Lokalsport

Der letzte Freiwurf sitzt

Mit einem direkten Freiwurftreffer von Ian Weber nach der Schlusssirene entführte die U19 der HSG Wetzlar einen Punkt beim SC DHfK Leipzig und hat nun wieder gute Karten im Kampf um einen der ersten beiden Plätze der Handball-Bundesliga der männlichen A-Jugend (Staffel Ost). 27:27 (16:12) hieß es am Ende in Sachsen.
11. März 2018, 21:53 Uhr
Rainer Schmidt
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Martin Saul vertritt in Leipzig Thomas Weber und sieht ein Remis der HSG Wetzlar U19 in der Jugend-Bundesliga. (Foto: ras)

Mit einem direkten Freiwurftreffer von Ian Weber nach der Schlusssirene entführte die U19 der HSG Wetzlar einen Punkt beim SC DHfK Leipzig und hat nun wieder gute Karten im Kampf um einen der ersten beiden Plätze der Handball-Bundesliga der männlichen A-Jugend (Staffel Ost). 27:27 (16:12) hieß es am Ende in Sachsen.

Es war von Beginn an eine enge, spannende Partie, in der sich bis zum 9:9 keine Mannschaft nennenswert absetzen konnte. »Dann haben wir es nicht mehr gepackt, die Deckung von Leipzig mit unseren Kreuzungen auseinander zu spielen und haben schlecht abgeschlossen«, erklärte Co-Trainer Kai Nober. Nach einer Leipziger Auszeit war die Deckung der Gastgeber deutlich besser auf dem Posten und erarbeitete sich einige Bälle, die die Leipziger nutzten, um sich bis zur Pause auf 16:12 abzusetzen.

In der zweiten Hälfte schloss Wetzlar schnell auf und konnte das Spiel wieder offen gestalten. »Im Angriff konnten wir in der zweiten Halbzeit konsequent die SC-Abwehr vor Probleme stellen und immer gute Chancen kreieren«, so Nober. Niklas Waldgenbach brachte die HSG nach langer Zeit mit seinem Treffer zum 26:25 (58.) wieder in Führung, ehe Stefan Remke per Siebenmeter für die DHfK ausgleichen konnte. Ärgerlich war dann die Rote Karte gegen Waldgenbach 16 Sekunden vor Schluss. Wetzlar hatte bei Ballbesitz die Möglichkeit, im letzten Angriff den Sieg einzufahren. Die Schiedsrichter unterbrachen den Angriff jedoch. Waldgenbach, mit Ball in der Hand, schaute fragend zu den Unparteiischen, die sein Festhalten des Balles mit der Roten Karte und einem Siebenmeter für Leipzig ahndeten. Wieder war es Remke, der verwandelte und den SC vermeintlich auf die Siegerstraße führte. Der HSG blieben nur noch 13 Sekunden, um alles nach vorne zu werfen und sich für die Leistung zu belohnen. So gab es in der letzten Sekunde noch einen Freiwurf, den Weber direkt nach dem Schlusspfiff ausführte und seiner Mannschaft den verdienten Punkt sicherte. »Wir haben nie aufgegeben und an unsere Chance geglaubt«, freute sich Trainer Martin Saul, der Thomas Weber an der Linie vertrat. »Wir hatten zu Beginn Schwierigkeiten, uns auf die Körperlichkeit der Leipziger einzustellen. Das ist im weiteren Verlauf besser geworden. Als wir daran geglaubt haben, haben wir das Quäntchen Glück gehabt.«

SC DHfK Leipzig: Prager, Simonsen; Neumann (4), Remke (4/4), Telle (3), Gansau, Szeles (7), Langer (2), Meyer-Siebert (2), Wenzel (3), Wellner (1), Leubner (1).

HSG Wetzlar U19: Lüko Fischer, Finn Weber; Reuschling, Klimpke (1), Ian Weber (7/2), Oyono, Kaiser (2), Becker (1), Hofferbert (3/3), Patt, Wassberg (5), Scheibel (3), Luca Fischer, Niklas Waldgenbach (5).

Im Stenogramm: SR: Fedtke/Wienrich (Berlin). – Z.: 89. – Zeitstrafen: 6:2 Min. – Rote Karte: Waldgenbach (60.). – Siebenmeter: 4/4:7/5.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/sport/lokalsport-gaz/Lokalsport-Der-letzte-Freiwurf-sitzt;art1434,401854

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