Lokalsport

Drei Gegentore binnen 82 Sekunden

(hs) Am Aufstellungspuzzle hatte Petri Kujala, der Trainer des Eishockey-Zweitligisten EC Bad Nauheim, heftig gearbeitet. Aber auch mit neu formierten Reihen unterlagen die Roten Teufel am Freitag mit 5:6 (1:0, 2:2, 2:3/0:1) nach Penaltyschießen bei den Eispiraten Crimmitschau. Im kalten Sahnpark nahm der kühle Finne die fünfte DEL2-Auswärtsniederlage in Serie konsterniert zur Kenntnis. Im letzten Drittel drehten die Westsachsen die Partie mit einem »Dreierpack« binnen 82 Sekunden. Zuvor waren die Gäste dreimal in Führung gegangen.
10. Dezember 2016, 12:00 Uhr
Redaktion
DEL 2 - Lauistzer Füchse gg. Rote Teufel EC Bad Nauheim
Entsetzt: Trainer Petri Kujala sieht, wie seine Mannschaft in Crimmitschau nach dreimaliger Führung drei Gegentore binnen 82 Sekunden kassiert.
(hs) Am Aufstellungspuzzle hatte Petri Kujala, der Trainer des Eishockey-Zweitligisten EC Bad Nauheim, heftig gearbeitet. Aber auch mit neu formierten Reihen unterlagen die Roten Teufel am Freitag mit 5:6 (1:0, 2:2, 2:3/0:1) nach Penaltyschießen bei den Eispiraten Crimmitschau. Im kalten Sahnpark nahm der kühle Finne die fünfte DEL2-Auswärtsniederlage in Serie konsterniert zur Kenntnis. Im letzten Drittel drehten die Westsachsen die Partie mit einem »Dreierpack« binnen 82 Sekunden. Zuvor waren die Gäste dreimal in Führung gegangen.
Nach vier Auswärts-Niederlagen in Serie hatte Petri Kujala die Formationen verändert. Diego Hofland rückte unter anderem in die Verteidigung und Marcel Pfänder in die vierte Angriffsreihe. Mehr Zug zum Tor – diese Maxime wollten die Wetterauer von Beginn an untermauern: Andreas Pauli und Harry Lange prüften Crimmitschau-Schlussmann Ryan Nie bereits nach wenigen Sekunden, Jonas Gerstung (9./bei 4:4) und Vitalij Aab (12./Zuspiel Dusan Frosch) hatten die Führung auf der Kelle. Im zweiten EC-Powerplay verwertete dann Ales Kranjc (13.) die Vorlage Juuso Rajalas zum verdienten 0:1 (13.). Radek Krestan (14.) und Daniel Ketter (15.) vergaben gute Chancen, auf der Gegenseite verpassten Ivan Ciernik und erneut Bartek (beide 16.) in Überzahl.
Den schnellen Ausgleich in Durchgang zwei durch den Ex-Nauheimer Jason Pinizzotto (23.) im Powerplay beantwortete Frosch nach Klasse-Vorarbeit von Dominik Meisinger ganze 137 Sekunden später. Bad Nauheim blieb am Drücker, um das Crimmitschauer Mini-Aufgebot (16 Spieler) zu zermürben. Nick Dineen (35.) scheiterte knapp, ebenso wie kurz darauf Eispirat Bartek (36.). Nach Danny Pykas Ausgleich (37.) dauerte es wieder nur 70 Sekunden bis zum 2:3 durch Kranjc. Einen 82-Sekunden-Blackout nutzten Ciernik, Hoeffel und Guts zwischen der 47. und 49. Minute zum 5:3. Die Hessen retteten sich durch Meisinger (55.) und Frosch (58) in die Overtime. Im Penaltyschießen traf Patrick Pohl zur Entscheidung.
Steno: Tore: 0:1 (13.) Kranjc (Rajala – 5-4), 1:1 (23.) Pinizzotto (Schietzold, Lee – 5-4), 1:2 (25.) Frosch (Meisinger), 2:2 (37.) Pyka (4-4), 2:3 (38.) Kranjc (Frosch – 4-4), 3:3 (47.) Ciernik, 4:3 (48.) Hoeffel (Lee), 5:3 (49.) Guts (Tramm), 5:4 (55.) Meisinger (Rajala), 5:5 (58.) Frosch (Hofland, Pfänder), 6:5 Pohl (Penalty) . – Strafen: 14 / 12. – Zuschauer: 1482.

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