18. September 2017, 20:18 Uhr

Busecker Ausrufezeichen

18. September 2017, 20:18 Uhr
Daniel Lich (Mitte) war mit acht Toren am Sieg der TSF Heuchelheim II bei der KSG Bieber beteiligt. Hier wird er von Raphael Krauskopf (7) und Florian Brück (beide KSG Bieber/r.) gestellt. (Foto: ras)

Mitfavorit HSG Großen-Buseck/Beuern hat sich mit einem Kantersieg direkt an die Tabellenspitze der Männer-Bezirksliga A geballert. Nachbar HSG Lumdatal kam beim Derby-16:46 schwer unter die Räder. Im zweiten Derby setzten sich die TSF Heuchelheim bei der KSG Bieber souverän mit 28:23 durch.

HSG Wettenberg III – SG Rechtenbach 26:17 (13:8): In einer nervösen Anfangsphase, in der beide Teams noch die fehlende Wettkampfpraxis anzumerken war, blieb die Partie zunächst ausgeglichen. Beim 5:5 nach 15 Minuten hatte sich noch keiner nennenswerte Vorteile erarbeiten können. Erst nachdem Moritz Leib das Angriffsspiel der Hausherren geordnet und Torhüter David Neumann seiner Abwehr mit zahlreichen Paraden den Rücken freigehalten hatte, konnte sich die Blattner-Truppe über das 9:6 (24.) erstmals absetzen und sich bis zur Pause einen 13:8-Vorsprung herauswerfen.

Nach dem Wechsel verflachte das Niveau zunächst, beide Teams hatten doch zahlreiche Ballverluste zu verzeichnen. Bis zum 16:11 blieb der Vorsprung Wettenbergs konstant, ehe sich die kampfstarken Gäste, die zudem einige Ausfälle zu verkraften hatten, bis auf 15:18 (47.) heranarbeiteten. Doch in der Schlussphase hatte die HSG den längeren Atem und personell mehr Alternativen. Über das 21:16 (53.) setzten sich die Gastgeber bis zum Schlusspfiff noch deutlich ab.

»Ich bin erst einmal zufrieden mit den zwei Punkten, denn zu Saisonbeginn weißt du ja nie, wo du stehst«, berichtete Trainer Benny Blattner. »Wir hatten heute eine solide Abwehr- und eine starke Torhüterleistung. Im Angriff waren wir dann stark, wenn wir klare Aktionen herausgespielt haben.«

Tore Wettenberg: Pioch (3), Edelmann (2), Seck (1), Stark (1), Wingefeld (4), Heisiph (2), Hirzmann (3), Leib (8/1), Zimbelmann (2). - Tore Rechtenbach: Cislaghi (3/2), Pohl (1), Pokluda (1), Viehmann (4), Pape (3), Tägl (1), A. Langsdorf (1), T. Langsdorf (1), Mäß (2).

MSG Florstadt/Gettenau II – TSV Lang-Göns II 15:25 (10:14): Einen starken Saisonstart legte der Aufsteiger aufs Parkett, die Gastgeber waren nur in der ersten Halbzeit ein halbwegs gleichwertiger Kontrahent. Nach dem 3:3 (10.) setzte sich Lang-Göns II auf 7:4 ab und baute die Führung bis zur Pause noch leicht aus (14:10). »Mit unserem Auftritt war ich bis dahin eigentlich zufrieden. Wir haben uns ganz gute Chancen herausgespielt, man muss aber sagen, dass der Lang-Gönser Torhüter einen starken Tag erwischt hatte. Im weiteren Spielverlauf hat er sein Tor praktisch vernagelt«, fasste MSG-Trainer Steffen Greife zusammen.

So konnte sich der TSV in einer torarmen zweite Hälfte über das 18:12 (47.) bis zur 51. Minute entscheidend auf 21:13 absetzen. Auch die Tatsache, dass der Aufsteiger ohne Qualitätsverlust wechseln konnte, ließ die Führung in der Endphase nach einem Tietböhl-Viererpack sogar noch bis auf zehn Treffer anwachsen. »Der Sieg geht absolut in Ordnung. Gegen Ende hat uns dann einfach auch die Kraft gefehlt«, wollte Greife sein Team aber trotz der klaren Niederlage nicht über die Maßen kritisieren.

Tore Florstadt/Gettenau: Wolf (8/4), Kuntze (1), Wenisch (1), Umsonst (4), Lux (1). - Tore Lang-Göns: Kühn (1), Pothmann (7/2), Kegel (2), K. Beppler (4), Stoll (2), F. Beppler (4), Tietböhl (5).

HSG Grünberg/Mücke – TV 05/07 Hüttenberg III 30:34 (16:16): In einer torreichen Partie mit 64 Treffern behielten die routinierten Gäste unter dem Strich verdient die Oberhand. Unzufrieden mit dem Auftritt des Absteigers war Co-Trainer Markus Siek aber auf keinen Fall. »Wir wissen, dass wir einen Umbruch hinter uns hatten und wir noch Zeit brauchen. Dafür war das schon okay, aber ab und an hatten wir einen Bruch im Spiel, wenn wir wechseln mussten«, so der HSG-Coach.

In der ersten Hälfte entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, beim 5:4 (9.) hatten die Hausherren die Führung ebenso inne wie beim 11:9 nach 20 Minuten. Erst in den letzten Minuten vor der Pause kam die Michel-Truppe besser in die Partie und lag selbst mit 16:14 in Front, ein Kaus-Doppelpack bedeutete aber das 16:16-Pausenremis.

Nach dem Wechsel kamen die Hüttenberger aber deutlich besser aufs Parkett zurück und erspielten sich eine schnelle 24:20-Führung, die sie letztlich nicht mehr hergaben. »Ich war auch ein wenig unzufrieden darüber, wie ungleich die Zeitstrafen und auch die Siebenmeter verteilt wurden«, so Siek angesichts von 13 (!) TVH-Siebenmetern, die Rene Simon zudem alle verwandelte. »Hüttenberg war sicherlich nicht unschlagbar heute, sie haben es aber einfach cleverer gemacht und sich weniger Fehler erlaubt.« Beim 30:25 (54.) hatte die »Dritte« die ersten beiden Saisonpunkte dann eingetütet.

Tore Grünberg/Mücke: Gregoric (1), Keil (2), Sussmann (6), Dragicevic (2), Janevic (4), Schud (11/5), Kaus (4). - Tore Hüttenberg: Weber (3), Kinzenbach (5), L. Birkenstock (1), S. Birkenstock (1), Strippel (2), Christ (3), Braun (1), Schmidt (2), Simon (16/13).

TSV Södel – MSG Linden II 20:29 (12:9): »Glückwunsch an die junge Lindener Truppe. Der Sieg geht absolut in Ordnung, da wir über weite Strecken überhaupt nicht ins Spiel gefunden und uns ins Eins-gegen-eins-Situationen unnötig aufgerieben haben. Das wurde dann in der zweiten Halbzeit gnadenlos bestraft«, musste TSV-Trainer Sven Tauber nach der Auftaktniederlage des Bezirksoberliga-Absteigers eingestehen.

Dabei lief es in der ersten Halbzeit zumindest ergebnistechnisch noch mehr als rund für die Wetterauer, nach 20 Minuten leuchtete eine 8:3-Führung von der Anzeigetafel, zur Pause führte der TSV immer noch recht souverän (12:9). »Das Ergebnis täuschte doch sehr über den Spielverlauf hinweg, denn unser Torhüter Dominik Gabel hatte eine phantastische erste Halbzeit erwischt und uns die Führung mit zahlreichen Paraden ermöglicht«, so Tauber.

Die Führung war in Durchgang zwei aber relativ schnell Geschichte, in der 40. Minute gelang Tarek Müller der 16:16-Ausgleich. Und danach spielten nur noch die Gäste, die die nachlassende Kraft und steigende Fehlerzahl bei den Hausherren gnadenlos ausnutzten. Nach dem 20:19 (47.) baute Linden II den Vorsprung dank eines 9:0-Laufs auf 29:19 aus, der erste Erfolg im ersten Punktspiel des neuen Trainers Bernd Wagner war damit unter Dach und Fach. »Linden war heiß und hat es sehr, sehr gut gemacht. Wir müssen uns aber an die eigene Nase fassen, da wir viel zu wenig von dem umgesetzt haben, was wir uns vorgenommen hatten«, berichtete Tauber.

Tore Södel: Böhland (1), Brehm (1), Hofmann (4), Tauchmann (4), Ulrich (1), Jankowetz (1), Roth (6/3), Schäfer (2). - Tore Linden: T. Müller (5), Rüdesheim (5), Vogel (3), Zammert (3), F. Müller (2), Adamczyk (5), Weimer (3), Stöhr (3).

HSG Großen-Buseck/Beuern – HSG Lumdatal II 46:16 (20:8): Nur in den ersten zehn Minuten konnten die Gäste mithalten und nach einer 4:3-Führung (8.) beim 5:5 immerhin noch ein Remis aufweisen. Nach einer Auszeit von Trainer Mario Foos stand die Busecker Abwehr aber deutlich besser und konnte zahlreiche Bälle gewinnen. Ein 10:0-Lauf vom 7:6 (13.) zum 17:6 (27.) sorgte dann schon für die Entscheidung in einer auch im weiteren Verlauf mehr als einseitigen Partie vor einer tollen Kulisse von 150 Zuschauern. »Wir waren am Anfang nicht aufmerksam genug und haben blöde Gegentore kassiert. Zudem war Lumdatal da auch körperlich noch auf der Höhe. Anschließend haben wir in der Abwehr und bei den Torhüterleistungen deutlich zugelegt und viele Bälle erarbeitet«, so der neue Trainer auf der Bank der Heimmannschaft.

Auch in der zweiten Hälfte waren die Kräfteverhältnisse deutlich verteilt. Großen-Buseck/Beuern konnte die Ballgewinne in zahlreiche Treffer aus der ersten und zweiten Welle ummünzen, während Lumdatal kaum mehr zu guten Einwurfgelegenheiten kam. So bauten die Hausherren den Vorsprung über das 30:12 (42.) und 40:15 (54.) auf ein für Lumdatal debakulöses 46:16 aus.

Tore Buseck/Beuern: Rigelhof (2), Hofmann (3), Harbach (5), J. Schneider (5), Hirschmann (6), Biedenkapp (7), L. Schneider (3), Fischer (6), Stein (4/1), Funk (3), Schwarz (2). - Tore Lumdatal: Haemer (1), Berst (2), Metka (2), Schmidt (3), Sauer (4), L. Kuhl (1), M. Kuhl (3/2).

KSG Bieber – TSF Heuchelheim 23:28 (11:14): Die Turn- und Sportfreunde haben das Auftaktderby für sich entschieden, viel Kampf und Krampf waren allerdings an der Tagesordnung in der Biebertaler Großsporthalle. »Das Niveau war doch sehr bescheiden. Man hat beiden Teams angemerkt, dass der Spielfluss zu diesem Zeitpunkt noch gefehlt hat. Nichtsdestotrotz ging der Sieg der Gäste in Ordnung«, sagte KSG-Trainer Jörg Bender.

In der Anfangsviertelstunde konnten die Gastgeber die Partie noch offen gestalten und lagen durch einen Treffer von Henning Keiner auch mit 8:7 in Führung. In der Folge mussten die Hausherren einige zumindest diskutable Entscheidungen verkraften, ließen aber auch einige Torchancen liegen, sodass die Pangborn-Truppe durch einen 6:1-Lauf mit 13:9 (25.) in Führung ging.

Nachdem Bieber in der 38. Minute auf 16:18 verkürzt hatte, schien alles auf eine spannende Schlussphase hinauszulaufen, doch die Gäste setzten zu einem neuerlichen, diesmal entscheidenden Lauf an, nach Lukas Webers 23:17 (47.) war die Vorentscheidung gefallen.

Tore Bieber: Jox (1), Becker (4), Bender (1/1), R. Krauskopf (1), Kleefeldt (3/2), Keiner (3), K. Lange (3), Brück (2), Meier (5/1). - Tore Heuchelheim: Peter (2), Dönges (4), Hüttenberger (4), Weber (1), Bender (2/1), Bechlinger (1), Ebert (4), Lich (8/1), Weidner (2).

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