26. November 2017, 21:59 Uhr

Centerverteidigung eine Katastrophe

26. November 2017, 21:59 Uhr
Oliver_Volger
Von Oliver Vogler
Nachdenklich (v. l.): Katharina Philippi, Hanna Reh, Lisa Schwarzkopf und Celia Marfone von den Bender Baskets Grünberg, die sich nach der Niederlage mitten im Abstiegskampf befinden. (Archivfoto: Vogler)

Geführt, zurückgelegen, rangekämpft und doch klar verloren. Aus Sicht des mittelhessischen Frauen-Basketball-Zweitliga-Nord-Vertreters ist das kurz zusammengefasst der Verlauf der Begegnung zwischen Eintracht Braunschweig und den Bender Baskets Grünberg. Sie bleiben nach ihrer 47:62 (24:37)-Niederlage auf dem vorletzten, dem zehnten Platz hängen und müssen weiter um den Klassenerhalt kämpfen. Allerdings würde dieser Rang reichen, um nicht abzusteigen, weil aus der Elfergruppe nur eine Mannschaft den Gang nach unten antreten muss.

»Wir sind nicht in der Lage, in der zweiten Liga eine Mannschaft zu schlagen«, beschreibt Grünbergs Trainerin Aleksandra Heuser die momentane Situation. Dabei hatte es für ihr Team ganz gut begonnen. Die Bender Baskets lagen nach fünf Minuten knapp mit 11:10 vorne. Aber wie so oft in letzter Zeit, war es unter anderem die miserable Wurfquote, die die Gallusstädterinnen dann ins Hintertreffen brachte. Sie trafen in der gesamten Partie aus der Nah- und aus der Mitteldistanz nur zwölf von 22 beziehungsweise vier von 15 Versuchen. Zu wenig, um die Gastgeberinnen, die ebenfalls darauf aus waren, Zähler für den Ligaverbleib zu holen, zu gefährden. So hieß es zur Pause 37:24 für die Eintracht. Die traf in der ersten Halbzeit hochprozentig, und Grünbergs Hoffnung, dass sich das in der zweiten Hälfte nicht wiederholt, erfüllte sich nicht wirklich.

»Die Verteidigung von Braunschweig war nicht top. Da hätten wir mehr Profit daraus schlagen können«, fand Heuser neben zu vielen Ballverlusten einen weiteren Kritikpunkt. Zusätzlich war sie mit der eigenen Abwehrarbeit auch nicht zufrieden: »Unsere Centerverteidigung war eine Katastrophe«. Vor dem letzten Viertel lag ihre Truppe mit 34:51 zurück, und sie wurde recht laut, forderte Teambasketball zu spielen. In den nächsten fünf Minuten zeigte die Ansprache Wirkung. Grünberg kam zum 45:53 heran und hatte wieder ein Fünkchen Hoffnung, das Spiel drehen zu können. Doch statt weiter aufzuholen, versenkte Eintrachts US-Akteurin Ariel Hearn einen Dreier und anschließend einen Korbleger. Da war die Sache gelaufen.

Eintracht Braunschweig: Wright (12), Brox (8), v. Hofe (7), Clifford (2), Haertle (6), Sohn (4), Nikolova (1), Hearn (22/3 Dreier).

Bender Baskets Grünberg: Marfone (10), Meinhart (2), P. Kohl (7), Reichert (3), C. Kohl (2), Putz (3), Schwarzkopf (2), Proffitt (14/2 Dreier), Philippi (4), Reeh.



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