03. Februar 2020, 18:03 Uhr

Chalepo bastelt schon am neuen Team

03. Februar 2020, 18:03 Uhr
Daniela_Pieth
Von Daniela Pieth
Gennadij Chalepo wird im Sommer neuer Trainer der U23 der HSG Wetzlar in der 3. Liga. ARCHIVFOTO: VOGLER

Trainer Thomas Weber verlässt die HSG Wetzlar (wir berichteteten), Gennadij »Jimmy« Chalepo (51) steht als dessen Nachfolger in den Startlöchern. Mit dem Ex-Bundesligaprofi kehrt ein alter Bekannter zurück zu den Grün-Weißen, der im Sommer in der 3. Liga die U23 der Spielgemeinschaft aus Dutenhofen und Münchholzhausen übernehmen wird.

Dabei hatte der Handball-Bundesligist im vergangenen Herbst angekündigt, die U23 aus finanziellen Gründen nicht mehr für die 3. Liga zu melden, ehe die beiden Stammvereine nun doch noch ein tragfähiges wirtschaftliches Konzept auf die Beine gestellt haben. Im Interview äußerst sich Chalepo zu seiner neuen Aufgabe.

Herr Chalepo, ist Ihr Engagement bei der HSG Wetzlar nun endgültig fix?

Offiziell ist es noch nicht, aber zu 99 Prozent ist es so, dass ich zur neuen Saison zur HSG zurückkehre. Vorher sind noch einige Dinge zu erledigen. Wir müssen vor allem eine schlagkräftige Mannschaft für das neue Jahr zusammenbekommen. Die guten Spieler kannst du nicht halten, deshalb gilt es, wieder eine junge, hungrige Mannschaft zusammenzustellen. Thomas Weber hat in den letzten Jahren hier einen super Job gemacht. Über die geplante Auflösung der U23 habe ich auch aus den Zeitungen erfahren, aber wir wollen das weiterführen. Das ist sehr positiv für den Verein und die Region. Es ist wichtig, dass die Jugendarbeit erhalten bleibt. Wir versuchen gerade, alles dafür vorzubereiten, dass es bleibt, wie es ist. Das ist viel Arbeit, aber wir wollen das unbedingt.

Wann ist die HSG an Sie herangetreten?

Anfang dieses Jahres kam der Anruf. Erst erfahre ich aus der Zeitung, da geht nix, und dann kommt der Anruf. Da war ich schon ein bisschen überrascht. Ich trainiere momentan noch die erste Damenmannschaft der HSG Eibelshausen/Ewersbach, deshalb ist das für mich auch nicht so ganz einfach. Dort haben wir auch Pläne gemacht, wollten in die Oberliga aufstiegen und uns dort etablieren. Ich bringe Dinge eigentlich gerne zu Ende, das war keine leichte Entscheidung für mich. Deshalb bin ich froh, dass Eibelshausen einverstanden ist und mir keine Steine in den Weg legt.

Mussten Sie lange überlegen?

Ja und nein. Wegen meiner Mädels in Eibelshausen war es schon schwer für mich. Aber ich wohne noch in Wetzlar, hier ist mein zu Hause. Mit der Halle in Dutenhofen bin ich sehr verbunden, wenn ich dort hinkomme, ist noch ein Kribbeln da. Ich habe sechs Jahre in Wetzlar gespielt und war vier, fünf Jahre als Trainer der B- und A-Jugend, der zweiten und der ersten Mannschaft hier und habe als Jugendkoordinator gearbeitet. Da musst du die letzten zehn, 15 Jahre sehen, wo das alles geplant und aufgebaut wurde. Das kann nicht von heute auf morgen weg sein, deshalb will ich meinen Teil dazu beitragen, dass der Weg hier in Wetzlar weitergeht.



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