22. Dezember 2018, 12:00 Uhr

Ann-Christin Strack

Das prägende Jahr der Ann-Christin Strack

Olympia-Teilnahme und Weltcup-Sieg waren nur zwei markante Momente im Jahr der Gießener Bob-Anschieberin Ann-Christin Strack. So soll’s schon am Samstag weitergehen.
22. Dezember 2018, 12:00 Uhr
Ehrliche Freude: Die Gießenerin Ann-Christin Strack mit ihrer Bob-Pilotin Stephanie Schneider nach dem ersten Weltcup-Sieg Ende 2018. (Foto: dpa)

Am 9. Februar 2018 lief Ann-Christin Strack in Pyeongchang bei der Eröffnung der Olympischen Winterspiele als Athletin ein – am 15. Dezember 2018 steigt die Gießenerin in Winterberg jubelnd aus dem Zweierbob aus und gewinnt erstmals in ihrer Karriere einen Weltcup.

Das Jahr 2018 war das bisher erfolgreichste für die 25-Jährige: »Ich bin froh, dass ich es mit dem Weltcup-Sieg so zu Ende bringen konnte«, sagt Ann-Christin Strack. »Es war ein anstrengendes Jahr mit vielen Höhepunkten.« Die beiden sportlichen Highlights umrahmen ereignisreiche Monate: Die Grundausbildung bei der Bundeswehr zur Sportsoldatin, Studium mit Bachelorarbeit (Schwerpunkt Klärschlamm und Biokohledüngung), Integration in ein neues Team mit Pilotin Stephanie Schneider.

Mit ihrer neuen Teampartnerin versteht sich Strack sehr gut

»Mit ihr funktioniert es menschlich und sportlich«, weiß die Bob-Anschieberin. Der nötige Funke Glück habe letztlich dazu geführt, dass die Gießenerin am letzten Wochenende ihren ersten Weltcup-Sieg im Eiskanal feiern konnte. Aufgrund der Trainingszeiten zuvor »hat sich abgezeichnet, dass wir auf einem ähnlichen Niveau wie die Spitze fahren«. Ein guter erster und ein perfekter zweiter Lauf haben Schneider und Strack in Winterberg dann trotzdem überraschend nach ganz oben gespült.

Mittlerweile merke ich im Bob, wann's gut lief

Ann-Christin Strack

Es sei eine ideale Fahrt gewesen: »Es ist wie mit allem, womit man sich oft beschäftigt, man lernt dazu. Und mittlerweile merke ich im Bob, wann’s gut lief. Wenn man keine Bande kriegt oder quer steht, ist man gut durchgekommen.« Die Olympiasiegerinnen Mariama Jamanka/Annika Drazek, denen im zweiten Durchgang ein Fahrfehler unterlief, belegten Rang zwei, auch Platz drei ging im Weltcup des Damen-Zweierbobs an Deutschland. Diese deutsche Dominanz sei ungewöhnlich, versichert Strack, bedingt unter anderem durch den Umstand, dass die Kanadier aktuell keinen Weltcup fahren.

Am vergangenen Montag im hr-Heimspiel!

Das außergewöhnliche Wochenende in Winterberg wurde mit der Unterstützung von sieben Familienmitgliedern bzw. Freunden gefeiert. »Aus Gießen gab es extrem viel Feedback, auch von Leuten, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet hatte.«

Über ihr erfolgreiches Sportjahr 2018 konnte Ann-Christin Strack am vergangenen Montag dann im hr-heimspiel erzählen. In der Fernsehsendung sprach die Wintersportlerin gemeinsam mit der zweimaligen Leichtathletik-Europameisterin Gesa Felicitas Krause (Ehringshausen) unter anderem über den Umgang mit Stürzen. Krauses Sturz im WM-Finale des Hindernislaufes in London 2017 ist bekannt, auch Strack erlebte unter anderem im Eiskanal von Whistler bittere Momente. Wichtige Botschaft: »Man muss sich neu fokussieren.«

Am Samstag geht's kurz vor Weihnachten zum Leistungstest

Für Ann-Christin Strack gilt es heute trotz der letzten sportlichen Erfolge, sich neu zu fokussieren. In Oberhof findet am heutigen Samstag kurz vor Weihnachten der zentrale Leistungstest für die deutschen Bob-Anschieber/innen statt. Auf dieser Basis werden die Mannschaften für die zweite Saisonhälfte zusammengestellt. Strack will dabei sein, sagt: »Meine Pilotin und ich haben mittlerweile ein Niveau, mit dem es durchaus möglich ist, einen Weltcup-Sieg zu wiederholen.« Im Februar steht die Bob-Weltmeisterschaft an: »Jeder hätte gerne eine WM-Medaille.« 2018 war ein prägendes Jahr – 2019 soll sich der Erfolgsweg fortsetzen.

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