25. Oktober 2018, 19:48 Uhr

Derbyzeit am Freitagabend

25. Oktober 2018, 19:48 Uhr
Während die Hüttenberger Oberliga-Handballer um Evgenij Chalepo (am Ball) heute Abend im Derby die HSG Pohlheim erwarten, hat die HSG Wettenberg um Aron Weise (rotes Trikot) am Sonntag in Groß-Umstadt anzutreten. (Foto: ras)

Spieltag sieben in der Handball-Oberliga, in der die TSG Offenbach-Bürgel mit dem Sieg am vergangenen Wochenende in Oberkleen die Tabellenführung übernommen hat. Durch die Niederlage gegen die Handballer vom Main ist die HSG Kleenheim-Langgöns auf Platz zwei abgerutscht, möchte aber nicht durchgereicht werden, denn mit einem weiteren Punkt Rückstand folgen insgesamt fünf Mannschaften. Auch die HSG Wettenberg ist in fremder Halle gefordert. Im Duell zweier Mannschaften aus der Verfolgergruppe sind die Wettenberger bei der MSG Groß-Umstadt/Habitzheim zu Gast. Auch diesmal steht ein Mittelhessenderby auf dem Dienstplan, das traditionell am Freitag ausgetragen wird. Heute Abend erwartet die U23-Mannschaft des TV Hüttenberg, bei der erstmals Torsten Menges auf der Trainerbank Platz nehmen wird, die zuletzt recht erfolgreiche HSG Pohlheim.

TV Hüttenberg U23 – HSG Pohlheim (Fr., 20.15 Uhr/Sporthalle Hüttenberg): Im Spiel eins mit Torsten Menges auf der Bank treffen die Hüttenberger zur besten Derbyzeit auf die HSG Pohlheim und damit auf eine Mannschaft, die nach zuletzt drei Siegen bei 8:4 Punkten in der erweiterten Spitzengruppe angekommen ist. Menges hat das Spiel seiner Mannschaft vor einer Woche in Wettenberg verfolgt. Über 50 Minuten war der TVH dabei gleichwertig, ehe in den Schlussminuten, auch bedingt durch die Verletzung von Merlin Fuß, die junge Truppe etwas an Substanz verlor und die Gastgeber davonziehen lassen musste. Heute gegen Pohlheim ist Merlin Fuß wieder dabei. »Wir spielen in der gleichen Besetzung wie in Wettenberg«, berichtet der ehemalige Bundesliga-Torhüter, der mit großem Respekt von den heutigen Gästen spricht. »Eine stabile 6:0-Abwehr und zwei schnelle Außen im Angriff«, nennt er zwei Merkmale der Pohlheimer Mannschaft. Dass Pohlheims Spielmacher Max Rühl im Spiel gegen Münster 14 Treffer erzielt hatte, war beim TVH natürlich auch ein Thema.

»Wir werden den TV Hüttenberg nicht unterschätzen«, verspricht Pohlheims Trainer Jens Dapper, der sicher ist, dass seine Mannschaft gegen die 3:2:1-Deckung der Gastgeber immer wieder Lösungen findet, selbst wenn der Gegner ein besonderes Augenmerk auf den HSG-Spielgestalter Rühl legen wird. Im Derby heute Abend wird Dapper wohl auf Florian Niklas und Thimo Wagner sowie Lukas Happel verzichten müssen. Der HSG-Coach wird also auf dieselbe Mannschaft zurückgreifen, die die starke TSG Münster bezwungen hat. Ob der Trainerwechsel den Gastgebern einen Schub geben kann? Dapper verweist darauf, dass auch Johannes Wohlrab sowie Interimstrainer Arno Jung absolute Handball-Experten seien. Der TVH wird also nicht nach seinem Tabellenstand gemessen. Allerdings hat auch die HSG Pohlheim selbst keinen Grund, sich in besonderer Weise auf den Gegner einzustellen. Dapper sieht seine Mannschaft in der Lage, auf besondere Situationen reagieren zu können. Das kann sie nun unter Beweis stellen.

TV Büttelborn – HSG Kleenheim-Langgöns (Sa., 19.30 Uhr/Sporthalle Georgenstraße): Nach der ersten Saisonniederlage folgt für die HSG der Auftritt beim Aufsteiger. »Büttelborn hat bisher zu Hause einige gute Spiele gemacht«, äußert sich Kleenheims Trainer Matthias Wendlandt vor der Partie diplomatisch vorsichtig und verweist darauf, dass der Aufsteiger immerhin gegen die HSG Wettenberg gewonnen hat. »Die Büttelborner spielen mit viel Tempo über die zweite Welle und sind vorne sehr ausgeglichen besetzt«, ergänzt der HSG-Coach. Im Rückblick auf die Heimniederlage am letzten Wochenende gegen Bürgel stellte er fest: »Wir haben nicht 100 Prozent abrufen können, unter anderem, weil einige Spieler in der Woche davor nicht trainieren konnten, weil sie krank oder verletzt waren.« Allerdings gibt Wendlandt Entwarnung: »Die Lage hat sich deutlich verbessert. Ich hoffe, dass das so bleibt«, berichtet er. »Alle Spieler sind fit.«

MSG Umstadt/Habitzheim – HSG Wettenberg (So., 18 Uhr/Heinrich-Klein-Halle Groß-Umstadt): »Umstadt/Habitzheim ist in dieser Saison mit einer erneuerten Mannschaft erfolgreicher als in der letzten«, teilt Wettenbergs Trainer Axel Spandau mit. Die Südhessen gehören mit 8:4 Punkten zu dem fünf Mannschaften zählenden Verfolgerfeld. Die Wettenberger haben allerdings die gleiche Punktzahl auf dem Konto. Spielertrainer Marko Sokicic bezeichnet Spandau als Kopf der Groß-Umstädter Mannschaft, gemeinsam mit David Acic. »Groß-Umstadt spielt mit einer unbequemen 3:2:1-Abwehr, aber wir hatten schon Zeit, gegen Hüttenberg zu ›üben‹«, meint der Wettenberger Coach und fügt hinzu: »Die Mannschaft ist schnell im Gegenstoß über die Außen und verfügt mit Dennis Daschewski über einen starken Werfer auf der Position Rückraum links.« Bei der HSG Wettenberg sind mehrere Spieler erkrankt. Der Coach hofft, dass sie sich bis Sonntag auskuriert haben. Verletzte haben die Wettenberger nicht zu beklagen. Fehlen wird auf jeden Fall Kai Olbert, der bei der Landtagswahl im Einsatz ist.

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