20. Oktober 2017, 22:08 Uhr

Cleeberg pfeift personell auf dem letzten Loch

20. Oktober 2017, 22:08 Uhr
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Von Peter Froese

In der Fußball-Gruppenliga stehen an diesem Wochenende vier Spiele mit heimischer Beteiligung auf dem Programm. Die TSF Heuchelheim empfangen am Sonntag den Tabellenführer VfB Wetter, während der VfB 1900 Gießen zeitgleich beim FC Cleeberg vorstellig wird. Ein Derby mit Top-Spiel-Charakter bietet die Partie zwischen dem SC Waldgirmes II und der SG Waldsolms, während zwischen dem TuS Naunheim und der Spvgg. Leusel um Punkte im Kampf um den Ligaerhalt gestritten wird.

TSF Heuchelheim – VfB Wetter (Sonntag, 15 Uhr): Mit drei Siegen in Folge haben die TSF ihr kurzes Zwischentief beendet und die Abstiegsregion hinter sich gelassen. Zuletzt sorgte Torjäger Tobias Schmitt mit seinem zehnten Saisontreffer für einen 1:0-Derbysieg in Wieseck. Dieser Erfolg kann am Sonntag veredelt werden, wenn es der Elf von Trainer Patrick Schreiter gelingen sollte, den aktuellen Tabellenführer VfB Wetter auf heimischem Gelände in die Schranken zu weisen. Hierzu ist eine konzentrierte Leistung bis zum Abpfiff notwendig, denn die Gäste hatten zuletzt trotz eines 0:3-Rückstandes in der 85. Minute noch zurückgeschlagen und dem SV Bauerbach am Ende ein 3:3-Unentschieden abgerungen. »Der Sieg im Derby hat gezeigt, was man mit Geist und Engagement bewirken kann. Mit dieser Einstellung müssen wir auch die kommenden Aufgaben angehen. Der VfB hat den Abstieg gut verdaut und ist für mich eine der Überraschungen dieser Saison. Sie haben keine überragenden Einzelspieler, sondern kommen über das Kollektiv. Wir müssen ans Limit gehen und unsere Chancen kaltschnäuzig nutzen«, wünscht sich Schreiter. Der TSF-Trainer muss auf David Lautaro Tejerina, Tim Kreiling (beide privat verhindert), Nico Lotz (Fuß-OP), Christian Wagner (Aufbautraining), Kevin Kaus, Jan Niklas Kolb, Daniel Mengeler, Steven Rumpf und Oktay Siakiroglu (alle verletzt) verzichten. Sebastian Auriga steht wieder zur Verfügung.

FC Cleeberg – VfB 1900 Gießen (Sonntag, 15 Uhr): Eine für beide Mannschaften richtungsweisende Partie im Kampf um den Klassenerhalt findet auf dem Hartplatz in Oberkleen statt. Der FC liegt derzeit vier Punkte über dem Strich und konnte zuletzt trotz erheblicher Personalprobleme zwei wichtige Derbypunkte gegen die Top-Clubs aus Waldgirmes (2:2) und Waldsolms (0:0) sammeln. »Der VfB 1900 ist individuell gut besetzt und besitzt mit Lukas Duarte Marin einen technisch guten und quirligen Spieler. Eine disziplinierte Abwehrarbeit ist der Schlüssel zum Erfolg. Aus dieser gesicherten Defensive wollen wir mit unseren schnellen Spielern mutig nach vorne spielen«, erläutert Schäfer seinen Matchplan. Dominik Trivilino ist wieder im Kader, aber noch keine Option für die Startelf. Ansonsten ist personell keine Besserung in Sicht. So fällt mit Henrik Keller (Auslandssemester), Marvin Garth, Wasili Giagounidis, Johannes Kaiser, Patrice Krämer, Pascal Kühn, Yannick Lehr, Dominik Schmidt, Moritz Luca Schmidt und Daniel Wiesenfeller weiterhin nahezu eine komplette Mannschaftsstärke aus.

Die Gäste konnten ihren Überraschungssieg in Schröck (2:1) nicht veredeln und mussten am vergangenen Sonntag eine verdiente 1:3-Derbyniederlage gegen den SC Teutonia Watzenborn-Steinberg II quittieren. Mit zehn Punkten liegt die Elf von Trainer Günter Stiebig auf einem Abstiegsplatz. »In den nächsten drei Spielen treffen wir in Cleeberg und in Röddenau auf zwei direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Der Druck, zu punkten, um sich an das Mittelfeld heranzutasten, ist dabei groß. Die Einsatzbereitschaft jedes Einzelnen ist gefordert. Wir müssen den Kampf unabhängig vom jeweiligen Geläuf annehmen. Der Hartplatz darf kein Alibi für meine Spieler sein«, sagt Stiebig. Der VfB-1900-Trainer muss auf Ürkan Özen, Manuel Reuter (beide Urlaub), Markus Dursun, Sebastian Spuckti und Dennis Jost (alle verletzt) verzichten. Der Einsatz von Andreas Proske ist fraglich. Mit Ruben Fernandes Alvarez und Fabrizio Bopp stehen zwei Torhüter zur Verfügung.

Verfolgerduell in der Lahnaue

SC Waldgirmes II – SG Waldsolms (Sonntag, 15 Uhr): Im Wetzlarer Sportkreisderby kommt es zum Verfolgerduell zweier Mannschaften, die im bisherigen Saisonverlauf ihre Ambitionen auf den Aufstieg in die Verbandsliga Mitte unterstrichen haben. Die Elf von SC-Spielertrainer Mario Schappert kann mit einem Sieg an den Gästen vorbeiziehen. Hierzu müssen Mazlum Celik, Erencan Pektas und Co. allerdings den mit sieben Gegentreffern besten Abwehrriegel der Liga knacken. »Die SG zeichnet seit vielen Jahren eine gute Defensivarbeit aus. Dieser Elf reichen meist wenige Chancen, um zu punkten. Dies wird eine harte Nuss. Trotz aller gebotenen Vorsicht wollen wir dennoch mutig nach vorne spielen, um unsere Stärken über die schnellen Außenspieler in die Waagschale zu werfen«, sagt Schappert. Der Spielertrainer muss verletzungsbedingt zuschauen. Jannis Holz (krank), Mert Ciraci, Lars Zamutek und Leon van Moll (alle verletzt) fehlen ebenfalls. Daniel Roskosz ist erneut im Kader, während der Einsatz von Yannik Hardt fraglich ist. Jan Dühring wird zwischen den Pfosten stehen, während Christian Seemann beim Hessenliga-Team auf der Bank Platz nehmen wird. Inwieweit aufgrund der Gelb-Rot-Sperre von Nicolas Strack im Hessenligateam Spieler nach oben abgeordnet werden müssen, entscheidet sich kurzfristig. Marlon Hahn hat ein Studium in Passau aufgenommen und steht nicht mehr zur Verfügung.

TuS Naunheim – Spvgg. Leusel (Sonntag, 15 Uhr): Nach zwei Niederlagen in Folge ist die Elf von Trainer Ertac Caliskan weiter mitten im Abstiegskampf. Der Aufsteiger hat zehn Punkte auf der Habenseite. Drei Zähler mehr auf dem Konto hat der TuS vorzuweisen und steht damit auf dem ersten Nichtabstiegsrang. Für die Grün-Weißen geht es in diesem »Sechs-Punkte-Spiel« darum, den Kontakt zum gesicherten Mittelfeld auf keinen Fall abreißen zu lassen. »Mit den Spielen in Naunheim und gegen Röddenau stehen für uns richtungsweisende Spiele auf dem Programm. Wir müssen unsere Effektivität steigern und nach vorne mehr Durchschlagskraft entwickeln. Fußball ist ein Ergebnissport, bei dem es nicht ausreicht, wenn man gut spielt. Ich verzichte gerne auf das Lob der gegnerischen Trainer für unsere tollen Leistungen und nehme stattdessen lieber die drei Punkte mit«, gibt Caliskan als Ziel aus. Der Spvgg-Trainer muss auf Maximilian Bornmann (privat verhindert), Tobias Kubitzek (Studium in Stuttgart), Michel Jäpel (Faserriss) sowie die Langzeitverletzten Claudio Pinheira da Cruz, René Körner und Tobias Massanetz verzichten. Philipp Döring kehrt in den Kader zurück.



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