05. März 2020, 07:00 Uhr

Fußball

Der Faktor Erfahrung

Am Sonntag startet die Fußball-Kreisoberliga Süd den ersten kompletten Spieltag des zweiten Saisonabschnitts. Zwölf Spiele gilt es für die Teams um Spitzenreiter TSV Lang-Göns noch zu bestreiten.
05. März 2020, 07:00 Uhr
JDL

Zu Beginn der Saison lehnte Langgöns-Trainer Marc Becker im Interview mit dieser Zeitung die Favoritenrolle noch ab und verwies darauf, dass »es in der Liga keine Übermannschaft gibt«. Zum Auftakt in die Restrunde führt seine Mannschaft, die er nach dem Ende der Saison nicht weiter trainieren wird, das Feld mit fünf Punkten Vorsprung vor Verfolger SG Treis/Allendorf an.

Wir haben Kapitän Daniel Träger gefragt, aus welchem Grund der TSV Lang-Göns der Aufstieg gelingt, und haben mit ihm über die Trainersituation gesprochen. Denn Marc Becker hatte bereits vor der Winterpause erklärt, aus privaten bzw. familiären Gründen nach dieser Saison aufzuhören, doch mit Frederik Weinecker, derzeit noch bei Gruppenligist SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen unter Vertrag, steht der Nachfolger ebenfalls seit einigen Wochen bereits fest.

Herr Träger, noch zwölf Spiele bis zum Aufstieg in die Gruppenliga. Warum wird es für Sie am Ende zum Aufstieg reichen nachdem der TSV letzte Saison so knapp gescheitert ist?

Ich denke, die Mannschaft hat durch den knapp verpassten Aufstieg im letzten Jahr begriffen, wie wichtig jeder einzelne Sieg ist. Aufgrund dessen würde ich die gesammelte Erfahrung als ausschlaggebenden Faktor für den Aufstieg nennen, sofern er uns gelingt. Zwölf Spiele sind allerdings noch eine Menge Holz. Alle anderen Teams werden heiß darauf sein, uns auf dem Weg nach oben noch ein Bein zu stellen.

Ihr Trainer Marc Becker hat sich sehr früh in der Saison dazu entschlossen, trotz des Erfolgs sein Amt nach der Saison zur Verfügung zu stellen. Wie hat die Mannschaft die Entscheidung aufgenommen?

Die Mannschaft hat die Nachricht sehr verständnisvoll aufgenommen. Der Job als Trainer ist selbst im Amateur-Bereich sehr zeitaufwendig. Da bleibt oft wenig Zeit für die Familie. Dennoch sind wir natürlich alle ein wenig traurig, dass sich Marc Becker für das Aufhören entschieden hat. Die Chemie zwischen Mannschaft und Trainer ist richtig gut. Ich denke, mit Frederik Weinecker bekommen wir einen guten Nachfolger. Zudem wird Marc dem Verein in einer anderen Funktion erhalten bleiben, so dass der Kontakt weiterhin bestehen bleibt.

Ist es im Hinblick auf die Restrunde hilfreich, dass der Verein mit Frederik Weinecker zeitnah seinen Nachfolger vorgestellt hat?

Für mich war die frühzeitige Bekanntgabe des neuen Trainers sowohl für den Verein als auch für die Mannschaft die richtige Entscheidung. Einmal, weil die Kaderplanung für die kommende Saison zeitnah in Angriff genommen werden muss, zum anderen, weil damit Gerüchten über mögliche Nachfolger aus dem Weg gegangen wurde. Außerdem herrscht innerhalb der Mannschaft Klarheit darüber, wohin die Reise in und mit Langgöns geht. Vorbildlich war die Art und Weise der Kommunikation des Vereins im Vorfeld. Die Mannschaft wurde frühzeitig in den Entscheidungsprozess mit einbezogen.

FOTO: RAS

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