05. September 2019, 21:26 Uhr

Eine qualitativ hochwertige Arbeit

05. September 2019, 21:26 Uhr
Sie freuen sich, dass in Heuchelheim bis zum nächsten Jahr ein »Paralympischer Trainingsstützpunkt« besteht: TSF-Vorstandsmitglied Jonathan Kollmar, Trainer Fabian Lenke, Jochen Wollmert, Bürgermeister Lars Burkhard Steinz und der TSF-Vorsitzende Wolfgang Schleer. (Foto: se)

Das ist etwas, worauf die TSF Heuchelheim und auch die Gemeinde stolz sein können: Der Ort am Bieberbach wurde vom Deutschen Behindertensportverband als Paralympischer Trainingsstützpunkt (PTS) für Tischtennis (PTS) anerkannt. Nach der Tischtennis-Hochburg Düsseldorf ist es der zweite Stützpunkt dieser Art in Deutschland. Die Anerkennung, die einer Zertifizierung gleichkommt, ist ein Zeichen dafür, dass das Engagement der TSF im Behindertensport in den entsprechenden Verbänden honoriert wird.

Bekanntlich wurde in Heuchelheim vor drei Jahren das Landesleistungszentrum für Tischtennis des Hessischen Behinderten- und Rehabilitationssportverbandes (HBRS) eingerichtet. »Damit wird ein bedarfsbezogenes wochentägliches Training für Nachwuchsspieler des HBRS in den Sportstätten der TSF Heuchelheim angeboten. Die Leitung des Trainings hat Fabian Lenke als Landestrainer Tischtennis in Hessen inne«, hatte seinerzeit der Verein mitgeteilt. Die TSF hatten im Jahr 2016 die deutschen Tischtennismeisterschaften im Behindertensport ausgerichtet und dabei dank des Einsatzes ihrer Mitglieder, aber auch der Bürger und Gremien der Gemeinde den Teilnehmern und Gästen einen ausgesprochen angenehmen Aufenthalt in der Gemeinde beschert. Damit haben sich Verein und Gemeinde für weitere Aufgaben empfohlen.

Bei der Präsentation des Stützpunktes war auch Heuchelheims Bürgermeister Lars Burkhard Steinz dabei, der unter anderem berichtete, dass die Halle inzwischen mit einer neuen LED-Beleuchtung ausgestattet worden ist. Das spare nicht nur Energie, sondern sogar auch für bessere Lichtverhältnisse in der Großsporthalle. Dabei kann die Lichtstärke variiert werden. Von für den Trainingsbetrieb ausreichenden 300 Lux bis hin zu rund 600 Lux.

Betreut werden die Sportler im Stützpunkt Heuchelheim von PTS-Trainer Fabian Lenke. Die Anerkennung als Trainingsstützpunkt wurde zunächst einmal bis zum kommenden Jahr ausgesprochen. In Heuchelheim sollen Sportler auf die Paralympics in Tokio vorbereitet werden, die kurz nach den Olympischen Spielen in der japanischen Metropole ausgetragen werden. Die Sporthalle in der Schwimmbadstraße steht montags, mittwochs und freitags für den PTS-Trainingsbetrieb zur Verfügung.

Aushängeschild des PTS-Stützpunktes ist sicherlich Jochen Wollmert, der von Geburt an eine Versteifung der Hand- und Fußgelenke hat und im Behindertensport der Startklasse M7 zugeordnet wird. Der 54-jährige Ausnahmesportler aus Wuppertal gehört der Tischtennis-Abteilung der TSF Heuchelheim an und bereichert die Behindertensparte der Abteilung. Wollmert kann auf zahlreiche nationale und internationale Erfolge im Behinderten-Tischtennis zurückblicken, wurde mehrfach Paralympicssieger (z. B. in Sydney, Peking und London) und erhielt mehrere Auszeichnungen (u. a. den Baron de Coubertin Award) für faires Verhalten im Wettkampf. Wollmert hat sich übrigens bewusst für einen Wechsel von Nordrhein-Westfalen nach Hessen zum HBRS entschieden, denn hier wird ein hochwertiges Training von engagierten Trainern und Betreuern angeboten.

Als Stützpunkttrainer arbeitet Fabian Lenke, der über seine Tätigkeit als Übungsleiter hinaus »sehr viel zu organisieren« hat, wie er berichtet. Er muss sich um »begleitende Maßnahmen« kümmern. »Ich habe die volle Stelle für ein Jahr erhalten«, berichtet Fabian Lenke, dessen Frau Christine die Tischtennis-Abteilung der TSF leitet. »Der Stützpunkt wurde in Zusammenarbeit mit den TSF aufgebaut«, berichtet der Trainer, der auftretende Probleme also auf dem kleinen Dienstweg lösen kann. Im TSF-Vorsitzenden Wolfgang Schleer und im Vorstandsmitglied Jonathan Kollmar (selbst aktiver Spieler) haben Stützpunkt und Abteilung weitere Förderer, in Jochen Wollmert einen aktiven Sportler, der der Weltspitze angehört.

Und die Stützpunktarbeit zahlt sich aus: So wurde der Heuchelheimer Elias Monden (Wettkampfklasse 9) im Frühjahr bei den deutschen Jugendmeisterschaften im Para-Tischtennis Dritter und holte sich an der Seite von Laurenz Fehling im Doppel sogar den Meistertitel.

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