06. Oktober 2018, 07:00 Uhr

Fußball

FC Gießen will Ausrutscher korrigieren

Der Abschluss der englischen Woche in der Fußball-Hessenliga hält für Ligaprimus FC Gießen heute das Heimspiel gegen den Hünfelder SV bereit. Eine Aufgabe, die es in sich hat.
06. Oktober 2018, 07:00 Uhr
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Von Peter Froese
Bestes Fußballwetter soll es heute geben, so dass der FC Gießen im heimischen Waldstadion im Spiel gegen den Hünfelder SV wieder auf eine stattliche Kulisse hoffen darf. (Foto: Friedrich)

Während sich der FC Gießen vor heimischem Publikum im Waldstadion gegen den Hünfelder SV für die am Mittwoch in Eddersheim erlittene erste Saisonniederlage rehabilitieren will, ist der SC Waldgirmes der erste Gegner der SG Barockstadt Fulda/Lehnerz, nachdem die Osthessen ihren bisherigen Trainer Alfred Kaminski entlassen haben (diese Zeitung berichtete). Gegen den SC wird erstmals der bisherige B-Junioren-Trainer und frühere Co-Trainer von Kaminski, Sedat Gören, auf der Bank der SG Platz nehmen.

FC Gießen – Hünfelder SV (heute, 15 Uhr): Daniyel Cimen konnte seiner Elf nach dem 0:1 in Eddersheim keine Vorwürfe machen, denn der FC war spielerisch überlegen, erarbeitete sich zahlreiche beste Chancen – einzig die »Hütte« wollte die torgefährlichste Offensive der Liga erstmals in dieser Saison nicht treffen. »Wir hatten acht bis zehn Großchancen, so dass man eigentlich von einem tollen Auswärtsspiel sprechen kann. Die englische Woche bietet zum Glück gleich die Gelegenheit, die Scharte wieder auszuwetzen. Der SV besticht durch seine Abwehrstärke und ist nach uns das zweitbeste Defensivteam der Liga. Die Hünfelder sind gegen Fulda/Lehnerz und Hessen Kassel ohne Gegentor geblieben und werden auch für uns eine harte Nuss darstellen«, imponiert Cimen die bisherige Leistung des Tabellenzehnten. »Wir haben unsere Spieler auf die Stärken und Schwächen des SV vorbereitet und werden ansonsten die gleichen Abläufe wie im bisherigen Saisonverlauf vollziehen«, lässt Cimen keinen Zweifel daran, dass er die drei Punkte auf der Habenseite verbuchen möchte.

Matthias Henn (Teilabriss im Sprunggelenk), Serkan Pancar (Steißbeinprellung) und Christopher Schadeberg (Knochenödem) fallen aus. Noah Michel hat das Training wieder aufgenommen, ist aber aufgrund seines Trainingsrückstandes noch kein Thema. Auch bei Oliver Laux will Cimen abwarten, bis der Routinier komplett beschwerdefrei ist.

SG Barockstadt Fulda-Lehnerz – SC Waldgirmes (heute, 15 Uhr, in Fulda): Die als Titelanwärter gehandelte SG ist bislang deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Das Team von SC-Trainer Daniyel Bulut konnte in den letzten Wochen trotz angespannter Personalsituation fleißig punkten und belegt den fünften Tabellenplatz. »Ich hatte die Entwicklung bei der SG bereits mit Spannung verfolgt, denn ich konnte nicht verstehen, wieso diese Elf nicht in Tritt gekommen ist. Der Trainerwechsel macht die Aufgabe für uns nicht leichter. Ich bin gespannt, was uns erwartet, auch wenn Sedat Gören aufgrund der Kürze der Zeit nur im mentalen Bereich arbeiten konnte«, meint Bulut zu den Ereignissen in Osthessen. Der SC-Trainer geht die Partie optimistisch an und will sich nicht verstecken. »Die SG hat eine gute Qualität in der Offensive und fußballverrückte Fans, die uns einen heißen Tanz bereiten werden. Wir dürfen dem Gegner in seinem großen Stadion keine Räume bieten. Allerdings müssen auch wir unsere Chancen suchen, denn nur hinten drinzustehen, wird nicht zum Erfolg führen«, so Bulut.

Personelles: Mark Geller (Auslandsaufenthalt), Marvin Helm, Dennis Lang, Kouami Edem D’Almeida und Jafar Azizi (alle verletzt) fehlen weiterhin. Nun droht auch noch Kian Marius Golafra auszufallen, der sich seit Wochen mit Schmerzen im Knie plagt.



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