16. März 2018, 20:51 Uhr

Freude über vorzeitigen Meistertitel

16. März 2018, 20:51 Uhr
Große Freude bei der TSG Leihgestern, die sich die Meisterschaft in der Handball-Bezirksoberliga sichern und somit den Aufstieg in die Landesliga perfekt machen (hinten, v. l.): Trainerin Trainerin Jonna Jensen, Anna Chiara Bock, Daniela Kunzig, Paulina van Wickern, Kristin Steinhaus, Isabelle Brauner, Sandra Penning, Alina Glitsch, Su Völkel, Olivia Reeh, Sina Pauli; vorne (v.l.): Andrea Schulz, Jasmin Clausius, Isabelle Faber, Katharina Schnabelt, Michelle Heller, Katharina Fina. (Foto: Vogler)

Die TSG Leihgestern hat vorzeitig die Rückkehr in die Handball-Landesliga der Frauen perfekt gemacht. Mit Mörlen schlug man am vergangenen Sonntag gleichzeitig den größten Konkurrenten, wenn man überhaupt von Konkurrenz sprechen kann. Ohne Punkverlust dominiert die TSG die Bezirksoberliga. Keine einzige Mannschaft schaffte es bisher, Leihgestern auch nur annähernd an den Rand einer Niederlage zu bringen. Dass das 26:23 gegen Mörlen die engste Partie der Saison war, bestätigt dies eindrucksvoll. »Nun gilt es, die Motivation hochzuhalten und auch die letzten Spiele erfolgreich zu bestreiten«, so TSG-Trainerin Jonna Jensen. Aber der Reihe nach.

Da es nach der letzten Saison vier Absteiger aus der Landesliga gab, musste die TSG überraschenderweise den bitteren Gang in die Bezirksoberliga antreten. Für die zweite Mannschaft bedeutete dies gleichzeitig den Abstieg in die Bezirksliga A. Was folgte, war ein Umbruch der ersten Mannschaft. Mit Trainerin Jonna Jensen und den Spielerinnen Olivia Reeh und Andrea Schulz von der SG Kleenheim gelang den TSG-Verantwortlichen ein echter Transfer-Coup. Die Favoritenrolle in der Bezirksoberliga war vor der Saison entsprechend schnell vergeben. Diese Rolle nahm die TSG an, der direkte Wiederaufstieg war das erklärte Ziel.

Eine sehr wichtige und nicht zu unterschätzende Komponente war jedoch erst einmal, »eine homogene Einheit und ein Team aus den vielen, guten Einzelkönnern zu formen«, so Jensen. Dies gelang der Trainerin, die zuvor bereits die zweite Mannschaft der SG Kleenheim trainierte und bis zur letzten Saison zudem noch selbst aktiv war. Ein weiterer Punkt war die hohe Trainingsbeteiligung und der Spaß am Spiel, »die Mädels ziehen super mit«. Nicht verwunderlich also, dass sich jede Spielerin noch einmal individuell weiterentwickelt hat im Laufe der Saison. Die TSG hat sich dadurch eine gewisse Flexibilität erarbeitet und ist nicht, wie vor der Saison von vielen vermutet, nur von zwei, drei Spielerinnen abhängig. »Egal, in welcher Konstellation wir auf der Platte standen, alle haben die Vorgaben des Trainer-Teams umgesetzt.«

Knapp 500 Tore in nur 14 Spielen (zwei wurden kampflos für die TSG gewertet) sprechen zudem eine eigene Sprache. Leihgestern wusste immer wieder, mit schnellem Spiel nach vorne zu begeistern. Die Offensive ist das Prunkstück und das Tempo für die Gegner nur schwer zu verteidigen. Verbesserungswürdig ist dagegen die Defensive: »Die Abwehr im Verbund klappt noch nicht so gut. Und unsere Torfrauen müssen ihr Potenzial noch besser abrufen«, so Jensen.

Rückschläge oder Tiefen der Saison zu erwähnen, fällt bei dieser makellosen Bilanz schwer. Dennoch gab es für Jensen zwei Spiele, die nicht nach Plan liefen. Da war zu einem das Hinspiel bei der HSG Hungen/Lich, was die TSG »nur« mit 21:26 gewinnen konnte. Bis zum Ende waren die Gastgeberinnen der Spielgemeinschaft hier auf Tuchfühlung (20:22, 52.). Zum anderen die Partie vom Wochenende gegen Mörlen, wo die TSG nicht in der Lage war, ihr Spiel zu spielen und der Partie einen Stempel aufzudrücken.

Was diese Saison noch spielerisch gelöst werden konnte und nicht schwer ins Gewicht fiel, kann nächste Saison bei Gegnern auf Augenhöhe anders aussehen.

Daher möchte Jensen das große spielerische Potenzial noch weiter ausreizen. »Ich möchte das Bestmögliche herausholen. Da sind wir in unserer Entwicklung noch nicht am Ende.« Ein Ziel für die neue Landesliga-Saison auszugeben, kommt derzeit aber noch zu früh. Der Ligaverbleib ist das Mindeste.

Die Planungen für die neue Saison laufen dagegen schon auf Hochtouren. Neuzugänge hat man im Auge und führt bereits Gespräche, eine »junge Linkshänderin für Rechtsaußen hat zugesagt, ansonsten wollen wir uns noch am Kreis, im Rückraum (Mitte) und im Tor verstärken«. Jensen hofft dabei, ihr Team möglichst früh zusammenzuhaben, um in der Vorbereitung den Grundstein für eine weitere erfolgreiche Saison zu legen. Man darf gespannt sein.

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