13. Februar 2020, 22:12 Uhr

Ein besonderes Derby

13. Februar 2020, 22:12 Uhr
Auf Lollars Rückraumkanonier Christian Ziehm (27) muss die Langgönser Abwehr im Derby am Sonntag ein besonderes Auge werfen. FOTO: FRIEDRICH

Nachdem Orkantief »Sabine« am vergangene Wochenende für Spielausfälle gesorgt hat, von denen auch zwei heimische Teams betroffen waren, geht es nun regulär weiter in der Handball-Landesliga der Männer. Der TSV Lang-Göns und die HSG Lollar/Ruttershausen duellieren sich im Derby, der TV Hüttenberg II gastiert beim Tabellendritten HSG Wiesbaden. Verletzungsprobleme treiben die HSG Lumdatal vorm Match gegen den TSV Griedel um.

HSG VfR/Eintracht Wiesbaden - TV 05/07 Hüttenberg II (Sa., 17.45 Uhr/Sporthalle Elsäßer Platz): Krankheits-, studiums- und berufsbedingt wird der TVH II am Samstag stark dezimiert die große Herausforderung bei den Landeshauptstädtern antreten. »Es wird eine harte Nuss, da müssen andere in die Bresche springen«, stellt sich Trainer Dirk Happel auf einen heißen Ritt beim Ligadritten ein. Obwohl sein Team die letzten beiden Spiele verloren hat, ist das Polster auf das Tabellenende nach wie vor komfortabel.

TG Friedberg - HSG Linden (Sa., 19 Uhr/Halle am Seebach): Allein der sich manchmal einschleichende Schlendrian hatte HSG-Trainer Mario Weber im Duell gegen Idstein Sorgen bereitet. Ansonsten war das 31:28 beim Tabellenzweiten ein Ausrufezeichen. Beim Letzten Friedberg geht es aber auch für Linden wieder bei Null los. »Das wird eine reine Einstellungssache. Dort ist es immer unangenehm und für die geht es um alles«, erklärt der Übungsleiter. Um der Favoritenrolle gerecht zu werden, käme es darauf an, eine gute Abwehr gepaart mit einem schnellen Umschaltspiel an den Tag zu legen. Mit Ausnahme von Lukas Wallwaey und dem grippekranken Michel Vogel kann Trainer Weber dabei personell aus dem Vollen schöpfen.

TSV Griedel - HSG Lumdatal (Samstag, 19.30 Uhr/Sporthalle Butzbach): Lumdatal zählt zu jenen Teams, die am Sonntag sturmbedingt spielfrei hatten. »Der Verband hat es allen Vereinen gestattet, Spiele nach 16 Uhr kostenfrei abzusagen«, erläutert Trainer Eike Schuchmann. Desto motivierter reist die HSG nach Griedel, obschon Fragezeichen hinter dem Einsatz diverser Akteure stehen. Janek Henke und Alexander Bierbrauer hüteten unter der Woche mit Fieber das Bett. Jonas Schlapp kugelte sich im Training den Finger aus. »Zu Hause ist Griedel immer ein undankbarer Gegner«, warnt Schuchmann. »Sie spielen sehr konstanten Handball ohne Schnörkel«, beschreibt der Trainer die Spielanlage des TSV. Im Hinspiel lagen die Lumdataler nach 40 Minuten schon deutlich in Führung, bevor Griedel eine Aufholjagd startete und fast noch den Sieg davongetragen hätte.

TGS Langenhain - TSF Heuchelheim (So., 16 Uhr/Wilhelm-Busch-Sporthalle Langenhain): Mit einem überzeugenden 36:23 gegen den Tabellenletzten Friedberg landete Heuchelheim zuletzt einen wichtigen Sieg. Gegen den direkten Konkurrenten Langenhain erwartet Trainer Claus Well ein weiteres Schlüsselspiel. Mit einem Punktgewinn könnten sich die TSF vom Tabellenkeller absetzen: »Das ist das klare Ziel. Wir werden selbstbewusst gegen einen starken Aufsteiger antreten müssen«, sagt Well. Dass Langenhain unlängst bei den punktgleichen Holzheimern mit 23:33 badenging, ist für den Zwölften der Landesliga kein Ruhekissen.

TSV Lang-Göns - HSG Lollar/Ruttershausen (So., 17. Uhr/Karl-Zeiss-Halle): »Neben Linden ist das Derby gegen die HSG recht besonders«, verweist Michael Razen auf die Vielzahl an Spielern, die bereits das Trikot beider Vereine getragen hatten. Achtgeben will der Trainer besonders auf Christian Ziehm: »Er ist ein überragender Rückraumspieler. Ihn auszuschalten, ist eine Aufgabe. Dann sind wir dort auch klarer Favorit und müssen die zwei Punkte einfahren.« Vor allem die gute Deckungsarbeit der letzten Wochen hat dazu geführt, dass Lang-Göns nach Mini-Krise wieder auf dem sechsten Platz steht. Anders verhält es sich bei der Spielgemeinschaft von Trainer Dino Dragicevic. »Für uns ist jedes Spiel ein Derby, alle Spiele sind gleich schwer«, erklärt der erfahrene Übungsleiter mit Blick auf den Überlebenskampf seiner Mannschaft im Abstiegskampf. Krankheitsausfälle hatten das Training jüngst erschwert, am Sonntag könnte die HSG aber wieder vollzählig sein. »Wenn wir umsetzen, was wir im Training einüben und halbwegs komplett sind, haben wir eine Chance«, ist Dragicevic sicher.

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