10. November 2019, 21:52 Uhr

Enormer Kraftakt der Rackelos

10. November 2019, 21:52 Uhr
Geschafft! Die Gießen 46ers Rackelos um Johannes Lischka (3. v. l.) und Tim Uhlemann (rechts daneben) feiern den Heimsieg gegen Oberhaching. (Foto: Friedrich)

In der dritten Basketball-Liga mussten die Gießen 46ers Rackelos im Duell mit Aufsteiger Oberhaching alles geben. Die dezimierten Gäste wuchsen über sich hinaus. Am Ende hieß es aber 103:94 für die Hessen.

Headcoach Rolf Scholz zog Analogien zum Spiel gegen Erfurt. Die Partie hatte einen ähnlichen Verlauf, damals aber mit schlechtem Ausgang für die Gießener. »Es ist immer schwer, gegen ein Team zu spielen, bei dem so viele Verletzte daheim geblieben sind«, so Scholz. »Da weiß jeder, worauf es ankommt. Sie hatten einfach nichts zu verlieren«, stößt Co-Trainer Lutz Mandler ins selbe Horn. Fünf Spieler der Bayern waren am Ende mit vier Fouls belastet, zwei bereits des Feldes verwiesen worden. Trotzdem steckten die Tropics zu keiner Zeit auf und sorgten für viel Nervenkitzel in der Sporthalle Ost.

Die offensive Gangart der Partie wurde bereits im ersten Viertel deutlich. »Wir haben es defensiv etwas schleifen lassen«, erklärt Scholz das 28:22 und 49:45 nach dem ersten und zweiten Viertel. »Offensiv lief der Ball bei uns rund. Am Ende haben wir uns dann aber auch in der Abwehr zusammengerissen«, erklärt Wyatt Lohaus. Der US-amerikanische Spielermacher hatte vor allem Dingen kurz vor der Halbzeit viel Energie investiert und für die Pausenführung gesorgt.

Vermehrt haderten die Rackelos mit der Linie des Schiedsrichtergespanns. Als Mandler schließlich aufgestauten Frust an seinem Stuhl abließ und ein technisches Foul bekam, schien das Spiel zu kippen. Immer wieder war es in dieser Phase Moritz Wohlers, der Nadelstiche setzte. Bis auf 72:66 (29.) enteilten die Hachinger. Als Leon Okpara den Ball stahl, Peter Zeis den Fastbreakversuch per Foul zu stoppen versuchte und für sein zweites unsportliches Foul des Feldes verwiesen wurde, schlug das Pendel zwar wieder in hessische Richtung.

Doch auch im Schlussviertel blieb es ein Auf und Ab. Ferdinand Kleber ließ die Tropics durch mehrere Dreier vom zweiten Saisonsieg des Aufsteigers träumen. Sieben Punkte in Folge von Kapitän Johannes Lischka beruhigten die Nerven der 200 Zuschauer in der Osthalle. Spätestens als Kleber beim Stand von 92:95 aus bayerischer Sicht mit einem Layup am Ring hängen blieb und Haching taktische foulte, war die Messe gelesen. Offensiv hatten die Rackelos den Sieg durch ihre homogene Teamleistung verdient. Sechs Spieler scorten zweistellig. »Da müssen wir etwas richtig gemacht haben«, so Mandler nach dem Sieg, der sich für die Rackelos noch als wichtig entpuppen könnte. Bis Weihnachten müssen die Lahnstädter nun vier Auswärtsspiele abspulen. Nur noch eine Partie auf heimischen Parkett steht auf dem Programm.

Gießen: Köpple (10), Amaize, Krämer (12), Uhlemann (14), Okpara (17), Lischka (25), Pesava (6), Schweizer (2), Lohaus (11), Brach (3), Osterwalder (3).

Oberhaching: Wurmseher (2), Wohlers (21), Kögler (23), Zeis (17), Nibler, Kleber (9), Hedley (16), Rauch (6).

Schlagworte in diesem Artikel

  • Basketball
  • Fouls
  • Gießen 46ers
  • Johannes Lischka
  • Lutz Mandler
  • Rolf Scholz
  • Sebastian Kilsbach
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen