Lokalsport

Für Stete eine »Nagelprobe«

Für die beiden Spitzenteams aus Fernwald und Kinzenbach stehen am Wochenende in der Fußball-Verbandsliga Mitte reizvolle, aber auch schwere Duelle gegen Mannschaften aus der Universitätsstadt Marburg an. Die Elf von FSV-Trainer Karl-Heinz Stete empfängt heute den VfB Marburg, während das Team von SG-Trainer Oliver Dönges am Sonntag bei den Sportfreunden/Blau-Gelb Marburg auf dem Prüfstand steht. Im »Kellerduell« beim FC Dorndorf will sich der FC Gießen II mit einem Sieg etwas Luft im Kampf um den Klassenerhalt verschaffen.
26. Oktober 2018, 22:06 Uhr
Peter Froese
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Fernwalds Trainer Karl-Heinz Stete, rechts sein Co-Trainer Oliver Wiegel, sieht die Partie gegen den VfB Marburg als Nagelprobe für sein Team an. (Foto: fro)

Für die beiden Spitzenteams aus Fernwald und Kinzenbach stehen am Wochenende in der Fußball-Verbandsliga Mitte reizvolle, aber auch schwere Duelle gegen Mannschaften aus der Universitätsstadt Marburg an. Die Elf von FSV-Trainer Karl-Heinz Stete empfängt heute den VfB Marburg, während das Team von SG-Trainer Oliver Dönges am Sonntag bei den Sportfreunden/Blau-Gelb Marburg auf dem Prüfstand steht. Im »Kellerduell« beim FC Dorndorf will sich der FC Gießen II mit einem Sieg etwas Luft im Kampf um den Klassenerhalt verschaffen.

Steigerung nötig

FSV Fernwald – VfB Marburg (heute, 16 Uhr): Zuletzt hatte die Elf von Trainer Karl-Heinz Stete beim TSV Bicken mehr Mühe als ihr lieb war, ehe der 3:1-Erfolg unter Dach und Fach war. Gegen die vor der Saison zum Favoritenkreis gezählten »Schimmelreitern«, die mit acht Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz zur Hessenliga auf Rang sechs liegen, wird eine deutliche Leistungssteigerung nötig sein, wenn die Serie von bislang 15 Spielen ohne Niederlage weiter Bestand haben soll.

»Das wird ein völlig anderes Spiel wie in Bicken. Der VfB hat viel Qualität in seinen Reihen. Für uns wird es eine Nagelprobe werden, denn ich sehe den VfB trotz seiner schwankenden Ergebnisse auf Augenhöhe mit uns. Daher werden wir ›Erfahrung‹ auf den Platz bringen, denn am Ende können kleine Dinge entscheidend sein«, sagt Stete.

Personelles: Für Dominik Völk ist es nach seinem Außenbandanriss im Knie für das erhoffte Comeback noch zu früh. Auch Marco Filges und Nils Kitler müssen passen.

Sieg ist Pflicht

FC Dorndorf – FC Gießen II (Sonntag, 15 Uhr): Beim Gastspiel im Sportkreis Limburg trifft die Elf von Spielertrainer Gino Parson auf einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Nach fünf sieglosen Spielen in Folge wäre nun für den FC der richtige Zeitpunkt, um die Aufholjagd in Richtung gesichertes Mittelfeld zu beginnen.

»Nun kommen die Spiele gegen Mannschaften auf Augenhöhe, bei denen wir den Karren wieder in die richtige Richtung ziehen müssen. Unsere Leistung gegen Zeilsheim war gut. Allerdings unterscheidet uns vom SV, dass diese erfahrenen Teams der Liga aus ihren Möglichkeiten mehr Tore machen. Wir müssen daher an unserer Chancenverwertung arbeiten, denn Tore sind gut für den Kopf«, sagt Parson. Der FC-Trainer konnte den Kontrahenten aus Dorndorf bislang noch nicht selbst in Augenschein nehmen. »Wir müssen in der jetzigen Situation zuerst nach uns schauen und schnellstmöglich wieder in die Spur kommen«, erklärt Parson weiter.

Personelles: Parson selbst musste das Lauftraining am Dienstag abbrechen und wird erneut fehlen. Zudem fallen Michael Bathomene, der nach seiner Roten Karte gegen Dietkirchen für vier Spiele gesperrt ist, Raul Guzu (beruflich verhindert) sowie Heinz Stehle und Samuel Sesay (beide verletzt) aus.

Nicht nachlassen

Spfr./BG Marburg – SG Kinzenbach (Sonntag, 15.30 Uhr): Nach acht Siegen in Folge musste sich die SG beim 3:3 gegen den FV Biebrich 02 erstmals in dieser Saison mit einem Remis begnügen. »Der späte Ausgleich war zwar ärgerlich, dennoch bin ich mit der Leistung meiner Elf sehr zufrieden. Wir haben den Personalproblemen getrotzt und sind nach dem 1:2-Rückstand nicht auseinandergebrochen. Dies zeugt von einem Reifeprozess und dem gewachsenen Selbstvertrauen meiner Mannschaft«, blickt Dönges zurück. Beim Gastspiel erwartet der SG-Trainer alles andere als einen Selbstläufer. »Der Gegner hat sich nach anfänglichen Problemen mittlerweile gefangen und ist seit sechs Spielen ungeschlagen. Mit Clemens Haberzettl haben sie einen torgefährlichen Stürmer in ihren Reihen. Wir müssen die Fehler in der Vorwärtsbewegung minimieren, um den Gegner nicht zu seinem schnellen Umschaltspiel einzuladen und ins offene Messer zu laufen«, mahnt Dönges.

Personelles: Tommy Ried befindet sich noch im USA-Urlaub. Max-Peter Mohr hat sich in der Partie gegen Biebrich zwar nicht wie zunächst befürchtet einen Bänderriss zugezogen. Dennoch wird er nicht zur Verfügung stehen. Zudem fallen Hakan Güngör, Panagiotis Apostolou und Erkan Hasan (alle verletzt) aus. Der Einsatz von Emre Yener und Yannik Mohr (beide zuletzt krank) ist fraglich.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/sport/lokalsport-gaz/Lokalsport-Fuer-Stete-eine-Nagelprobe;art1434,505894

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