12. September 2020, 07:00 Uhr

FC Gießen

FC Gießen: Unzufrieden ins Heimspiel gegen Koblenz

Nach den beiden Auftaktniederlagen ordnet Trainer Daniyel Cimen seinem Team eine »Portion Unzufriedenheit« an - am Samstag will der FC Gießen gegen RW Koblenz die ersten Punkte holen.
12. September 2020, 07:00 Uhr
Gießens Verteidiger Hendrik Starostzik will nicht nur die ersten Punkte mit dem FC, sondern erstmals auch zu null spielen. (Foto: Friedrich)

Egal welcher Gegner kommt, wir wollen uns heute für den Aufwand belohnen«, sagt FC-Trainer Daniyel Cimen vor dem zweiten Saison-Heimspiel des FC Gießen im Waldstadion gegen TuS RW Koblenz (Sa., 14 Uhr).

Personell muss der heimische Fußball-Regionalligist dabei auf Innenverteidiger Jure Colak, 31, und Offensivspieler Milad Salem, 32, verzichten. Beide haben sich einen Muskelfaserriss zugezogen. Colak wäre ohnehin gelb-rot-gesperrt, bei ihm besteht noch Hoffnung, dass er für die Partie beim FSV Frankfurt (Sa., 19. September, 14 Uhr) zurückkehrt, bei Salem rechnet der Coach nicht damit.

Wieder ein Kandidat für den Kader ist der 25-jährige Gießener Johannes Hofmann. »Er hatte Trainingsrückstand«, erklärt Cimen. »Die 90 Minuten in der zweiten Mannschaft haben ihm gut getan, er hat eine Trainingswoche mehr hinter sich.« Auch Neuzugang Dren Hodja, 26, mache Fortschritte und nähere sich einem Einsatz.

Der FC Gießen hat nach den beiden Auftaktniederlagen in Elversberg und gegen Homburg in der Regionalliga Südwest punktetechnisch noch nichts vorzuweisen, rangiert ganz unten im Tableau.

»Letztlich ist es so, auch wenn Punkte möglich gewesen wären«, weiß Daniyel Cimen. »Von daher gehen wir mit einer Portion Unzufriedenheit in die Partie und wollen uns nun belohnen.«

Nachdem das Team in den ersten beiden Partien gegen hochgehandelte und spielstarke Teams vor allem auf die Defensivarbeit bedacht war, soll diese heute zwar erneut die Basis sein, mehr Ballbesitzzeiten aber auch auf den Rasen gebracht werden.

»Wir wollen Stück für Stück aktiver werden - wir spielen wieder zu Hause und wollen nach vorne spielen«, sagt der Trainer, der die bisherigen Ausschläge in den Liga-Ergebnisse einordnen kann: »Jede Mannschaft muss erst ihren Rhythmus finden. Man darf die fünf Monate, in denen kaum etwas gemacht werden konnte, nicht unterschätzen.«

Nicht unterschätzen sollte man auch den heutigen Kontrahenten Rot Weiß Koblenz. Das Schlusslicht der Vorsaison, gerettet durch den coronabedingten Saison-Abbruch, hat sich im Sommer personell fast komplett neu aufgestellt, trainiert nun unter Profibedingungen.

Gekommen ist nicht nur der Ex-Gießener Christopher Spang, sondern auch sieben weitere Spieler aus der Regionalliga. »Sie haben überhaupt nichts mehr mit dem Koblenz aus der Vorsaison zu tun«, sagt Cimen.

Die Gäste hielten zum Saisonstart gegen den SSV Ulm die Null und kassierten danach eine 0:2-Niederlage gegen Bayern Alzenau. Trainer ist der 38-jährige Ex-Profi Heiner Backhaus, der auf eine verrückte Spielerkarriere zurückblickt: Jedes Jahr (!) wechselte Backhaus als Spieler den Verein, landete so nicht nur bei Hannover 96, Union Berlin oder Arminia Bielefeld, sondern auch auf Zypern oder Malta. Zuletzt coachte er für 40 Tage Drittliga-Absteiger SG Sonnenhof Großaspach, übernahm im Sommer nun Koblenz - das der FC Gießen heute schlagen will.

Einige der genehmigten 515 Tickets sind noch vorrätig und können heute in der Geschäftstelle am Waldstadion in der Zeit von 10 bis 13.30 Uhr gekauft werden - das Mitbringen des Personalausweis ist Voraussetzung, da Gästefans kein Zugang gewährt wird.

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