), Suchantke (2), Rüspeler (1), Ulm, Hänsel, vom Hagen (6), Wulf, Kleinpell (3), Pietzner (4/3). (par)

Leichtes Spiel für den Ligaprimus

TSG Leihgestern - HSG Sindlingen/Zeilsheim 32:17 (16:10): Doppelpack-Festival beim Sieg gegen den Tabellenletzten. Insgesamt sechsmal gelang es einer Spielerin, jeweils zwei Bälle hintereinander im gegnerischen Kasten zu versenken. Die Gastgeberinnen taten sich aber vor allem zu Beginn der Partie schwer. »Wir haben viele blöde Entscheidungen getroffen oder oftmals nicht die richtige Entscheidung getroffen«, analysierte TSG-Trainerin Jonna Jensen. »Das ist negativ aufgefallen.« So hielt der Underdog bis zum 8:10 in der 21. Minute noch gut mit und konnte zwischenzeitlich sogar mit 5:4 in Führung gehen. In der Folge konnte der Favorit jedoch sein Tempospiel durchsetzen und bis zur Pause auf sechs Tore davonziehen. In der zweiten Hälfte setzte Leihgestern nach, hatte beim 23:13 von Isabell Faber in der 40. Minute die erste Zehn-Tore-Führung im Sack und ließ den Gästen kaum mehr Entfaltungsmöglichkeiten. »Insgesamt war die Abwehr noch ein bisschen zu durchlässig, da müssen wir einfach mehr zusammenarbeiten, mehr Zusammenhalt hinbekommen. Letztlich ist es immer schwierig, das in solchen Spielen abzurufen«, so Jensen.

Leihgestern: Teichner, Krämer, Weinecker; Zieger (3), Steinhaus (4), Penning (2), Kerdi (2), Walther (2/1), Viebahn (4/1), Appel (3), Reeh (4), Schulz (1), Kunzig (3), Faber (4). (pie)

HSG Wettenberg II - TSG Eddersheim II 27:30 (15:17): In einem Spiel, in dem die Wettenbergerinnen nahezu die gesamte Zeit einem Rückstand hinterherliefen, hatte der Gast auf jede gute Aktion der HSG eine passende Antwort, so dass der Sieg letztlich nicht in Gefahr geriet. Anders als im Hinrundenspiel, als die Wettenbergerinnen eine enttäuschende Leistung zeigten, präsentierte sich die Mannschaft verbessert, leistete sich aber insgesamt zu viele Fehler. Trainer Hendrik Schneider war mit der Leistung seiner Mannschaft keineswegs gänzlich unzufrieden: »Da war insgesamt mehr drin. Wir haben in den ersten 15 Minuten der ersten Halbzeit zu viele Gegentore zu leicht hinnehmen müssen, in der zweiten Halbzeit haben wir es in den ersten 15 Minuten im Angriff nicht geschafft, zu klaren Möglichkeiten zu kommen und haben da insgesamt zu viele Bälle vergeben. So etwas macht dann den Unterschied in einem Spiel zweier Mannschaften, die eigentlich sich nahezu auf Augenhöhe befinden.« Bis zum 4:2 führte die Heim-Sieben, ehe die Reserve des Drittliga-Spitzenreiters offensiv Fuß fasste und ein ums andere Mal die offensive Abwehrformation der HSG ausspielte. So ging der Gast beim 5:4 (7.) das erste Mal in Führung. Das muntere Offensivfeuerwerk beider Mannschaften ging bis zum 10:11 aus Sicht der Heimmannschaft weiter. Bis zu diesem Zwischenstand waren bislang erst elf Minuten von der Uhr gelaufen. In der Folge zeigte sich Eddersheim besser auf das Angriffsspiel der Gastgeberinnen eingestellt und konnte knapp fünf Minuten vor der Pause erstmals vier Tore vorlegen, mit einem 17:15 für den Gast wechselten die beiden Teams die Seiten. Nach der Pause fand Wettenberg zunächst nur wenig Lösungen im Angriff, so dass es über sieben Minuten dauerte, ehe der erste Treffer für die HSG fiel. Der Rückstand aus Sicht der Mittelhessinnen betrug in der 45. Minute sieben Treffer, ehe es acht Minuten vor dem Schlusspfiff noch einmal gelang, zum 22:25 zu verkürzen, zu mehr reichte es jedoch nicht.

Wettenberg II: Stöhr, Reuschling; Jansche (5), Risse (1), Fischermanns (2/1), Rückel (7), Schäfer (2), Drommershausen, Till (2) Simon, Rolshausen (1), Mohr (1), Schneider (6/1). (miw)

Corinna Hahn trifft zum Sieg

HSG VfR/Eintracht Wiesbaden - HSG Dutenhofen/Münchholzhausen 21:22 (11:9): Eine knappe Begegnung, die dementsprechend erst in den letzten Minuten entschieden wurde - zugunsten der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen. Bereits in den der ersten Minuten waren die Kontrahenten auf Augenhöhe, allerdings führt zur Pause die Eintracht mit 11:9. In Halbzeit zwei schien dann zunächst alles für die Gastgeberinnen zu laufen, denn nach 40 Minuten führten diese mit 16:12. Doch die Truppe von Trainer Sebastian Roth gab nicht auf, und nach 53 Minuten war die Partie beim 19:19 durch Lisa-Marie Naumann wieder offen. Das ging bis zum 21:21 weiter, ehe sich die Landeshauptstädterinnen mit zwei Zwei-Minuten-Strafen selbst auf die Verliererstraße brachten. Schließlich war es Corinna Hahn, die mit dem letzten Treffer der Partie den Sieg der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen perfekt machte.

Dutenhofen/Münchholzhausen: Naß, Pafla; Otto, Klein (1), Miriam Schmidt (3), Naumann (6), Bender (1), Sina Schmidt, Neul, Neumann, Carotenuto, Hahn (3), Schäfer (2), Müller (6/5). (ms)

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