27. September 2019, 06:45 Uhr

Handball

Derby als Zuschauermagnet

In der Handball-Landesliga der Männer steht das Duell HSG Linden gegen TSV Lang-Göns am Freitagabend im Fokus.
27. September 2019, 06:45 Uhr
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Von Sebastian Kilsbach
Sören Deimer fehlte zuletzt krankheitsbedingt, soll aber heute Abend für die HSG Linden im Landesliga-Derby gegen den TSV Lang-Göns wieder zum Einsatz kommen. (Foto: hf)

In der Handball-Landesliga der Männer steht das Derby zwischen deer SG Linden und dem TSV Lang-Göns im Mittelpunkt des Spieltages. »Wir haben den absoluten Meisterschaftsfavoriten zu Gast«, ist Lindens Coach Mario Weber voller Vorfreude. Sein Gegenüber Michael Razen rechnet heute Abend mit einer proppenvollen Halle in Lützellinden und einer entsprechenden Atmosphäre. Mit der Partie TV 05/07 Hüttenberg II gegen die HSG Lumdatal kommt es ebenfalls schon heute Abend zum zweiten Mittelhessen-Derby. Die HSG Lollar/Ruttershausen will am Samstag gegen den TSV Griedel unbedingt die ersten Punkte der Saison einfahren.

HSG Linden - TSV Lang-Göns (Fr., 20 Uhr/Sporthalle Lützellinden): Lindens Coach Mario Weber ist voll des Lobes, wenn er auf den TSV zu sprechen kommt: »Sie sind auch individuell die am besten besetzte Mannschaft der Liga.« Das eigene Licht komplett unter den Scheffel stellen muss er allerdings nicht. Immerhin brachte seine HSG am vergangenen Samstag mit Wiesbaden einen anderen Meisterschaftsanwärter erfolgreich zu Fall: 26:24 hieß es auswärts bei Eintracht Wiesbaden. An diese Leistung gälte es anzuknüpfen, um das Spiel möglichst lange offenzuhalten.

»Das war nach ihrem verpatzten Saisonstart in Griedel schon ein Ausrufezeichen«, knüpft Lang-Göns-Trainer Michael Razen an. »Linden spielt eine sehr aggressive 3:2:1-Deckung«, so Razen weiter, der auch das Umschaltspiel der HSG lobt und eine Warnung ausspricht: »Da müssen wir diszipliniert spielen. Aber es ist ein Derby. Da gewinnt meist der, der es am meisten will.«

TV 05/07 Hüttenberg II - HSG Lumdatal (Fr., 20:15 Uhr/Sporthalle Hüttenberg): Jeweils ein Sieg und eine Niederlage stehen für die Kontrahenten des dritten Spieltags zu Buche. Die Hausherren aus Hüttenberg mussten sich zuletzt mit 19:25 Kastel beugen. »In der ersten Halbzeit haben wir noch eine gute Leistung gezeigt. Hinten heraus lief es etwas unglücklich. Ich habe die Abwehr geöffnet, so fiel das Endergebnis gefühlt zu hoch aus«, erklärt Coach Dirk Happel zugleich, wie es gegen Lumdatal nicht laufen soll.

Mit der HSG sieht der Trainer sein Team auf Augenhöhe, warnt aber vor dem starken Rückraum seines Gegners um Marcel Köhler und Lorenz Heß. Zusammen 15 Tore habe beide zuletzt beim Sieg über Lollar beigesteuert. Die Lumdataler haben zuletzt beim 39:34 im Derby gegen Lollar/Ruttershausen im Angriff überzeugt, dafür in der Abwehr Schwächen gezeigt. Diesmal möchte man auf jeden Fall unter 30 Gegentoren bleiben.

HSG Lollar/Ruttershausen - TSV Griedel (Sa., 18 Uhr/Sporthalle Lollar-Süd): Noch ohne Sieg steht Lollar/Ruttershausen da. In Panik verfällt Trainer Sören Asboe vor dem Aufeinandertreffen mit Griedel aber nicht. »Wir sind realistisch in die Saison hineingegangen. Der Klassenerhalt ist zunächst unser Ziel«, erklärt er. Entsprechend heiß sind seine Jungs aber auf das Heimspiel am Samstag. Griedel jedoch ist sehr eingespielt, musste im Vergleich zum Vorjahr keine größeren Eruptionen am Kader verkraften. »Unsere Bilanz in den letzten zwei Jahren ist ausbaufähig«, so der Trainer. Am liebsten wäre Asboe eine Mixtur der bisherigen Partien: Die starke Defensive aus dem Auftaktspiel gegen Hüttenberg, gepaart mit der offensiven Schlagkraft, die man beim 34:39 gegen Lumdatal zweifelsfrei zeigte. Zu achten gilt es auf die Variabilität, die der TSV in seinem Spiel an den Tag legt. Griedel hat einen guten Saisonstart erwischt. Knapp konnte zunächst Linden bezwungen werden, auch gegen den TV Petterweil hielt man das Match bis zuletzt offen. »Das war schon überraschend«, zollt Asboe Respekt.



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