03. November 2019, 22:07 Uhr

Dutenhofen bereit für Ligaschlager

03. November 2019, 22:07 Uhr
Die Landesliga-Handballerinnen des TVH 05/07 Hüttenberg II bejubeln ihren ersten Saisonsieg mit dem 30:22 am Samstag im Kellerduell beim Lokalrivalen HSG Kleenheim-Langgöns II. (Foto: ras)

Es ist angerichtet für das Spitzenspiel in der Handball-Landesliga der Frauen zwischen dem neuen Tabellenzweiten HSG Dutenhofen/Münchholzhausen (23:22 gegen Wiesbaden) und Spitzenreiter TSG Leihgestern (38:21 in Sindlingen) am kommenden Samstag um 17 Uhr in der Dutenhofener Sporthalle.

HSG Kleenheim-Langgöns II - TV 05/07 Hüttenberg II 22:30 (12:13): Im Lokalderby der Frauenhandball-Landesliga Mitte konnte die HSG Kleenheim-Langgöns II am Samstagabend nicht an die Leistung des vergangenen Spieltages anknüpfen. Stattdessen erarbeitete sich der TV 05/07 Hüttenberg II die ersten wichtigen Punkte der laufenden Saison und bezwang die Kleebachtalerinnen klar mit 30:22 (13:12).

»Ich kann im Wesentlichen nur den Hüttenbergerinnen zu einer vorbildlichen Derbyleistung gratulieren. Während man so in einem solchen Spiel auftritt, bin ich natürlich bezüglich der Leistung meines Teams angefressen«, ärgerte sich Christian Manderla, Coach der Hausherrinnen.

Diese standen am Samstag gänzlich mit dem falschen Bein auf und gerieten bis zur 16. Minute durch einen Doppeltreffer von Kira Rüpprich mit 3:9 in Rückstand. »Im Grunde war die Partie an dieser Stelle schon fast gelaufen, bei uns fehlte es einfach an allen Ecken und Enden. Das müssen wir unter der Woche in jedem Fall aufarbeiten«, erklärte Manderla.

Doch die Drittligareserve arbeitete sich kurz vor der Halbzeitpause nochmals heran, als Kira Suchantke auf 12:13 verkürzte. Das war für die HSG allerdings das letzte Mal, das man wirklich Licht am Ende des Tunnels sah, bevor die Hüttenbergerinnen im zweiten Durchgang verstärkt aufdrehten. Bis zur 52. Minute erhöhte der TVH II durch die starke Rückraumwerferin Karina Schmidt auf 26:19 und sorgte damit im Grunde bereits für die Entscheidung. Gerade aus der zweiten Reihe konnten die Blau-Roten für wichtige Angriffspunkte sorgen, zentral durch Schmidt und Kaya Saul.

Kleenheim: Altenheimer, Bork; Heidt, Barnusch (4), Dietz (2), Bretz, Schuch (3), Rüspeler (2), Lüdge (5), Kuschel, Marwald (2/2), vom Hagen, Suchantke (2), Bachenheimer (2). - Hüttenberg: Martin, Schaffer; Walter (2), Klaus (2), Stroh (1), Couper, Stankewitz, Herzberger (1), Schepp (1), Rüpprich (7), Müller, K. Schmidt (10/3), Saul (6), H.Schmidt. - Zuschauer: 75. - SR.: Tafferner/Tröller (Wettenberg). - Zeitstrafen: 10:8 Minuten. - Siebenmeter: 4/2:3/3.

HSG Dutenhofen/Münchholzhausen - HSG VfR Eintracht Wiesbaden 23:22 (12:15): Mit einem 23:22 Sieg hat die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen die bisher ungeschlagenen Wiesbadenerinnen bezwungen. In der Halbzeit lagen die Damen von Trainer Sebastian Roth noch mit drei Toren im Rückstand (12:15): »Für uns war es ein wahnsinniger Sieg, gerade in der zweiten Halbzeit haben wir super gedeckt. Wir hatten auch mit Marieke Naß einen starken Rückhalt und mit Lisa Schäfer und Miriam Schmidt zwei starke Leistungen im Angriff. Ausschlaggebend war aber auch unsere gute Abwehr, die es uns ermöglicht hat, den Rückstand Tor um Tor zu verkleinern und uns wieder zurück ins Spiel gebracht hat.«

Beide Teams begannen ausgeglichen und nach elf gespielten Minuten war das Zwischenergebnis 5:5. Wiesbaden erzielte in der Folgezeit einige leichte Tempogegenstoß-Tore und konnte sich bis auf 12:9 in der 20. Minute absetzten. Kurz vor der Halbzeit betrug der Rückstand beim 10:15 sogar fünf Tore. Die HSG erzielte in der Schlussminute allerdings noch zwei Tore und verkürzte wieder.

Die zweite Halbzeit zeigte sich wie von Trainer Roth beschrieben. Eine aggressive Abwehr mit starker Torfrau im Rücken und einen willensstarken Angriff, der Tor um Tor aufholen konnte. In der 48. Minute war der Ausgleich geschafft (20:20). In der 52. Minute folgte die erste Führung von 22:21. Die Schlussphase des Spieles war geprägt durch viele Zwei-Minuten-Strafen und Wiesbaden konnte in der 58. Minute sogar wieder den Anschluss herstellen. Dennoch ließen sich die Grün-Weißen nicht verunsichern, schaffte es den Sieg über die Zeit zu bringen und damit für ein echtes Spitzenspiel am nächsten Spieltag gegen Leihgestern zu sorgen.

Dutenhofen/Münchholzhausen: Pafla, Naß; Klein, Schmidt (4), Bender (4), Schmidt, Neumann (2), Kreiling (1), Carotenuto (1), Hahn, Schäfer (3), Hels (1), Müller (7/7). - SR: Niemann/Schetzkens. - Zeitstrafen: 6:10. - Siebenmeter: 9/7:6/3.

HSG Sindlingen/Zeilsheim - TSG Leihgestern 21:38 (11:15): Einen mehr als deutlichen Auswärtssieg konnten die Damen des Landesliga-Spitzenreiters TSG Leihgestern erreichen. Das Ergebnis täuscht aber etwas über die Leistung der TSG-Damen hinweg. »Eigentlich wollten wir etwas komplett anderes zeigen, als das was uns dann in den 60 Minuten gelungen ist. Wir haben nie die Kompaktheit in unserer 3:2:1-Abwehr hinbekommen und es wurde auch nicht wirklich viel besser mit der defensiveren 6:0-Abwehr. Das Positive ist, es hat sich niemand verletzt und wir haben gewonnen, das war es aber dann auch«, so Trainerin Jonna Jensen.

Aber so ist es oft im Sport. Wenn der Klassenprimus gegen Mannschaften aus dem Tabellenkeller an tritt, fehlen manchmal die letzten fünf Prozent Konzentration. Die Gastgeberinnen legten auch durchaus bemerkenswert los, sie führten in der siebten Minute mit 5:2. Beim Spielstand von 6:3 in der zehnten Minute stellten die Verantwortlichen der TSG bei einer Auszeit die Mannschaft neu ein. Diese Maßnahme zeigte auch den gewünschten Erfolg, in der 13. Minute war der Ausgleich beim 6:6 geschafft. Zehn Minuten später war aber immer noch nicht die sichere Abwehr und die Geduld im Angriff der TSG-Damen zu erkennen. Sie führten zwar 11:9, aber es war keine gute Leistung. Mit einem 11:15 aus Gastgebersicht wurden die Seiten gewechselt.

Die Halbzeitansprache von Jonna Jensen zeigte die gewünschte Wirkung und Leihgestern legte nun von Minute zu Minute nach. In der 40. Minute war der Vorsprung auf 24:17 angewachsen. Der TSG-Express fing langsam an, Fahrt aufzunehmen. Der Vorsprung vergrößerte sich von Minute zu Minute und es war schnell nur noch die Höhe des Auswärtssieges unklar. Letztendlich war es ein Sieg mit 17! Toren Vorsprung. Leihgestern bleibt weiter ungeschlagen und ist nun bereit für das Spitzenspiel in Dutenhofen am nächsten Wochenende.

Leihgestern: Stövesand, Teichner; van Wickern (1), Zieger (1), Steinhaus (9/1), Penning, Viebahn (11/7), Appel (4), Reeh (4/2), Schulz (4), Kunzig (1), Faber (3). - SR: Dankwardt/Krestan. - Zeitstrafen: 4:8 Minuten. - Siebenmeter: 9/6:11/10.

TSG Eddersheim II - HSG Wettenberg II 26:21 (18:7): Im vierten Spiel duellierte sich die HSG Wettenberg II in der Begegnung zweier Tabellennachbarn mit der TSG Eddersheim II. Dabei musste die junge Wettenberger Truppe gerade im ersten Durchgang ordentlich Lehrgeld zahlen und fuhr mit einer 21:26 (8:17)-Niederlage im Gepäck zurück. HSG-Trainer Ralf Schmitz fand nach dem Spiel klare Worte: »Das war eine katastrophale erste Halbzeit von uns. Wir haben überhaupt nicht dagegengehalten und es Eddersheim viel zu leicht gemacht. Nach der Pause sind wir mit einer ganz anderen Einstellung aufs Feld gegangen, haben gekämpft, aber bei -4 eine Überzahl verloren, sodass wir nicht noch näher herankamen.«

Die Eddersheimer Drittliga-Reserve kam mit viel Schwung in die Partie und lag nach zehn Minuten mit 6:2 vorne. Die Gäste verkürzten zwischenzeitlich auf 4:6, hatten der Körperlichkeit und Spielweise der TSG aber nur wenig entgegenzusetzen. Trotz einer zwischenzeitlichen Auszeit wuchs der Rückstand aus Sicht der Gäste weiter kontinuierlich an. Über 10:4 und 13:6 ging Eddersheim mit einer 17:8-Führung in die Pause.

In der zweiten Spielhälfte bot Wettenberg II von Beginn an eine couragiertere Leistung und zeigte sich dabei insbesondere in der Defensive kompakter und mehr Einsatz. Die HSG konnte dank der besseren Leistung auf beiden Seiten des Spielfelds Tor um Tor verkürzen und schnupperte knapp neun Minuten vor dem Ende beim Zwischenstand von 19:23 noch einmal Morgenluft. Eddersheim blieb davon unbeeindruckt, spielte weiter geduldig und fuhr einen letztendlich ungefährdeten Heimsieg ein.

Wettenberg: Kraus, Stöhr; Jansche (4), Risse (2), Fischermanns (1), Rückel (2), Drommershausen, Till (3), Herbert (3), Simon, Rolshausen (2), Kant, Schneider (4/1), Weise. - SR: Ladwig/Ladwig. - Zus.: 20. - Zeitstrafen: 0:6 Minuten. - Siebenmeter: 2/1:6/5.

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