29. September 2018, 18:22 Uhr

FC Gießen

FC Gießen schnürt Neunerpack

Mit dem höchsten Saisonsieg und gleich neun Treffern beweist der FC Gießen am Samstag gegen Ederbergland erneut seine Ausnahmestellung in der Fußball-Hessenliga. Erneut kommen über 1000 Zuschauer, der Schnitt in der Hessenliga ist generell beeindruckend.
29. September 2018, 18:22 Uhr
Immerhin: Drei der insgesamt sieben Torschützen finden sich auf diesem Bild: Damjan Marceta (l.), Markus Müller (2.v.l.) und Timo Cecen (r.) tragen ihren Teil zum Gießener 9:0 gegen Ederbergland bei. (Foto: Friedrich)

Historisch war der letzte Samstagnachmittag im September auf jeden Fall: Das 9:0 (5:0) des FC Gießen gegen den bemitleidenswerten FC Ederbergland ist definitiv der höchste Sieg der zugegeben noch jungen Vereinsgeschichte. Ob das Offensivspektakel mit neun Treffern für einen Rekord in der jüngeren Hessenliga-Geschichte taugt, konnte auch Klassenleiter Jürgen Radeck ad hoc nicht beantworten: "Das ist wirklich selten, neun Treffer gab's in den letzten Jahren aber das ein oder andere Mal", sagte Radeck. Erst letzte Saison schlug der damalige SC Teutonia Watzenborn-Steinberg den OSC Vellmar mit 9:1.

FC Gießen dominiert die Liga

Wie auch immer: Der zehnte Saisonsieg im elften Ligaspiel zeigte einmal mehr, dass die Gießener in der Hessenliga im Grunde eine Ausnahmestellung haben. Vor zwei Wochen sagte Neu-Isenburgs Trainer Peter Hoffmann: "Ich denke nicht, dass wir uns in der nächsten Saison wiedersehen." Man kann angesichts der Gießener Gnadenlosigkeit vor dem gegnerischen Tor davon ausgehen, dass sich manche Hessenliga-Trainer das sogar wünschen.

 
Fotostrecke: FC Gießen trifft neunfach

"Meiner Mannschaft hat man heute angemerkt, dass wir zuletzt spielfrei hatten und wir einfach Lust auf das Spiel hatten. Was soll man sonst noch sagen?", meinte Trainer Daniyel Cimen. "Wenn du nach einer halben Stunde 3:0 führst, hast du schnell ein gutes Gefühl. Solche Ergebnisse sind außergewöhnlich. Aber es zeigt, dass die Jungs in einen Spielfluss kommen, wenn das erste Tor fällt. Dann ist es für den Gegner schwer zu verteidigen."

Die Halbzeitbilanz: 10:0 Abschlüsse, 7:0 Ecken, 5:0 Tore

Trotz Fünferkette bei gegnerischem Ballbesitz war der Gast aus Ederbergland quasi 90 Minuten überfordert. Nach zehn Minuten bekam Gießen einen zweifelhaften Handelfmeter zugesprochen, den Timo Cecen flach zum 1:0 verwandelte. Das Torfestival war eröffnet, Damjan Marceta nach einer Traumkombination über Johannes Hofmann und Ricardo Antonaci erhöhte per Kopf auf 2:0 (33.), Markus Müller (35.), erneut Marceta (37.) und Michael Fink (45.) legten zum 5:0 zur Pause nach. Es war die pure Dominanz: 10:0 Abschlüsse, 7:0 Ecken, 5:0 Tore.

Die Ansage von Cimen zur Halbzeit: "In der zweiten Hälfte die Null halten. Wenn es vorne läuft, machst du hinten mal einen Schritt weniger. Es war uns wichtig, zu Null zu spielen." Das gelang. Oben drauf gab's noch vier weitere Tore, Tim Korzuschek (46.), Brian Mukasa (68.), Fink (70.) und Hofmann (89.) stellten auf 9:0.

Markus Müller trifft vor 1086 Zuschauern für die Rot-Weißen zum zwischenzeitlichen 3:0 gegen den FC Ederbergland. (Foto: Friedrich)
Markus Müller trifft vor 1086 Zuschauern für die Rot-Weißen zum zwischenzeitlichen 3:0 geg...

Gießens neuer Fußballclub verteidigt damit die Tabellenspitze und seinen Drei-Punkte-Vorsprung vor dem ersten und im Grunde auch einzigen echten Verfolger, Bayern Alzenau. Dieser gewann sein Heimspiel gegen Neu-Isenburg ebenfalls deutlich.

Dass beim FC Gießen derzeit alles ins Bild passt, bewies auch das warme Herbstwetter, bei dem 1086 Zuschauer den Weg ins Waldstadion fanden. Klassenleiter Jürgen Radeck nötigte das Respekt ab, er erwähnte zudem: "Wir stehen nach elf Spieltagen in der Hessenliga bei 54 000 Zuschauern. Das ist ein sensationeller Wert." Den größten Teil zu dieser Zahl steuerte der FC Gießen bei, für den es am Mittwoch in der englischen Woche beim FC Eddersheim weitergeht.

Tabelle der Hessenliga

Im Stenogramm: Tore: 1:0 (10., Handelfmeter) Cecen, 2:0 (33.) Marceta, 3:0 (35.) Müller, 4:0 (37.) Marceta, 5:0 (45.) Fink, 6:0 (46.) Korzuschek, 7:0 (68.) Mukasa, 8:0 (70.) Fink, 9:0 (89.) Hofmann. - Zuschauer: 1086. - Schiedsrichter: Berger (Wehretal).

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