Zum zweiten Mal in einer Woche auf Augenhöhe mit einem Spitzenteam - zum zweiten Mal am Ende mit einem Tor Unterschied verloren. Die Zweitliga-Handballer des TV 05/07 Hüttenberg belohnten sich auch am Samstagabend beim Spitzenreiter HSC 2000 Coburg nicht für einen guten Auftritt. Die bittere 26:27 (12:12)-Niederlage verschärft die Lage im Abstiegskampf, zumal der Vorletzte TV Emsdetten den Tabellenzweiten ASV Hamm besiegte und damit bis auf zwei Punkte aufschloss.

Wie im Hinspiel war es spannend, wie im Hinspiel mit einem Kempa-Tor von Björn Zintel als letzter Hüttenberger Treffer. Aber auch wie im Hinspiel mit einem denkbar knappen Sieg für die Heimmannschaft endete der Thriller in der HUK-Coburg-Arena. Denn nachdem TVH-Coach Frederick Griesbach in seiner letzten Auszeit eine halbe Minute vor dem Schlusspfiff sein Team mit sieben Feldspielern auf die Platte schickte und Zintel einen Paß von Markus Stegefelt bei noch 19 Sekunden auf der Uhr versenkte, fehlten ganze drei Sekunden zum Punktgewinn - den ein Glückstreffer von Andreas Schröder verhinderte und die Blau-Weiß-Roten ins Tal der Tränen schickte.

Denn die Gäste traten fokussiert auf, Griesbach verteilte geschickt die Belastung, sodass die knapp 2700 Zuschauern eine ausgeglichene Partie sahen. Nach dem besseren Start der Hausherren konnte Björn Zintel zuerst wunderbar Kreisläufer Moritz Zörb bedienen und in der zehnten Minute nach feinem Paß von Dieudonné Mubenzem zur 4:3-Führung einwerfen. Das Team von Ex-TVH-Trainer Jan Gorr drehte aber, gestützt auf den treffsicheren Florian Billek, das Spiel zum 9:7. Da aber Dominik Plaue, von der Bank kommend, dem Heuchelheimer einen Siebenmeter abknöpfte, konnten die Gäste zum Pausen-12:12 durch Tomáš Sklenák ausgleichen.

Gorr stellte um und beorderte Tobias Varvne von der Mitte auf die halblinke Position. Was letztlich spielentscheidend sein sollte. Denn der Schwede war es fast alleine, der sein Team im Spiel hielt, sieben Tore in Abschnitt zwei erzielte und bei acht Versuchen fehlerlos blieb. So konnten die Gäste zwar in der 40. Minute zwei Tore vorlegen, als Hendrik Schreiber in der zweiten Welle entschlossen den Ball ins Netz jagte. Doch Strafzeiten gegen den TVH ließen Coburg immer wieder aufschließen.

Die Handballer aus Hochelheim und Hörnsheim taten sich nun im Angriff schwerer, konnten sich aber auf Plaue verlassen, der Billek einen Tempogegenstoß wegnahm und auch einen Siebenmeter von Lukas Wucherpfennig parierte. So lag Hüttenberg über das 23:22 von Sklenák, als der 37-jährige seine ganze Routine zeigte, bis zum 25:24 durch einen Rückraumtreffer von Markus Stegefelt drei Minuten vor dem Schlusspfiff weiter vorn. Durch einen weiteren Strafwurf von Wucherpfennig und den achten Treffer von Varvne geriet der TVH dann aber doch noch in Rückstand. Die Belohnung nach dem letzten Zintel-Treffer blieb diesmal aus.

»Es hat heute irgendwie nicht sollen sein«, war Griesbach nach der Partie natürlich sehr geknickt. »Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie kämpfen, sie halten sich an den Plan. Viel besser können wir nicht spielen. Aber Leistungssport ist auch Ergebnissport. Und da hat es auch heute wieder nicht ganz gereicht. Lob hilft uns nicht. Wir stehen mit 0:4 Punkten aus den letzten beiden Spielen da. Daher herrscht nun eine Mischung aus Wut, Enttäuschung und Leere«, analysierte Griesbach.

Coburg: Kulhánek, Poltrum, Apfel; Preller, Jäger (3), Wucherpfennig (3/3), Sproß, Kelm, Weber (2), Billek (7/2), Knauer (1), Zettermann (1), Varvne (8), Zeman (1), Schröder (1), Neuhold.

Hüttenberg: Plaue, Weber; Fuß, Sklenák (3), Lambrecht, Rompf, Zörb (3), Stegefelt (4/1), Mubenzem (2), Hübscher (4/3), Hahn (1), Zintel (6), Klein, Schreiber (3).

Stenogramm: SR: Fedtke/Winrich (Berlin). - Siebenmeter: 7/5:5/4. - Zeitstrafen: 2 - 10 Strafminuten. - Zuschauer: 2678.

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