05. April 2019, 21:12 Uhr

Einen Nationalspieler hervorgebracht

05. April 2019, 21:12 Uhr
Rolf Viehmann

Der TV Dornholzhausen ist ein traditionsreicher Verein und feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Jubiläum, bei dem heute der Kommersabend ansteht. Vor allem die Handball-Sparte ist über die Dorfgrenzen hinaus bekannt. Die »Allgemeine« blickt im Jubiläumsjahr zusammen mit einigen der Dornholzhausener Protagonisten der Vergangenheit auf bewegte Handball-Jahre zurück.

Viel zu erzählen von den Anfängen etwa hat Harald Brückel (Jg. 1935), weniger von der reinen sportlichen Seite als von der Funktionärsseite. Brückel war lange Jahre Vorsitzender und ist nun Ehrenvorsitzender. Die Gründung ging auf Ludwig Albach (Großen-Linden), Wilhelm Braun (Hochelheim) und Wilhelm Reuter (Oberkleen) zurück. In diesen drei Orten wurde seinerzeit schon Handball gespielt, weshalb der TVD selbst sich auch schon 1926 dem Handballsport verschrieb.

Aus den Handball-Reihen des TV Dornholzhausen ging der heute 45-jährige Volker Michel als Nationalspieler hervor. Der 1,97 m große Linkshänder ist Lehrertrainer-Handball im regionalen Talentzentrum Wetzlar. Gearbeitet wird in Kooperation mit der HSG Wetzlar, dem TV 05/07 Hüttenberg, dem HHV und der Talentsichtung Mittelhessen. Seine Handball-Karriere begann Volker Michel in der Jugend des TV Dornholzhausen bzw. der SG Langgöns/Dornholzhausen. Noch im letzten Jahr A-Jugend wurde Volker Michel aktiv. Dann wechselte er nach Hüttenberg in die 2. Liga. Weitere Stationen waren SG Wallau/Massenheim, Tusem Essen, die beiden französischen Vereine Chambery Savoie HB und SC Seleschat Handball, FA Göppingen und die letzten zwei Jahre nochmals die HSG Wetzlar. 2009 beendete er mit 283 Bundesligaspielen und 971 Toren seine Karriere. 19 Länderspiele bestritt der Linkshänder und erzielte dabei 38 Tore.

Klaus Michel (75 Jahre), der Vater von Volker Michel, gehört der Zeit an, als der Kleinfeldhandball noch nicht so richtig präsent war. Schülermannschaften spielten bis zum 14. Lebensjahr mit elf Spielern auf dem Großfeld. Eine Jugend umfasste vier Jahrgänge. Der Kleinfeldhandball trat dann aber immer mehr in der Vordergrund. Klaus Michel spielte beim TVD in der Jugend, der 1. Mannschaft, der 2. Mannschaft und schließlich bei den Alten Herren. »Ich hatte zum Glück nur eine schwere Verletzung, einen Innenbandabriss«, sagt Klaus Michel. Heute schaut er aber noch zu beim TVD, sonst frönt er dem Hobby als Sänger in Dornholzhausen und Oberkleen, geht Wandern, macht Radtouren und ist in der Hüttenberger Sportabzeichen-Gruppe.

Rolf Viehmann (53), beschäftigt in der Marketing-Abteilung der Isabellenhütte, begann in der Jugend des TV Dornholzhausen mit dem Handball. Sein erster Trainer war Klaus Hankel. »Mit den Heimspielen war das schwierig, die fanden auf dem Strauchhof statt und da war nur Schotter«, erläutert Viehmann, der in Rechtenbach wohnt. Sohn Julian (22) erzielt die meisten Feldtore für den aktuellen A-Bezirksligisten Rechtenbach. »Manfred Grimm und Bernd Führer haben uns in die erste Mannschaft geführt und waren seinerzeit die prägenden Personen«, sagt Viehmann. Mit 17 Jahren wurde er vorzeitig aktiv erklärt und unter Erich Reusch dem Großfeldhandball zugeführt. Rolf Viehmann spielte unter Trainer Wolfgang Viehmann beim TV Münchholzhausen ein Jahr Ober- und ein Jahr Regionalliga, ehe eine Meniskusverletzung ihn zwang kürzer zu treten und sich wieder dem Oberligisten SG Langgöns/Dornholzhausen anschloss. Vor vier Jahren hat Rolf Viehmann mit dem aktiven Handball aufgehört. Beruflich ist er zwar viel im Ausland unterwegs, wird sich aber einige Teile des Jubiläumsprogramms ansehen.

Stefan Knebel (50), stammt aus Pohlgöns, wo er auch bis zu seinem zehnten Lebensjahr wohnte. Seine Mutter stammte aus Dornholzhausen und bis zur B-Jugend spielte Knebel dann beim TVD. Danach zwei Jahre für die Jugend des TV Lützellinden, ehe er ein Jahr mit dem TV Lützellinden in der Regionalliga spielte. Dann zog es ihn nach Dornholzhausen (2. Bezirksliga) zurück. Bis 1990 gehörte er zum Kader des Oberligisten SG Langgöns/Dornholzhausen. Knieprobleme zwangen ihn 2014 beim neuen TVD, die Laufbahn zu beenden. Hier war er fast acht Jahre Abteilungsleiter, seine Trainer waren u. a. Sigi Weber, Wolfgang Lowak, Stefan Mappes.

Dirk Bietz (53), selbstständiger Heizungsbauer, begann in der D-Jugend des TV Dornholzhausen und hatte Klaus Hankel als ersten Trainer. Da man nicht genügend Spieler hatte beim TVD, musste er als C-Jugendlicher nach Kleenheim wechseln. Trainer war Wilhelm Wächtershäuser. »Wir brauchen keinen Torwart, sondern eher einen Kreisläufer«, hatte Wächtershäuser gesagt. Bis 1989 spielte Dirk Bietz in der 2. Bezirksliga. 1990 ging es dann in die Oberliga zur SG Langgöns/Dornholzhausen. 2012 wurde der Zusammenschluss beendet. (Fotos: Archiv)

Schlagworte in diesem Artikel

  • Bezirksligen
  • Erich Reusch
  • Erkrankungen und Leiden des Knies
  • FA Göppingen
  • HSG D/M Wetzlar
  • Handball
  • Jubiläen
  • Jugend
  • Langgöns-Oberkleen
  • Länderspiele
  • Manfred Grimm
  • Marketingabteilung
  • Meniskusverletzungen
  • Radtouren
  • TV 05/07 Hüttenberg
  • Vereine
  • Wilhelm Braun
  • Wilhelm Reuter
  • Volkmar Köhler
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos