01. Oktober 2017, 21:04 Uhr

Eine deutliche Klatsche

01. Oktober 2017, 21:04 Uhr
Daniela_Pieth
Von Daniela Pieth
Der Hüttenberger Paul Bährens (am Ball) hat in dieser Szene seine Erlanger Gegenspieler Christian Froschauer (rotes Trikot/l.) und Jonas Poser versetzt und zieht – trotz des unfreiwilligen Trikottests – ab. Die deutliche Niederlage kann auch er nicht verhindern. (Foto: ras)

Eine böse Klatsche hat A-Jugend-Handball-Bundesligist TV 05/07 Hüttenberg am vierten Spieltag gegen den HC Erlangen kassiert. Mit 24:33 (9:16) watschten die Mittelfranken die Hüttenberger ab, bei denen sich der Negativtrend mit drei Niederlagen in Folge fortgesetzt hat. »Den gilt es jetzt schnellstmöglich zu stoppen«, sagte TVH-Trainer Arno Jung nach der Partie.

Erlangen ging mit Tempo und einer Aggressivität ins Spiel, die den TVH überraschte. Das hatte zur Folge, dass die Gäste in der fünften Minute durch den 14-fachen Torschützen Jonas Poser per Doppelpack mit 5:0 in Führung gingen. »Die 6:0-Abwehr wurde mit einer Leidenschaft vorgetragen, die wirklich vorbildlich war«, sagte Jung anerkennend. Ehe sich Hüttenberg versah lag die Jung-Truppe mit 1:6 und 5:15 hinten, auch weil Erlangen mit etlichen Gegenstößen auf Fehler und Fehlwürfe des TVH antwortete. Zu diesem Zeitpunkt hatte Jung bereits einige Möglichkeiten ausgeschöpft, um seine Mannschaft irgendwie in die Spur zu bringen. In zwei Auszeiten hatte er einige Spieler- und Systemwechsel vorgenommen und seine Abwehrformation von 3:2:1 in 6:0 umgewandelt. »Mehr kannst du als Trainer kaum tun.« Die Abwehrumstellung war auch die einzige Chance für den TVH, überhaupt einen stabilen Deckungsverbund gegen Erlangen stellen zu können. Danach wurde das Hüttenberger Spiel besser, aber die Hypothek war schon zu groß.

Aufholjagd mit jähem Ende

In der Kabine schien Jung die richtigen Worte gefunden zu haben, denn Hüttenberg kam deutlich besser zurück auf das Parkett. Schritt für Schritt arbeitete sich der TVH nach dem 11:19 (35.) an Erlangen heran und hatte in der Folge die beste Phase der Partie. Knackpunkt war eine Disqualifikation für Erlangen: Yannik Bialowas hatte seinen Hüttenberger Gegenspieler im Gegenstoß umgerempelt und die Rote Karte gesehen.

Malvin Werth brachte seine Farben per Siebenmeter bis auf 18:21 heran und Hüttenberg konnte in doppelter Überzahl weiter am Rückstand knabbern (45.). Aber die Chance weiter aufzuschließen wurde vertan, stattdessen gab es das 18:22 – für Erlangen das Signal, den Sack endlich zuzumachen. Der HCE war in den Eins-gegen-Eins-Situationen meistens siegreich und brachte mit seinen Kreuzbewegungen die Hüttenberger Abwehr immer wieder in große Verlegenheit. »Wir können uns bei Jannis Wrackmeyer bedanken, der uns mit seinen Distanzwürfen noch halbwegs am Leben gehalten hat«, lobte Jung. Diese reichten aber am Ende kaum, um den beiden blauen Augen des TVH Linderung zu verschaffen. Jung hofft am nächsten Wochenende auf eine Trotzreaktion. Dann geht es gegen den HSC 2000 Coburg, was aber »auch eine harte Nuss wird«.

Hüttenberg: Böhne, Jung; Friedl (1), Knorz (1), Schäfer, Bährens (1), Lins (2), Belter, Fuß (2), Wrackmeyer (10), Kiethe (1), Dahlhaus (1), Werth (5/4), Rüpprich.

Erlangen: Käppner, Golla; Froschauer (4), von Alvensleben (2), Poser (14/7), Kühle (1), Weber, Maidl (7/1), Wilke (1), Sauter (1), Banik (2), Bialowas, von der Burg, Schäfer (1).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Barth/Otto (Gevelsberg/Schwelm). – Zuschauer: 100. – Zeitstrafen: 10:10 Minuten. – Rot: Kiethe, drei Zeitstrafen (59.) / Bialowas, Foulspiel (45.). – Siebenmeter: 4/4:9/8.



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