04. Februar 2020, 16:00 Uhr

Handball-Bezirksoberliga

Fehlerloser Auftritt von Spitzenreiter Hungen/Lich

Das war stark: Die Bezirksoberliga-Handballer der HSG Hungen/Lich haben das Topspiel gegen die HSG Mörlen mit 26:23 für sich entschieden.
04. Februar 2020, 16:00 Uhr
Frei durch ist Paul Dönicke, der beim 26:23-Sieg über die HSG Mörlen fünf Treffer für die HSG Hungen/Lich erzielt und hier den Kasten von Keeper Edwin Braun anvisiert. FOTO: FRIEDRICH

Die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III konnte sich in der Handball-Bezirksoberliga nur 24 Stunden der Tabellenführung erfreuen. Nach dem 26:25-Sieg der Dutenhofener am Freitag bei der HSG Wettertal zog die HSG Hungen/Lich nach und übernahm mit dem 26:23-Erfolg über die HSG Mörlen wieder die Führung. Hungen/Lich weist 26:6 Punkte auf, Dutenhofen/M. III 25:7. Dann folgten mit den zweiten Mannschaften der HSG Wettenberg (33:25 gegen Marburg/Cappel) und der HSG Kleenheim/Langgöns II (21:16 gegen die HSG Linden II) zwei Teams mit jeweils 24:8 Punkten. Nach der 19:21-Heimniederlage gegen die HSG Großen-Buseck/Beuern ist die HSG Dilltal bei nunmehr 20:12 Punkten aus der unmittelbaren Spitzengruppe herausgefallen. Die MSG Florstadt/Gettenau unterlag der SG Rechtenbach mit 19:24 und konnte nichts zur Verbesserung ihrer Lage tun. Schlusslicht TV Wetzlar bleibt weiter ohne Punkt. Gegen den Vorletzten MSG Kirchhain/Neustadt unterlagen die Wetzlarer mit 32:33 und haben nun schon sieben Punkte Rückstand zum Vordermann. Das ursprünglich für das kommende Wochenende vorgesehene Spiel zwischen Mörlen und Florstadt/Gettenau wurde auf den 9. April (Gründonnerstag) verlegt.

HSG Hungen/Lich - HSG Mörlen 26:23 (13:12): »Es war viel Dampf im Spiel«, berichtete Carsten Schäfer, Trainer der gastgebenden HSG, die sich diesen Sieg schwer erkämpfen musste. Über weite Strecken verlief die Partie ausgeglichen. »Alles in Ordnung«, befand hinterher Mörlens Trainer Philipp Petriesas, der aber einräumen musste: »Wir haben die ersten zehn Minuten verschlafen.« So führten die Gastgeber nach sechs Minuten 5:2, nach neun Minuten stand es 6:3 für die Hausherren, die den Vorsprung nach dem 8:5 (15.) aber nicht mehr halten konnten. Nachdem Jan Anhäuser den Treffer zum 11:9 (24.) für Hungen/Lich erzielt hatte, kamen die Mörler zur 12:11-Führung. Diesen Vorsprung gaben die Gäste aber schnell wieder ab und gingen mit einem Rückstand in die Kabine. Im zweiten Durchgang verlief die Partie zunächst auf Augenhöhe, ehe sich die Hausherren einen leichten Vorteil erarbeiten. In der 35. Minute führte Hungen/Lich mit 16:14, in der 40. Minute lag die Mannschaft bereits mit 20:17 vorn. In der 50. Minute lautete der Spielstand 22:20, ehe Anhäuser und Johannes Kreß den Vorsprung für Hungen/Lich auf 24:20 (53.) ausbauten und damit ihrer Mannschaft einen Vorteil für die Schlussphase verschafften. Doch es wurde noch einmal spannend. Mörlen kam noch einmal auf 23:24 (57.) heran, ehe Alexander Diehl und Anhäuser mit den Hungener Treffern 25 und 26 alle Zweifel am Erfolg ihrer HSG beseitigten. Ein verdienter Sieg für die Gastgeber, für den Philipp Petriesas einen einfachen Grund nannte: »Hungen/Lich hat ohne Fehler gespielt. Das war für uns tödlich.« Eine Einschätzung, die auch Carsten Schäfer teilt. - Tore, Hungen/Lich: Dönicke (5), Anhäuser, Kreß, Hahn (je 4), Stania (3), Macht, Menges (je 2), Diehl, Kümpel (je 1). - Mörlen: Bernhard Dietz (7/1), Max Breitenfelder (5), Sebastian Dietz (4/1), Daniel Birkenstock (3), Christian Birkenstock, Berger, Otto, Langsdorf (je 1).

Viehmann und Wallendorf stark

MSG Florstadt/Gettenau - SG Rechtenbach 19:24 (12:12): Rechtenbachs Trainer Christian Kunz freute sich riesig über den Erfolg; es war der dritte Auswärtssieg hintereinander. »Wir waren die bessere Mannschaft und haben absolut verdient gewonnen«, gab er zu Protokoll und hob zwei Spieler besonders hervor: »Im Angriff hat Julian Viehmann aus allen Lagen getroffen, die Abwehr stand ›bombe‹, und wenn nicht, hatten wir mit Luca Wallendorf einen bärenstarken Schlussmann.« An der gegnerischen Deckung bissen sich die Florstädter nach der Pause in der Tat die Zähne aus. Im ersten Spielabschnitt verlief die Partie aber weitgehend ausgeglichen. Mehrfach lagen die Rechtenbacher mit zwei Treffern in Front, doch immer wieder schaffte die MSG den Gleichstand. Das ging bis zur 41. Minute, als Christoph Schildger mit dem Tor zum 15:15-Ausgleich den für neun Minuten lang letzten Treffer für die Gastgeber erzielte. In dieser Zeit kamen die Gäste durch Julian Viehmann, Bastian Schmidt (je 2), Tim Langsdorf und Daniel Böhm zu sechs Toren hintereinander - 21:15. Florstadt/Gettenau verkürzte zwar wieder bis zur 54. Minute auf 18:21, doch die Schlussphase gehörte wieder der SG Rechtenbach. - Tore, Florstadt/Gettenau: Peppler (6), Baumgartl (5), Schildger (3), Greife (2), Wolf (1/1), Stewen, Potschka (je 1). - Rechtenbach: Viehmann (9), Schmidt (5), Böhm (3), Molling (2), Kaluza, Frosch, Langsdorf, Trum, Diehl (je 1).

HSG Dilltal - HSG Großen-Buseck/Beuern 19:21 (10:12): »Wenn wir den Gegner auf 21 Toren halten, müssen wir das Spiel gewinnen«, ärgerte sich Dilltals Trainer Peter Küster hinterher. »Uns sind zu viele technische Fehler unterlaufen, und der Rückraum war heute ein Totalausfall«, musste der Coach einräumen. Logischerweise ging Sven Hohaus, der Trainer der Busecker, mit einem anderen Gefühl aus dieser Partie. Es war sein erster Sieg bei seinem neuen Klub, den er in der Weihnachtspause übernommen hatte, und der wurde bei einer Mannschaft aus der Spitzengruppe eingefahren. »Das war eine kämpferisch starke Leistung«, sagte der Gästecoach, der ergänzte: »Die Deckungsarbeit war richtig gut.« Allerdings hatte die HSG Großen-Buseck/Beuern hart dafür arbeiten müssen, ehe der Erfolg feststand. Auf jeden Fall kam der Gast besser aus den Startlöchern. Nach 13 Minuten lagen die Busecker mit 6:2 vorn, wobei allein drei Treffer auf das Konto von Lukas Foos gingen. Nach und nach kamen die Hausherren besser ins Spiel. Es dauerte aber bis zur 27. Minute, ehe Dilltal durch Nils Malo zum 10:10-Ausgleich kam. In den verbleibenden Minuten trafen Marius Edelmann und Foos für die Busecker. Das bedeutete, dass die Gastgeber erneut einem Rückstand hinterherlaufen mussten. Doch Dilltal drehte das Spiel zum 15:13, gab diese Führung dann wieder aus der Hand. Nach dem 17:17 (48.) zog der Gast auf 19:17 davon und rettete den Vorsprung bis ins Ziel. - Tore, Dilltal: Funke (7/1), Heer (3/1), Müller, Christoph Ulm, Kohlmei (je 2), Malo, Pöchmann, Weiß (je 1). - Großen-Buseck/Beuern: Foos (6), Edelmann (5), Stein (4/4), Biedenkapp (3), Harbach, Hirschmann, Funk (je 1).

HSG Wettenberg II - HSG Marburg/Cappel 33:25 (15:14): Eine klare Sache, aber erst in der Schlussphase. Die Wettenberger trafen auf eine erwartet starke Marburger Mannschaft. »Wir haben 45 Minuten lang Schwierigkeiten gehabt«, berichtete Trainer Dragan Nenad, der bemängelte, dass seine Mannschaft phasenweise »ohne Kopf« gespielt habe. In der ersten Halbzeit verlief das Spiel ausgeglichen. So stand es nach einer Viertelstunde 6:6. Nach 19 Minuten führte der Gast sogar mit 9:7, eine Minute später mit 10:8, ehe Daniel Schmitz und Florian Weidner den Gleichstand herstellten. Mit einem knappen Vorsprung für die Gastgeber ging es in die Pause. Fünf Minuten nach Wiederbeginn stand es 18:18, ehe Weidner, Schmitz, Marc Stroh und Tobias Henkel bis zur 42. Minute eine 22:18-Führung für Wettenberg II herauswarfen. Das war der Durchbruch, denn im weiteren Verlauf der Partie kamen die Gäste nicht näher als zwei Treffer heran. Nach dem 24:22 (46.) drehten die Hausherren noch einmal auf. Fünf Minuten vor dem Ende hieß es 30:23 für Wettenberg II. - Tore, Wettenberg II: Henkel (9/5), Weidner (7), Schmitz (6), Marc Stroh (3), Büsse, Quurck (je 2), Schulcz, Michel Wingefeld, Gerisch, Sascha Kreutz (je 1). - Marburg/Cappel: Schuster (10/5), Lumm (4), Prinz, Flothow, Purschke (je 3), Romeike, Poppinga (je 1).

Jens Elsner hat nichts verlernt

HSG Kleenheim-Langgöns II - HSG Linden II 21:16 (6:6): In der ersten Halbzeit kochten beide Mannschaften auf Sparflamme. Jeder Seite gelangen in diesem Abschnitt nur sechs Treffer. »Unser Torwart Jens Elsner zeigte über das ganze Spiel eine sehr gute Leistung«, lieferte Kleenheims Trainer Micha Wiener einen Grund. »Eine sehr gute Abwehr- und Torhüterleistung«, bescheinigte Lindens Trainer Conrad Melle auch seinem Team. »In der ersten Halbzeit hat uns jedoch vorn die Effektivität gefehlt, was aber auch an der starken Kleenheimer Torhüterlegende Jens Elsner lag«, bestätigte Elsner seinen Kollegen auf Kleenheimer Seite. Ereignisarm verlief also der erste Abschnitt. Nach der Pause verschoben sich allerdings die Kräfteverhältnisse zugunsten der HSG Kleenheim-Langgöns. »In der zweiten Halbzeit sind insbesondere Niklas Klarner und Sebastian Henze zu erwähnen«, erklärte Wiener, »sie zeigten sowohl im Angriff als auch in der Abwehr eine starke Leistung.« Und so zogen die Kleenheimer nach Wiederbeginn unaufhaltsam davon. »In der zweiten Halbzeit haben die Jungs aufopferungsvoll gekämpft, jedoch ist uns zum Ende die Kraft ausgegangen«, sagte der Lindener Coach. 16 Treffer waren am Ende doch zu wenig, um in diesem Spiel bestehen zu können. - Tore, Kleenheim: Henze (7/2), Klarner (5), Faatz, Eckhardt-Helmes (je 3), Keßler (2), Drubig (1). - Linden II: Adamczyk (6), Hirzmann (4), Höhn (3), Rüdesheim (2), Rühl (1).

Schlagworte in diesem Artikel

  • Daniel Böhm
  • Diehl
  • HSG Hungen/Lich
  • HSG Mörlen
  • HSG Wettenberg
  • Handball
  • Happy smiley
  • MSG Florstadt/Gettenau
  • Harold Sekatsch
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 10 / 2: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.