01. Januar 2017, 20:39 Uhr

Die Sport-Ziele fürs neue Jahr

Seit zwei Tagen läuft das Jahr 2017. Sechs heimische Sportler erzählen hier, was sie momentan bewegt, weshalb wir dankbar sein können und welche Ziele sie sich gesteckt haben.
01. Januar 2017, 20:39 Uhr
D. Bulut
»Aus eigener Kraft schaffen«
Daniyel Bulut (36 Jahre alt, Gießen, bekannter Fußballtrainer aus dem heimischen Raum): Ich bin da ganz einfach gestrickt. Die Gesundheit von mir und den Mitmenschen, die ich kenne, hat Priorität eins. In der heutigen Zeit ist der größte Wunsch, dass es ruhig bleibt in der Welt. Persönlich kommt man ins Nachdenken, wenn man mitbekommt, dass Bekannte mit 52 Jahren an einem Herzinfarkt sterben. Gesundheit und Frieden sind nicht selbstverständlich. Wer das hat, kann alles aus eigener Kraft schaffen. Wer in anderen Ländern unterwegs war, wird schnell merken: Deutschland ist das Paradies. Auf den Sport bezogen: Natürlich möchte man als Fußballtrainer gerne auf dem Platz stehen. Aber es muss auch passen. Die Arbeit bleibt die Hauptanlaufstelle, der Fußball ist immer noch ein Hobby.
»Handyfreie Zeit«
Sandra Landgraf (40, Pohlheim, frühere Referentin für Frauenfußball im Kreis Gießen): Vorhaben und Wünsche hat man ja eigentlich das ganze Jahr über und nicht nur zu Neujahr. Bei mir sind es momentan zwei Dinge, die ich mir wünsche: Im privaten Bereich mussten wir in diesem Jahr einiges an Krankheitsfällen wegstecken, ich hoffe, dass meine Mitmenschen und ich im neuen Jahr davon verschont bleiben. Und zum anderen nehme ich mir vor, das Handy doch öfter mal wegzulegen und kein Whatsapp und Co. auf dem Schirm zu haben. Mein Mann würde denke ich schon behaupten, dass ich ein Handy-Junkie bin. Wir waren neulich für zwei Wochen auf einer Schiffsreise im Urlaub und hatten kein WLAN. Ich muss sagen: Ich hab es null vermisst. Das war eigentlich ein schönes Gefühl, einmal nicht antworten zu müssen. Man sollte sich nicht immer verpflichtet fühlen, sofort zu schreiben.
»Verletzungsfrei bleiben«
Kian Golafra (25, Gießen, Spieler von Fußball-Regionalligist Watzenborn-Steinberg): 2016 war sportlich betrachtet kein gutes Jahr für mich – nach meiner Verletzung Anfang Januar in der Halle konnte ich nie richtig Tritt fassen, im zweiten Halbjahr hatte ich viele muskuläre Probleme. Von daher hoffe ich nun, dass ich verletzungsfrei bleibe, eine komplette Vorbereitung mitmache, fit werde und eine Chance in der Regionalliga bekomme. Ich hoffe auch auf mehr Ruhe im Verein und natürlich auf den Klassenerhalt, der aus meiner Sicht allerdings eine sehr schwierige Aufgabe wird.
»Auf College-Tennis vorbereiten«
Alena Sättler (18, Beuern, Tennisspielerin von RW Gießen): Bei mir stehen vor allem zwei Dinge im Fokus: Die Weiterentwicklung im Tennis und das bevorstehende Abitur. Derzeit versuche ich viel Matchpraxis zu sammeln, um in den USA möglichst viel nachweisen zu können. Entweder im August oder Anfang 2018 werde ich wohl zum College-Tennis dorthinziehen, aktuell gibt es verschiedene Angebote aus verschiedenen Staaten, eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Für unsere Damen-Verbandsligamannschaft hoffe ich natürlich auf den Klassenerhalt. Im März geht’s für mich dann auch mit den Abiturprüfungen los. Ursprüngliches Ziel war einmal ein Schnitt von 1,8, momentan liege ich so bei 2,0. Ansonsten hoffe ich, dass meine Familie gesund bleibt. Uns geht’s gut, unser rund einjähriger Hund hält uns mächtig auf Trab.
»Der Stiuation bewusst sein«
Detlef Herbst (61,, Lich, Vorsitzender des Karate Dojo Lich): Meine Ziele sind stark mit dem Karate Dojo verbunden. Wir wollen besser auf die Bedürfnisse der Menschen eingehen – vor allem auf die der Älteren, die in unserem Metier rund um Karate bislang nicht gut genug betreut wurden. Wir werden uns ausweiten, außerhalb von Lich. Schade finde ich, dass es bislang keine Auswirkungen hat, dass Karate ab 2020 olympisch ist. Eine größere finanzielle Unterstützung bleibt bislang aus. Das spüren auch wir. Aber das sind Probleme, die weit nach hinten rücken, wenn man auf die Welt schaut. Frieden auf der ganzen Erde ist eine Utopie – wir sollten uns in Deutschland der Ausnahmesituation bewusst sein. Seit über 70 Jahren sind wir nicht in einen Krieg verwickelt, das hat kaum eine Generation vor uns erlebt.
»Weiter so viel Spaß am Sport«
Jacky Klippert (24, Gießen, Spielerin bei Fußball-Frauen-Zweitiligst FSV Hessen Wetzlar): Bei mir dreht sich fast alles um Fußball – ich habe es nie anders kennengelernt und hoffe einfach, dass ich auch in Zukunft so viel Spaß mit diesem Sport haben werde. Als Co-Trainerin der B-Jugend beim VfB 1900 Gießen, aber vor allem auch als Spielerin beim FSV Hessen Wetzlar. Der Aufstieg in die Bundesliga hätte zwar etwas sehr Schönes, ist jetzt aber nicht unser Ziel. Wir hatten in der Hinrunde alle Topteams zuhause, da müssen wir jetzt auswärts ran. Abgesehen vom Fußball hoffe ich, viel Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen. Ich bin jetzt nicht unbedingt froh, dass das Jahr 2016 abgehakt ist – es darf also gerne so weitergehen.

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