29. Mai 2018, 21:16 Uhr

Erheblicher Substanzverlust Ehrungen

29. Mai 2018, 21:16 Uhr
Diese anwesenden Schiedsrichter wurden im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Handball-Schiedsrichter des Bezirks Gießen vom kommissarischen Schiedsrichterwart Norbert Kneissl (links) für 15-, 20-, 25-, 30-, 40-, 45- und 50-jährige Schiedsrichter-Tätigkeit ausgezeichnet. Ganz rechts der Kleenheimer Jürgen Klein, der für 50 Jahre als Unparteiischer geehrt wurde. Davor der HHV-Vizepräsident Recht, Josef Semmelroth, mit dabei auch der Bezirksvorsitzende Kai Gerhard (5. v. re.). (Foto: vk)

Zahlreiche Ehrungen verdienter Schiedsrichterkameraden mit der Ernennung von Kurt Allendörfer (TSV Lützellinden) zum Ehrenschiedsrichter sowie die Ehrung für Jürgen Klein (SG Kleenheim) für 50 Jahre als Unparteiischer standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Schiedsrichter des Handball-Bezirks Gießen. Der er kommissarische Schiedsrichterwart Norbert Kneissl begrüßte im Saal der Gaststätte »Zum Kronenwirt« in Linden die Mitglieder des Arbeitskreises Schiedsrichter und des Bezirksspielausschusses, die Ehrenschiedsrichter sowie den Ehrenvorsitzenden des Bezirks, Nobert Münch. Anwesend waren auch der Vize-Präsident Recht des Hessischen Handball-Verbandes (HHV), Josef Semmelroth, und der Bezirksvorsitzende Kai Gerhard. Bei der Totenehrung gedachte die Versammlung stellvertretend der erst kürzlich verstorbenen Dieter Fenchel (Gambach) und Reimund Laaser (Linden).

»Nach dem Rücktritt des gesamten Ansetzerstabes und dem anschließenden Rücktritt des Bezirksschiedsrichterwarts Harald Späth stand das Schiedsrichterwesen vor der Saison 2017/18 vor einem Neuaufbau«, erinnerte Kneissl an die Turbulenzen zu Beginn der Saison. Die neuen Ansetzer mussten sich einarbeiten, es gab Anlaufschwierigkeiten. Kritiken seitens der Schiedsrichter und der Vereine wurde mit vielen Gesprächen und Maßnahmen begegnet. »So konnte die Runde nicht reibungslos, dann aber doch zufriedenstellend beendet werden. Mittlerweile hat sich das Ansetzerteam auch wieder personell verstärkt, sodass der Saison 2018/19 zuversichtlich entgegen gesehenwerden kann«, so Kneissl.

Kneissl dankte Tina Rudolph (Ansetzerin Gespanne), Sascha Frank (Ansetzer Fördergespanne und Anfänger), Tobias Lambmann und Thorsten Serafin (Ansetzer Süd), Holger Oelze und Jürgen Baumann (Ansetzer Nord) sowie Daniel Krüger, der als Externer die ersten beiden Ansetzungsperioden im Bereich Süd verantwortete, für ihr Engagement. Probleme für die Ansetzer waren etwa die unzureichend ausgefüllten Verhinderungsbögen, krankheits- und verletzungsbedingte Ausfälle oder kurzfristige Absagen, was an manchen Wochenenden zu Engpässen führte.

Besonders an Samstagabenden kommt es immer wieder zu Überschneidungen. Zudem hat die Zahl der aktiven Schiedsrichter weiter abgenommen. Im Vergleich zu 2015 sind es 60 Schiedsrichter weniger, das sind 15 Prozent Verlust in drei Jahren. »Wie kann man wieder mehr Sportler/innen für das Schiedsrichteramt gewinnen?«, fragte so auch Kneissl, der dann auch Zahlen nannte: 2951 Spiele im Aktiven- und Jugendbereich sind von 184 einsatzbereiten Einzelschiedsrichtern (im Schnitt 16 Spiele pro Schiedsrichter) zu leiten gewesen.

»Aber das ist alles nur theoretisch«, machte Kneissl deutlich und sprach noch einmal die Probleme für die Ansetzer an: »Von den 190 Einzel-Schiedsrichtern stehen aber nur 169 zur Verfügung. Bei den Gespannen muss der Bezirk noch beim HHV aushelfen«, erläuterte Kneissl. Der HHV hat statt der 85 geplanten Gespanne für die Runde nur noch 62 zur Verfügung. Für den Bezirk Gießen werden in der kommenden Runde 15 Gespanne auf Hessenebene gemeldet. 20 Neulinge konnten ausgebildet werden und bestanden ihre Prüfung souverän.

Kneissl sprach offensiv auch Schiedsrichter-Rücktritte an, die von ungebührlichem Verhalten mancher Zuschauer, Eltern, Trainer oder Betreuer sogar noch forciert werden. »Ein weiteres Ärgernis sind die Schiedsrichter-Beobachtungen durch die Vereine. Hier hat man oft den Eindruck, dass sie nicht besonders sorgfältig, ja manchmal offensichtlich mit den gleichen Punkten versehen, abgegeben werden«, rügte Norbert Kneissl. Im Bezirk gibt es 29 Sekretär-/Zeitnehmer-Gespanne. Florian Thiemann steht diesem Bereich vor.

Die Neuregelung des Schiedsrichter-Solls wird bei einigen Spielgemeinschaften (MSG /FSG) für neue Überlegungen sorgen. Herausragend bei den Ehrungen war natürlich die Ernennung von Kurt Allendörfer (TSV Lützellinden), der seit 1974 aktiv ist, zum Ehrenschiedsrichter. Jürgen Klein (SG Kleenheim) wurde als einziger Unparteiischer für 50 Jahre aktive Schiedsrichter-Tätigkeit ausgezeichnet.

15 Jahre: Franzisca Schneider, Ludwiga Münch,Ralph Ockert-Zuber.

20 Jahre: Herbert Glaub, Uwe Groß, Andreas Hofmann, Christia Koch, Olaf Pribbernow, Peter Rau, Markus Reuter, Nadine Rothenberger.

25 Jahre: Sascha Frank, Matthias Heumann, Alex Müller, Uwe Kretschmar, Thorsten Serafin, Klaus Wächtershäuser.

30 Jahre: Clemens Jakobi, Bernd Portjanow, Ralf Schmidt.

40 Jahre: Jürgen Baumann, Rainer David, Heike Wehrum.

45 Jahre: Günther Hergl, Karl Peter Schulz.

50 Jahre: Jürgen Klein

Neuer Ehrenschiedsrichter: Kurt Allendörfer.

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