08. November 2019, 22:01 Uhr

Dynamik ist Trumpf im Derby

08. November 2019, 22:01 Uhr
Andrea Schulz und ihre TSG Leihgestern sind leicht favorisiert.

Die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen und die TSG Leihgestern treffen am heutigen Samstag im Schlagerspiel der Handball-Landesliga der Frauen aufeinander. Wenn um 17 Uhr der Anpfiff ertönt, stehen sich in der Sporthalle Münchholzhausen der Ligazweite und der Spitzenreiter gegenüber. Die Spielführerinnen beider Teams blicken im Doppel-Interview voraus.

Marieke Naß, fangen wir mit den Gastgeberinnen an. Ihr Team hat sich in Griedel vorletzte Woche eine hohe Niederlage eingefangen, dann aber in Wiesbaden gewonnen. Ein Ausrutscher zur rechten Zeit?

Marieke Naß: Ja, würde ich tatsächlich sagen. In Griedel haben wir uns alle einen Totalausfall geleistet. Das war unnötig und gegen diesen Gegner auch nicht unbedingt einkalkuliert, aber dadurch waren wir gegen Wiesbaden total motiviert. Wir sind keine Motivationskanonen, keine Mannschaft, die nach jedem Sieg im Kreis springt. Aber nach diesem Spiel sind wir alle aufeinander gefallen und haben uns tierisch gefreut.

Die nächste Frage - zunächst an den Gast: Wie sehen Sie die Entwicklung Ihres Teams?

Andrea Schulz: Ich bin in der dritten Saison in Leihgestern. In dieser Zeit hat sich die Kurve bei allen nach oben bewegt. Aber wir sind noch lange nicht am Ende. Wir haben ein ziemlich junges Team, brauchen noch Zeit. Aber die Voraussetzungen sind da. Wir haben ein paar erfahrene Spielerinnen, die den jungen etwas mitgeben. Ich glaube, das ist eine gute Kombination. Wir haben in dieser Saison auf eine 3:2:1-Abwehr umgestellt, und die Mannschaft ist immer voll dabei, wenn sie von Jonna (Jensen, Trainerin; Anm. d. Red.) neuen Input bekommt.

Naß: Ich glaube, dass wir im Vergleich zur letzten Saison einen großen Schritt gemacht haben. Wir brauchten wohl dieses eine Jahr, um all die Veränderungen zu verinnerlichen, die Basti (Roth, Trainer; Anm. d. Red.) reingebracht hat. Und auch die Neuzugänge haben sich schnell integriert. Wir haben uns in dem Sinne gefestigt, dass wir Niederlagen schnell abhaken und weitermachen.

Mit welchen Ambitionen sind Sie in die Saison gestartet?

Naß: Wir haben uns das vordere Mittelfeld zum Ziel gesetzt, Platz drei bis sechs. Damit könnten wir hoch zufrieden sein.

Schulz: Ich weiß, dass wir eine qualitativ hochwertige Mannschaft haben, mit dem Potenzial oben mitzuspielen. Aber im Endeffekt muss man auch schauen, wie man Verletzungen wegsteckt - wie wir in den letzten Wochen. Das haben wir bisher gut kompensiert, aber ich bin kein Fan davon, auf das Ende der Saison zu blicken, weil immer viel passieren kann.

Wie schätzen Sie die Stärke der Liga ein?

Naß: Ähnlich wie letztes Jahr. Es gibt tatsächlich immer einen Aufsteiger, der es verdammt schwer hat. Im Mittelfeld ist es sehr ausgeglichen, da kann jeder jeden schlagen. Darüber gibt es dann ein paar Top-Teams, die aber auch nie sicher vor einem Ausrutscher sind.

Schulz: Ich fand diese Liga schon immer schwer einzuschätzen. In einem Jahr hast du das Gefühl, es sind nur »Schibbel-Mannschaften« und vier gute. Im nächsten Jahr ist es plötzlich so, dass du gegen jeden gewinnen, aber auch verlieren kannst. Ich glaube, dieses Jahr ist die Liga in Vierergruppen aufgeteilt. Vier kämpfen um den Aufstieg, vier um den Klassenerhalt, und vier sind in der Mitte.

Was erwarten Sie vom Derby?

Schulz: Ich glaube, dass das ein sehr schönes Spiel wird. Sowohl für die Mannschaften und Spielerinnen, als auch für die Zuschauer. Dutenhofen ist eine Mannschaft, die dynamischen Handball spielt. Ich mag das einfach, wenn es nicht so ein lahmes Spiel ist mit gefühlt Vier-Minuten-Angriffen. Da passiert was, da ist viel Action drin und wir selbst spielen ja auch gerne den dynamischen, schnellen Handball.

Naß: Ich hoffe, dass wir das Spiel enger gestalten können, als die letzten beiden Partien. Wir konnten in der letzten Saison zwar lange mithalten, aber am Ende wurde es aus unserer Sicht zu deutlich. Wir wissen, dass wir es in diesem Jahr spannender gestalten können, weil unsere Zugänge eingeschlagen haben. Es wäre schön, wenn die Halle voll wird und das Spiel einen gewissen Rahmen hätte. Wir sind sicher der Außenseiter, aber wir haben richtig Bock, und es wäre für uns jetzt schon das i-Tüpfelchen auf der Saison, wenn wir das Spiel auch für uns entscheiden.

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