28. Oktober 2018, 21:36 Uhr

Dem Spitzenreiter getrotzt

28. Oktober 2018, 21:36 Uhr
Avatar_neutral
Von Michael Wingefeld

Die HSG Wettenberg und die SG 09 Kirchhof II trennten sich am fünften Spieltag in der Handball-Oberliga der Frauen mit 20:20 (11:11). Gegen den Tabellenführer war man sogar lange Zeit auf der Siegerstraße, nur ein Tor in den letzten elf Minuten sorgte jedoch dafür, dass die Zweitliga-Reserve noch zum umjubelten Punktgewinn kam.

Angesichts der 40 Treffer im Spiel bewiesen beide Mannschaften, dass sie in puncto Defensivreihen zu den besten der Liga gehören. Durch das Remis bleibt die HSG in eigener Halle ungeschlagen.

Coach Thomas Schäfer war angesichts des verpassten Sieges nur bedingt zufrieden: »Ich bin mit der Leistung und der Moral der Mannschaft super zufrieden. Wir sind richtig gut aus der Halbzeit gekommen und hätten nach der zweiten Halbzeit wohl auch einen Sieg verdient gehabt. Die Schlussphase ist aufgrund unserer Abschlüsse inklusive des verworfenen Siebenmeters unglücklich verlaufen. Wenn wir nächste Woche auswärts auch so eine Leistung aufs Feld bringen, haben wir auch in Bensheim gute Chancen.«

Zu Beginn der Partie prägten die Abwehrreihen noch nicht das Geschehen, die Gäste legten nach dem 2:2 (5.) in der zehnten Minute zum 5:3 vor. Die Wettenbergerinnen zeigten zunächst Schwächen in der Offensive, sodass die Gäste ihre Führung bis auf 9:5 (19.) ausbauen konnten. Durch weniger Fehler und besser vorbereitete Abschlüsse glichen die Gastgeberinnen durch einen 4:0-lauf zum 9:9 aus. Mit einem Unentschieden ging es auch in die Kabine, sodass man auf eine spannende zweite Hälfte hoffen durfte.

Die HSG nahm den Schwung aus der ersten Halbzeit mit und knüpfte an die starken zehn Minuten vor der Pause an, kassierte in den ersten zwölf Minuten der zweiten Hälfte nur einen Gegentreffer.

Über das 13:11 setzte sich das Schäfer-Team bis auf 16:12 nach einem schön herausgespielten Angriff ab, den Kreisläuferin Stephanie Schön abschloss Wenige Minuten später verkürzten die Nordhessinnen durch einen Doppelschlag von der sechsfachen Torschützin Sandra Kühlborn auf 16:17, die Heim-Sieben zeigte sich jedoch unbeeindruckt und legte erneut beim 19:16 drei Treffer vor. Es folgte jedoch eine Schlussphase mit nur einem HSG-Tor und fünf Pfosten -und Lattentreffern, sodass die Gäste eine halbe Minute vor dem Ende noch zum glücklichen Ausgleich kamen.

Wettenberg: Habermehl; Münch (2), Schuldt (4/2), Svenja Pohl, Tafferner (2), Wingefeld, Theresa Pohl (3), Schwab, Tröller (1), Till (4), Stephanie Schön (4), Katja Schön.

Kirchhof II: Herbig; Lucas (2), Immelnkämper (1), Sauerwald (2), Prauss, Herwig (1), Günther (5/5), Bänfer, Kühlborn (6), Berz, Spatz (3), Vauper.

Im Stenogramm / SR: Heinzel/Wieprecht. - Zuschauer: 50. - Zeitstrafen: 6:4 Minuten. - Siebenmeter: 3/2:5/5.



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos