Lokalsport

Fünf heimische Teams marschieren vorneweg

Zweigeteilt kommt die Handball-Bezirksliga A der Männer nach dem zweiten Spieltag daher. Während sechs Teams noch verlustpunktfrei sind, konnten sechs weitere noch keinen Punkt einfahren. Nur für die HSG Wettenberg III (16:28 beim TV Hüttenberg III) und die SG Rechtenbach (31:26 über die HSG Marburg/Cappel) stehen sowohl ein Sieg als auch eine Niederlage zu Buche. Angeführt wird das Tableau von der HSG Großen-Buseck/Beuern, die sich zu einem 24:19-Sieg über die HSG Grünberg/Mücke mühte.
25. September 2017, 20:00 Uhr
Marc Steinert

Zweigeteilt kommt die Handball-Bezirksliga A der Männer nach dem zweiten Spieltag daher. Während sechs Teams noch verlustpunktfrei sind, konnten sechs weitere noch keinen Punkt einfahren. Nur für die HSG Wettenberg III (16:28 beim TV Hüttenberg III) und die SG Rechtenbach (31:26 über die HSG Marburg/Cappel) stehen sowohl ein Sieg als auch eine Niederlage zu Buche. Angeführt wird das Tableau von der HSG Großen-Buseck/Beuern, die sich zu einem 24:19-Sieg über die HSG Grünberg/Mücke mühte.

HSG Großen-Buseck/Beuern – HSG Grünberg/Mücke 24:19 (10:9): Einige Zeitstrafen und die frühe Rote Karte gegen Kreisläufer Andre Biedenkapp sorgten dafür, dass sich die Hausherren das Leben selbst schwer machten. Die Gäste aus Grünberg nutzen die zahlreichen Überzahlsituationen, um zunächst auszugleichen (4:4) und beim 7:6 sogar die Führung zu übernehmen. »Wir haben uns selbst aus dem Konzept gebracht und hatten zudem einige Ballverluste in unserem Spiel. Und auch unsere Wurfquote war alles andere als gut«, sagte Busecks Trainer Mario Foos. Dessen Team machte aus dem 10:11-Rückstand (33.) eine 15:13-Führung (42.) und setzte sich in der Folge langsam ab. Beim 20:16 (52.) war die Vorentscheidung gefallen, zumal die Deckungsreihe der Gastgeber nun deutlich besser stand. »Es war sicher kein schönes Spiel, aber auch solche Partien müssen gewonnen werden«, bilanzierte Foos.

Tore Gr.-Buseck/B.: Rigelhof (1), Harbach (8/3), J. Schneider (5), Hirschmann (2), L. Schneider (2), Fischer (1), Leger (2), Funk (2), Polat (1). – Tore Grünberg/M.: Janevic (8/6), Kaus (5), Schlüter (3), Holler (2), Halbich (1).

TSV Lang-Göns – TSV Södel 25:21 (12:12): Zweiter Saisonsieg für den Aufsteiger, zweite Niederlage für den Bezirksoberliga-Absteiger. In einer lange Zeit engen Partie gaben letztlich die stärkere Deckung und die personellen Alternativen den Ausschlag zugunsten der Jung-Truppe. Der erste Durchgang verlief völlig ausgeglichen, der 12:12-Pausenstand war die logische Konsequenz. Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts ließ der Aufsteiger zahlreiche Chancen liegen, während die routinierten Gäste Tor um Tor davonzogen. Nach dem 19:15 aus Södeler Sicht kam allerdings ein Bruch ins Spiel, Langgöns hatte mit einer Umstellung der Deckung Erfolg und kämpfte sich wieder heran (18:19, 47.). Da Södels bester Torschütze Thomas Roth in der 48. Minute dann mit der Roten Karte des Feldes verwiesen wurde, fehlte offensiv nun die Durchschlagskraft. So ließ Langgöns nach dem 19:21 (49.) keinen Treffer mehr zu und entschied die Partie noch zu seinen Gunsten. »Die Deckungsumstellung hat uns letztlich den Erfolg gebracht. Nur zwei Gegentore in den letzten 20 Minuten sprechen eine deutliche Sprache«, sagte der Langgönser Trainer Thomas Jung.

Tore Lang-Göns: Manderla (1), Pothmann (5/1), K. Beppler (3), F. Beppler (2), Tietböhl (5), Rompf (9/2). – Tore Södel: Hofmann (3), Tauchmann (1), Keller (1), Glas (2), Schiller (3), Roth (9/5), Schäfer (2).

Hüttenberg stellt Deckung um

MSG Linden II – HSG Lumdatal II 23:15 (10:6): Zweiter Erfolg für die MSG, die an die starke Leistung des 29:20-Sieges in Södel vor Wochenfrist allerdings nicht anknüpfte. »Es war wirklich ein Spiel auf unterstem A-Klasse-Niveau. Wir waren wirklich nicht gut, Lumdatal war aber – zumindest an diesem Abend – noch schwächer«, berichtete Lindens Trainer Bernd Wagner. Nur bis zum 3:2 durch Schlapp in Minute zehn konnten die Gäste eine Führung vorlegen. Danach übernahmen die Hausherren das Kommando und legten durch einen 5:0-Lauf eine 7:3-Führung (21.) vor. Dieser Vier-Tore-Vorsprung hatte auch zur Pause Bestand (10:6). Über das 14:8 (39.) zogen die Hausherren bis zur 50. Minute entscheidend auf 18:10 davon. »Das beste am Spiel waren die zwei Punkte«, sagte Wagner. »Wir hatten leider zahlreiche technische Fehler und Fehlwürfe. Zudem hat Lumdatal mit langen Angriffen agiert, wodurch kein richtiger Spielfluss aufkam.«

Tore Linden: T. Müller (2/2), Brauner (1), Vogel (4), Zammert (3), Schury (4/2), Adamczyk (4), Stöhr (5). – Tore Lumdatal: Dajovic (1), Schlapp (2), Goldmann (1), Borde (1), Metka (1), Gilbert (1), Bauer (2), M. Kuhl (4/3), Hahn (2).

TV Hüttenberg III – HSG Wettenberg III 28:16 (12:10): Eine Deckungsumstellung von Trainer Jan Michel gegen Ende der ersten Halbzeit war der Schlüssel für den zweiten Saisonsieg. Bis zur 19. Minute hatte die Wettenberger Truppe gut mitgehalten und nach dem Treffer von Julius Heisiph sogar eine 9:8-Führung inne. »Ich habe dann auf eine 3:2:1-Abwehr umgestellt, mit der die Wettenberger nicht zurechtkamen. Zudem hat meine Mannschaft dadurch auch endlich angefangen, sich in der Deckung zu bewegen«, berichtete TVH-Coach Michel. So drehte sein Team die Partie und nahm eine knappe 12:10-Führung mit in die Kabine. Da Torhüter Dennis Hepp nach dem Wechsel sein Tor vernagelte und die HSG einige Bälle in die Hüttenberger Abwehr spielte, setzten die Gastgeber bis zur 44. Minute zu einem 9:0-Lauf an. Damit waren die Fronten geklärt. »Wir haben auch im Angriff das Bällchen gut laufen lassen. Das sah zeitweise richtig gut aus«, sagte Hüttenbergs Trainer erfreut.

Tore Hüttenberg: Weber (2), Kinzenbach (1/1), L. Birkenstock (2), S. Birkenstock (3), Kummer (5), M. Birkenstock (1), Strippel (1), Christ (3), Braun (1), Schmidt (2), Simon (7/4). – Tore Wettenberg: Pioch (1), Edelmann (2), Schneider (2), Seck (2), Wingefeld (2), Heisiph (4), Kemper (1), Leib (2).

Bieber geht die Puste aus

HSG Gedern/Nidda – KSG Bieber 32:28 (14:14): Über weite Strecken gestaltete Bieber die Partie beim Favoriten offen, erst in der Endphase mussten die Bender-Schützlinge abreißen lassen. HSG-Coach Thorsten Dietzel war vor allem mit der Abwehrarbeit seiner Mannschaft nicht einverstanden. »Es war völlig egal, welche Deckungsvariante ich ausgewählt habe. Es ist uns nicht gelungen, Druck auf den Angriff Biebers aufzubauen«, sagte er. Die KSG, die nur mit zehn Spielern antrat, erwischte einen Blitzstart und lag nach fünf Minuten mit 4:1 in Front. Erst beim 7:7 (14.) konnten die Gastgeber ausgleichen, abschütteln ließ sich die Bender-Sieben aber nicht: Beim 13:10 durch Jan Kleefeldt führten die Gäste erneut mit drei Treffern, büßten diesen Vorsprung bis zur Pause aber wieder ein (14:14). In der zweiten Hälfte legte Gedern dann immer wieder eine Führung vor, erst zwischen der 54. und 57. Minute setzten sich die Hausherren entscheidend ab. »Neben der schwachen Deckungsleistung hat uns über weite Strecken die Konsequenz gefehlt«, sagte Dietzel.

Tore Gedern/N.: C. Dietzel (1), Eckhardt (7/1), Schmidt (3/2), Orth (4), Fladerer (7/2), M. Weber (10). – Tore Bieber: Steinbach (1), Reindl (1), Bender (4), R. Krauskopf (1), Kleefeldt (9/3), Keiner (4), K. Lange (3), Brück (1), Meier (4).

TSF Heuchelheim II – MSG Florstadt/Gettenau 37:22 (20:13): Zweites Spiel, zweiter Saisonsieg für die TSF, die gegen die MSG nur bis zur 7. Minute Probleme hatten. Nach dem 4:4 ließ ein 5:0-Lauf bereits erahnen, wie sich der weitere Spielverlauf gestalten würde. Zum Pausenpfiff führte die Pangborn-Truppe bereits mit sieben Treffern (20:13). Da die dezimierten Gäste aus Florstadt/Gettenau, bei denen sich sogar Trainer Steffen Greife selbst das Trikot überstreifen musste, schlicht nicht ebenbürtig waren, war die Partie schnell entschieden. Da den Gästen in der Schlussphase dann die Puste ausging, konnten die Heuchelheimer den Sieg nach 60 Minuten noch deutlicher gestalten. »Auch wenn es sich bei einem solch klaren Sieg und 37 Toren komisch anhört, so haben wir aber noch zahlreiche freie Chancen liegen lassen«, berichtet TSF-Coach Pangborn. »Aber insgesamt bin ich zufrieden, vor allem unsere 5:1-Deckung hat uns zahlreiche Ballgewinne eingebracht.«

Tore Heuchelheim: Peter (2), Lichert (4), Dönges (2), Hüttenberger (2), Weber (2), Bender (5), Bechlinger (3), Ebert (2), Lich (7/1), Weidner (4), Wagner (3), Ockenfels (1). – MSG Florstadt/G.: Stelz (1), Scholz (2), Lösche (4), Umsonst (4), Baumgartl (11/7).

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