28. April 2020, 21:18 Uhr

Basketball

»Die ganze Welt wird auf uns schauen«

28. April 2020, 21:18 Uhr
Gunnar Wöbke, Geschäftsführer der Frankfurt Skyliners, spricht von einer »Ausnahmesituation« für die Spieler. DPA

Die Frankfurt Skyliners müssen sich in der Corona-Zeit auf ungewöhnliche Maßnahmen einstellen, damit es in der Basketball-Bundesliga weiter geht. Die Profis sollen bei einer Saison-Fortsetzung im Turniermodus voraussichtlich weitgehend abgeschottet werden. »Wir werden die Leute rausholen aus dem normalen Leben. Das ist natürlich auch eine besondere Belastung«, sagte Gunnar Wöbke, Geschäftsführer der Skyliners, in einem Podcast der Frankfurter. »Wir müssen uns um das Wohl unserer Spieler kümmern, die vier, fünf Wochen von ihren Familien getrennt sein werden. Das ist eine Ausnahmesituation, das muss man ganz klar so sagen.«

Die Clubs und die Ligaspitze hatten am Montag einstimmig beschlossen, die Saison mit zehn Vereinen, darunter auch Frankfurt, fortführen zu wollen. Diese sollen zunächst in zwei Fünfer-Gruppen und dann in Playoffs an einem Standort ohne Zuschauer den Meister küren. Die Pläne müssen noch von den Behörden und der Politik genehmigt werden. Die Details des Konzepts sollen zeitnah ausgearbeitet werden, schon am Dienstag traf sich erstmals die einberufene Expertengruppe.

Dabei sollen die Profis voraussichtlich schon vor dem Turnier von äußeren Einflüssen abgehalten werden. »Wir werden die Spieler isolieren, wenn wir sie zurückholen und erst mal 14 Tage in Einzelzimmer in Quarantäne stecken«, sagte Wöbke. Die Spieler sollen jeden Morgen medizinisch untersucht und zweimal die Woche auf das Coronavirus getestet werden. »Nach den 14 Tagen werden wir eine Gruppe von Leuten haben, die definitiv gesund sind.«

Den Standort, an dem das Turnier stattfinden soll, will die Liga am Montag bestimmen. »Wir als Frankfurt würden anbieten, wenn wir die Anforderungen erfüllen können, Austragungsort zu werden«, sagte Wöbke. Es werde darum aber keinen Kampf geben. »Wenn es einen anderen Standort gibt, der besser geeinigt ist, gehen wir dahin«, betonte er.

Man werde sich bemühen, alle Spieler zurückzuholen, die sich inzwischen im Ausland aufhalten. »Die ganze Welt wird auf uns schauen, nirgendwo sonst auf der Welt wird sonst Sport stattfinden, außer vielleicht in der Fußball-Bundesliga«, sagte Wöbke.

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