02. September 2019, 07:00 Uhr

FSV Fernwald

FSV Fernwald setzt weiter auf Benjamin Lock als Trainer

Auch wenn der FSV Fernwald im sechsten Spiel nach dem Wiederaufstieg in die Fußball-Hessenliga sieglos bleibt - die Verantwortlichen wollen Benjamin Lock als Trainer eine Chance geben.
02. September 2019, 07:00 Uhr
Will trösten: Trainer Benjamin Lock (l.) und FSV-Akteur Dominik Völk. (Foto: fro)

Nach der Trennung von Trainer Karl-Heinz Stete hatte der bisherige Co-Trainer Benjamin Lock die Betreuung des Hessenligisten FSV Fernwald in der vergangenen Woche übernommen. Die erste Partie unter dem Interimstrainer ging für den Tabellenletzten erneut verloren (0:3 gegen den FV Bad Vilbel). Auf Nachfrage dieser Zeitung erklärten Marco Semlitsch und Günter Hühn, dass es derzeit keine Überlegungen in Richtung eines neuen Trainers gebe. »Unser Trainer heißt bis auf weiteres Benjamin Lock. Wir haben Signale aus der Mannschaft erhalten, dass sich die Spieler eine längerfristige Zusammenarbeit mit ihm vorstellen können. Benjamin macht eine sehr gute Trainingsarbeit und hat eine gute Ansprache zu den Spielern. Daher bewerten wir die 0:3-Niederlage gegen den FV Bad Vilbel nicht über, denn nach lediglich zwei Trainingseinheiten waren die Möglichkeiten auch für ihn begrenzt«, so Semlitsch. Auf die Nachfrage, was denn der Begriff »bis auf weiteres« bedeute, sagte Hühn: »Benjamin Lock wird in der kommenden Woche das Training leiten und beim Spiel in Dreieich auf der Bank sitzen. Wenn wir natürlich weiterhin ständig verlieren, müssen auch wir uns nochmals Gedanken machen«.

Unter der Leitung von Lock waren zwar vor der Pause gute Ansätze im Defensivverhalten erkennbar, doch nach dem Seitenwechsel folgte wie so oft der Einbruch. Insgesamt war die Leistung beim 0:3 (0:0) gegen den FV Bad Vilbel nicht hessenligatauglich. »Wir haben uns für unseren Aufwand in der ersten Halbzeit nicht belohnt. Nach den beiden Nackenschlägen zum 0:1 und 0:2 sind die Köpfe nach unten gegangen. Wir müssen die Situation annehmen wie sie ist«, sagt Lock, dessen Elf weiterhin das Tabellenende ziert.

Der Interimstrainer nahm gegenüber der 2:4-Derbyniederlage in Waldgirmes nur eine Änderung in der Startelf vor. Für den privat verhinderten Felix Erben rückte Rafael Szymanski wieder ins Sturmzentrum der Fernwälder. Den Hausherren war der Wille, den Bock der Negativerlebnisse der vergangenen Wochen umzustoßen, anzumerken. Nach einer Vorlage von Nicolas Strack gab Kevin Bartheld bereits nach wenigen Sekunden einen ersten Warnschuss auf das FV-Tor ab (1.). Auch in den Zweikämpfen versuchten die FSV-Spieler mehr Präsenz zu zeigen. Leidtragender war Gästespieler Farid Affo, der nach einem Luftkampf mit Ufuk Ersentürk mit einer Platzwunde und einem ausgeschlagenen Zahn ins Krankenhaus transportiert werden musste (5.). Die Gäste hatten in einer an Höhepunkten armen ersten Halbzeit durch einen Freistoß von Maximilian Brauburger (15.) und einen Distanzschuss von Thorben Knauer (23.) erste Chancen.

Auf der Gegenseite verfehlte Nicolas Strack das FV-Tor nach einem Zuspiel von Louis Goncalves knapp (32.). Da Kevin Bartheld einen Distanzschuss über die Latte donnerte (42.) ging es torlos in die Pause. Der FSV hatte bis zu diesem Zeitpunkt bei hochsommerlichen Temperaturen zwar ein hohes Maß an Laufbereitschaft an den Tag gelegt, ohne allerdings den Mut zum Risiko zu gehen. Auch wenn in dieser Phase vieles auf ein typisches 0:0-Spiel hindeutete, musste man befürchten, dass die Kraft der Hausherren nicht reichen könnte.

Bereits zwei Zeigerumdrehungen nach Wiederanpfiff brach das Unheil über die leidgeprüften Hausherren herein. Einen harmlosen Flankenball von Zino Zampach klatschte FSV-Keeper Stephen Jäckel vor die Füße von Maximilian Brauburger, der dankend zum 1:0 für die Gäste einschob (47.). Nun war die Verunsicherung wieder greifbar. Routinier Dominik Völk brachte Thorben Knauer in Schussposition, doch diesmal war Jäckel auf dem Posten (50.). Nach einem genialen Pass von Louis Goncalves bot sich dem freistehenden Rafael Szymanski die große Chance zum Ausgleich. Der letztjährige Verbandsliga-Torschützenkönig wirkte nach seiner Verletzung aus dem Pokalspiel in Burg noch nicht fit und donnerte das Leder mit Gewalt übers Tor (60.).

Nach einem wiederholt zu kurzen Rückpass von Dominik Völk überlief Brauburger den um Rettung bemühten Jäckel. Den anschließenden Querpass drückte Zino Zampach zum 2:0 für den FV ins leere FSV-Tor (64.). Ufuk Ersentürk hatte nach einem Bartheld-Eckstoß zwar nochmals die Chance zum Anschlusstreffer, doch das Leder landete auf dem Tornetz (79.). Nach einem Foulspiel von Julian Bender an Aljoscha Atzberger schoss FV-Spielführer Thorben Knauer den fälligen Strafstoß neben das Tor. Malte Simon hatte nach dem Elfmeterpfiff gemeckert und die Ampelkarte gesehen (86.). Die Gäste hatten aber noch einen Pfeil im Köcher und erhöhten durch Maximilian Brauburger auf 3:0 (89.).

FSV Fernwald: Jäckel - Fischer, Bender, Völk, Simon, Geisler (ab 80. Mohr), Goncalves, Bartheld, Ersentürk, Strack, Szymanski.

FV Bad Vilbel: Sememy; Tochihara, Saso, Dananovic (ab 78. Atzberger), Brauburger, Knauer, Emmel, Alik, Grüter, Huwa, Affo (ab 5. Zampach/ab 80. Biehrer).

Im Stenogramm: Tore: 0:1 (47.) Brauburger, 0:2 (65.) Zampach, 0:3 (89.) Brauburger. - Schiedsrichter: Scotece (Mörfelden-Walldorf). - Z.: 180. - Gelb-Rote Karte: Simon (86.) wegen Meckern. - besondere Vorkommnisse: Knauer verschießt Strafstoß (86.).

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