16. November 2018, 23:04 Uhr

Fehlstart für den SK 1858 Gießen

16. November 2018, 23:04 Uhr
Peter Rudolph vom SK 1858 Gießen. (Foto: Friedrich)

Nach dem zweiten Spieltag der Schach-Hessenliga sind mit Sfr. Emstal/Wolfhagen (6:2 gegen FTV Frankfurt) und Brett vorm Kopp Frankfurt (5,5:2,5 gegen den den SC Bad Nauheim) nur noch zwei Teams verlustpunktfrei. Einen Fehlstart in die Saison 2018/19 hatte hingegen der SK 1858 Gießen hingelegt. Der Auftaktpleite gegen Brett vorm Kopp folgte eine 3,5:4,5-Niederlage bei Schachfreunde Dettingen.

Sfr. Dettingen – SK 1858 Gießen 4,5:3,5: Mit den schwarzen Steinen böse unter die Räder kam am sechsten Brett Erwin Dios, der gegen den Dettinger Wolfgang Kraft (DWZ 1988) bereits nach 21 Zügen die Waffen streckten musste. Kaum besser machte es Routinier Thomas Sunder, der in seinem Altbenoni (1. d4 c5 2. d5 e5 usw.) seine stolze Dame (d6) als permanente Blockadefigur für den weißen Freibauern auf d5 zweckentfremdete. Die Dame fehlte dann natürlich an anderer Stelle, sodass Widerpart Philipp Bahlke die eigenen Schwerfiguren zu einem unparierbaren Mattangriff nutzte. Nicht von Erfolg gekrönt war das Hessenligadebüt von Neuzugang Mohammad Reza Fatemizadeh, der mit dem oberligaerfahrenen Routinier Wolfgang Bahlke (DWZ 2073) einen schweren Brocken erwischt hatte und verlor.

Wesentlich besser lief es für die Mittelhessen in der vorderen Bretthälfte. Fide-Meister Roger Derichs verfügte in der Englischen Symmetrievariante mit heterogener Rochadestellung über Druckspiel auf der f-Linie. Um Selbiges abzuschwächen, ließ sich Widerpart Werner Schönau (DWZ 2191) zur Radikallösung f7-f5 hinreißen, wodurch innerhalb von fünf Zügen gleich zwei schwarze Bauern über Bord gingen. Seinen guten Lauf setzte Peter Rudolph mit feiner Endspielbehandlung gegen Benjamin Sarköczy (DWZ 2104) fort. Gegen dessen Holländische Verteidigung (1. d4 f5 2. Sc3 Sf6 3. Lg5 usw.) stand der Gießener Vereinspräsident anfangs unter Druck, konnte sich später aber mit einem pfiffigen Damenscheinopfer befreien. Im Turm-Läufer-Endspiel nagelte Rudolph den schwarzen König auf der achten Reihe fest. Die daraus folgenden Mattdrohungen führten in der Konsequenz zu einem doppelten Bauerngewinn für Weiß.

Dem Kurzremis von Teamchef Thorsten Eckhardt gegen Roberto Stickler (DWZ 2091) bereits nach 15 Zügen folgte ein ebenso ausgekämpftes wie leistungsgerechtes Unentschieden von Peter Gerber im 55. Zug. Aus Gästesicht erfreulich, wenn auch nach dem Spielverlauf eher schmeichelhaft, war die Punkteteilung von Holger Burkhardt mit Schwarz gegen Dettingens Fide-Meister Berthold Rosenberger.

An diesem Sonntag (14 Uhr) empfängt der SK 1858 Gießen den haushohen Ligafavoriten Sfr. Emstal/Wolfhagen, dessen Kader mit einer Vielzahl ukrainischer und russischer Titelträger gespickt ist. Gespielt wird einmal mehr in den Räumen der Gesellschaft für soziales Wohnen in der Hannah-Arendt-Straße

Dettingen – Gießen 4,5:3,5: Brett 1: Schönau – FM Derichs 0:1; 2: Philipp Bahlke – Sunder 1:0; 3: Sarköczy – Rudolph 0:1; 4: FM Rosenberger – Burkhardt remis; 5: Stickler – Eckhardt remis; 6: Kraft – Dios 1:0; 7: Fatemizadeh – Wolfgang Bahlke 0:1; 8: Schnell – Gerber remis.

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