14. Januar 2019, 07:00 Uhr

Fußball

FC Gießen will seinen Vorsprung vergolden

Das Projekt Regionalliga-Aufstieg geht für den FC Gießen in die heiße Phase: Heute startet der Fußball-Hessenligist in die Vorbereitung. Ende Januar geht’s ins Trainingslager in die Türkei.
14. Januar 2019, 07:00 Uhr
Johannes Hofmann und sein FC Gießen bereiten sich in Kinzenbach auf die Restrunde vor und wollen dort den Grundstock für den Regionalliga-Aufstieg legen. (Foto: Friedrich)

Mindestens zwei Aufstiege sollen im heimischen Raum im Frühsommer gefeiert werden: Der des FC Gießen in die vierte Liga und die Hessenliga-Rückkehr des FSV Fernwald. Dass Kinzenbach ebenfalls Aufstiegschancen besitzt, gleicht einer Sensation. Der Überblick zum Start der Vorbereitung.

 

FC Gießen

Zwölf Spiele noch bis zur Regionalliga – bei acht Zählern Vorsprung und der bisher souveränen Spielweise der Gießener rechnet jeder fest mit dem Aufstieg des FC. »Das ist absolut die größte Gefahr«, sagt Trainer Daniyel Cimen, der seine Mannschaft heute um 16 Uhr in Kinzenbach erstmals zum Training bittet. »Das Polster, das wir auch durch die Ausrutscher der Konkurrenz haben, sollte für uns Motivation sein, so weiter zu arbeiten und in Ginsheim auf den Punkt voll da zu sein.«

Am 24. Februar geht’s für die Rot-Weißen beim aktuellen Tabellenachten VfB Ginsheim weiter. Die Vorbereitung wird komplett auf dem Kunstrasen in Kinzenbach absolviert – weil jeweils schon um 16 Uhr trainiert wird, überschneiden sich die Zeiten mit der heimischen SG nicht. Vom 26. Januar bis zum 2. Februar fliegt der FC-Tross zudem in die Türkei ins einwöchige Trainingslager. »Nah beieinander sein, intensiv trainieren, viele Gespräche führen«, verspricht sich Cimen davon.

Testspiele gibt’s unter anderem bei der SG Kinzenbach (19.1., 14 Uhr), beim FSV Fernwald (13. 2., 19 Uhr) und beim SC Waldgirmes (16. 2., 14.30 Uhr). Sicher ausfallen wird zum Rückrundenstart nur Stoßstürmer Markus Müller (Nieren-OP). Da der Trainer mit der Rückkehr von Oliver Laux, Johannes Hofmann, Christopher Schadeberg und Damjan Marceta rechnet, setzt er auf den Konkurrenzkampf. Verschärft wird dieser durch die Verpflichtung des regionalligaerfahrenen Erdinc Solak. Zu weiteren potenziellen Verstärkungen sagt Cimen: »Wir müssen nicht, könnten aber.«

 

SC Waldgirmes

Eine Woche später legen die Lahnauer mit dem Training los (20. 1.), beginnen die Restrunde in der Hessenliga auch erst am 2. März beim FC Ederbergland. Mit 33 Zählern und Platz fünf ist der SC Waldgimres dem anvisierten Klassenerhalt in der Hessenliga schon nahe, »erstes Ziel sind die 40 Punkte«, sagt Trainer Daniyel Bulut. Um noch ganz vorne anzugreifen, ist der Abstand mit zwölf Punkten auf Alzenau zu groß. »Wir haben noch tolle Spiele mit dem Heimspiel gegen Fulda oder den Gastspielen in Alzenau und Kassel«, freut sich Bulut. In den Tests geht es gegen starke lokale Konkurrenz: Stadtallendorf, Gießen, Fernwald und Kinzenbach warten unter anderem.

Beim zuletzt mit einem Kreuzbandriss, Meniskusriss und Knorpelschaden ausgefallenen Stürmer Kouami Edem D’Almeida hat der Coach wenig Hoffnung: »Ich glaube nicht, dass er diese Saison noch zum Einsatz kommt.« Realistischer erscheint da ein Comeback von Jafar Azizi. Im Kader soll es keine Veränderungen geben, auch Tolga Duran, der eine Anfrage von Stadtallendorf hatte, wird aller Voraussicht nach bleiben.

 

FSV Fernwald

Mit dem regionalligaerfahrenen Dominik Völk will der FSV Fernwald seinen Sieben-Punkte-Vorsprung in der Restrunde der Verbandsliga Mitte verteidigen. »Er ist nach seinem Außenbandriss im Knie gefühlt wie ein Neuzugang«, sagt Trainer Karl-Heinz Stete. Völk, der in den letzten beiden Spielen schon wieder 90 Minuten auflief, soll dabei helfen, dass künftig »ein paar Gegentore weniger fallen«. Weil der FSV auch einen enormen Offensivdrang besitzt (83 erzielte Tore), fielen im Schnitt bisher 5,5 Tore pro Partie. Ab dem 21. Januar legt Fernwald den Grundstock für die geplante Hessenliga-Rückkehr. Dabei sind alle Mann an Bord. Gleich sieben Testspiele sind bis zum Start am 24. Februar bei der TSG Wörsdorf angesetzt, darunter das Heimspiel gegen den FC Gießen (13. 2., 19 Uhr).

 

SG Kinzenbach

Schon gestern startete die SGK in die Vorbereitung. »Wir wollen topfit in die Restrunde gehen«, erklärt Trainer Oliver Dönges, der im Winter schon mehrmals auf einen möglichen Hessenliga-Aufstieg angesprochen wurde. Platz zwei steht zur Winterpause zu Buche, allerdings ist die Konkurrenz groß, selbst bei Platz zwei würde noch die schwere Aufstiegsrunde warten. »Wir haben gleich zu Beginn drei sehr schwere Spiele. Wenn wir die einigermaßen überstehen, können wir mal schauen«, sagt Dönges und spricht auf die Partien in Zeilsheim (4.), gegen den VfB Marburg (5.) und in Schwanheim (9.) an. Verlassen haben Kinzenbach drei Spieler aus dem erweiterten Kreis: Leon Mendez, Kadri Taskin und Tim Kutscher.

 

FC Gießen II

Acht Punkte Rückstand auf den ersten sicheren Nichtabstiegsplatz gilt es für die Mannschaft von Trainer Gino Parson aufzuholen – »ich weiß, dass wir zulegen müssen. Aber wir haben eine schlagkräftige Truppe.« Der Gießener setzt auf die Rückkehr von Akteuren wie Moritz Schmandt, Timo Schmidt, Mike Bathomene oder Dennis Schlecht. Zudem wurde der in der Region bekannte Stürmer Natnael Tega verpflichtet. »Mit ihm haben wir einen Knipser vorne drin.« Parson hat seinem Team für den Winter einen Laufplan mitgegeben:»Wir müssen athletischer werden«. Trainingsstart ist am 21. Januar, die Vorbereitung wird auf dem Kunstrasen in Watzenborn-Steinberg absolviert. Im Test geht’s unter anderem gegen den VfB Marburg (12.2., 19.30 Uhr, in W.-Steinberg).

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