19. Juli 2019, 16:00 Uhr

Vor der Saison

FSG Wettenberg: »Für Panz gehen die Jungs durchs Feuer«

Nach dem Durchmarsch startet die FSG Wettenberg heuer schon wieder eine Klasse höher. Kann der Verein die Aufbruchstimmung auch in der Gruppenliga nutzen?
19. Juli 2019, 16:00 Uhr
Die FSG Wettenberg vor der Saison (hinten, v. l.): Sydney Ngozi Ottah, Leon Mattig, Florian Valentin, David Hovestadt, Paul Reger, Sam Henrich, Peer Allendörfer; (Mitte, v. l.): Uwe Pfaff (Beisitzer FSG), Elmar Martin (Vorsitzender FSG), Willi Klein (Vorsitzender Wißmar), Yasin Kara, Luis Graulich, Tim Stephan, Adil Hamidovic, Patrick Leibold Meid, Maximilian Lorz, Moritz Panz, Berkan Genc, Christian Wagner (Pressewart), Heiko Klingelhöfer (Torwarttrainer), Bastian Panz (Trainer), Thomas Dapper (Betreuer), Kai Fechler (Sportlicher Leiter); (vorne, v. l.): Moritz Petzold, Lukas Panz, Mykhalo Bilenkyy, Steffen Moritz, André Schreiner, Kevin Hess, Maximilian Fries, Andree Heimer. Es fehlen: Leo Blumrich, Leon Walpert, Marvin Maesser und Dirk Petzold (Co-Trainer). (Foto: fro)

Nach zwei Aufstiegen in Folge betritt die FSG Wettenberg in der Gruppenliga erneut Neuland. Trotz eines kleinen Budgets, aber mit einer gehörigen Portion Kameradschaft wollen Trainer Bastian Panz und Co. sich der Aufgabe Klassenerhalt stellen.

Die aktuelle Situation: Nach der Meisterschaft in der A-Klasse erfolgte in der Vorsaison der Durchmarsch bis auf Platz zwei der Kreisoberliga, der für die Relegation zur Gruppenliga berechtigte. Hier durchlebten die Spieler aus Krofdorf, Wißmar und Launsbach ein Wechselbad der Gefühle, ehe nach den Entscheidungen in den höheren Ligen auch bei der FSG der zweite Aufstieg in Folge bejubelt werden durfte. »Die Jungs haben den Aufstieg sportlich erreicht und nun verdient, sich erneut in einer höheren Liga zu beweisen. Bei der FSG herrscht Aufbruchsstimmung. Wir haben mehr als 40 Leute im Training, die alle einen Bezug zu Wettenberg haben«, erläutert der Sportliche Leiter der FSG, Kai Fechler.

Kommen/Gehen: Die FSG ist in der glücklichen Lage, dass man kaum Abgänge zu verzeichnen hat. Das Vertrauen gilt der jungen Truppe, die seit zwei Jahren auf einer Welle des Erfolges schwimmt. »Wir bauen seit Jahren auf unsere gute Jugendarbeit. Dies ist ein großes Pfund, was wir in unserer Hand haben und mit lizenzierten Jugendtrainern aktiv fördern. Als Zugänge konnten wir mit Yasin Kara, Steffen Moritz, Marco Kreutz, Philipp Schäfer, Archia Alaie und den beiden Eigengewächsen Berkan Genc und Luis Graulich ausnahmslos in Wettenberg wohnhafte Spieler gewinnen«, freut sich Fechler.

Stärken/Schwächen: »Wir haben eine sehr junge Truppe, der es in der einen oder anderen Situation an Erfahrung fehlt. Die Jungs wollen die Vorgaben ihres Trainers stets umsetzen und alles spielerisch lösen. Das selbständige Agieren, bei dem der Ball einfach mal aus der Gefahrenzone gedroschen wird, fehlt noch. Zudem besitzen wir keinen erfahrenen Kopf, der ein Spiel lesen und dann entsprechend reagieren kann«, beschreibt Fechler die Defizite der Elf. »Unser Plus ist der absolute Wille, ein Spiel gewinnen zu wollen. Unsere Spieler haben viel Geschwindigkeit und einen stetigen Drang nach vorne. Wir gewinnen lieber 6:5 anstatt 1:0. Vielen unserer Spieler ist das Fußballspielen in die Wiege gelegt worden. Sie sind körperlich fit, weil sie nebenbei an sich arbeiten. Wir spielen gradlinig nach vorne und sind meist mit ein bis zwei Kontakten vor dem gegnerischen Tor«, hebt Fechler die positiven Aspekte des FSG-Teams hervor.

Umfeld/Trainer: Bastian Panz war zuvor B-Junioren-Trainer im Verein und kennt seine Jungs seit vielen Jahren. »Er lebt die Philosophie des Vereins mit und fordert und fördert unsere heimischen Talente. Er ist ein akribischer Arbeiter und legt großen Wert auf Kameradschaft. Die geselligen Runden nach den Spielen bei uns sind legendär. Er zieht die Jungs in seinen Bann, und die würden für ihren Trainer durchs Feuer gehen«, beschreibt Fechler den Schullehrer. Ein Spielerrat bestimmt innerhalb der FSG mit und ist mit Rechten, aber auch mit Pflichten ausgestattet. »Bei uns bauen die Jungs den Platz noch selber auf und sind für ihr Spiel- und Trainingsgerät verantwortlich. Bastian Panz wird von Dirk Petzold als Co-Trainer unterstützt. Patrick Schreiter betreut die zweite Mannschaft, während Alexander Kessler, Thomas Dapper und Marcel Wagner dem dritten FSG-Team vorstehen. Es gibt keine Trennung im Verein, alle trainieren gemeinsam. Dadurch gewährleisten wir, dass alle Akteure spielen und uns kein Spieler verloren geht«, so Fechler. »Wir verfügen für alle drei Teams über ein kleines Gesamtbudget. Bei uns bekommt kein Spieler Kohle, alles basiert auf freiwilliger Basis. Wir punkten bei Spielern und Gönnern mit Kleinigkeiten wie den bezahlten Busfahrten zu den Auswärtsspielen, den regelmäßigen Kabinenfeiern und kleinen Aufmerksamkeiten wie z. B. ein Mannschaftsbild für unsere Sponsoren«, erläutert Fechler.

Prognose: Mit dem in den letzten Jahren gewonnenen Selbstvertrauen und der Euphorie des Aufstieges kann die Panz-Elf durchaus wieder zu einer Überraschungsmannschaft werden. »Wir sind ein Ortsverein, der trotz des Erfolges nicht abheben, sondern bodenständig bleiben will. Bei uns gilt der Grundsatz »Alles kann, nichts muss«. Ich sehe unsere Elf auf einem guten Niveau und würde mir wünschen, wenn wir uns dauerhaft auf einem gesicherten Mittelfeldplatz etablieren könnten. Das Ziel ist der Ligaerhalt. Wenn es dafür nicht reichen sollte, ist bei uns keiner böse. Wichtig ist, dass wir auch im Falle eines Abstieges das Gewonnene im Verein nicht verlieren«, sagt Fechler.

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