10. Februar 2020, 21:27 Uhr

Buseck gewinnt intensive Partie

10. Februar 2020, 21:27 Uhr
Rudelbildung und Streitigkeiten: Luca Funk (l.), Lukas Stein (7) und Andre Avemann (r., alle HSG Großen Buseck/Beuern) sind so gar nicht einer Meinung mit David Wagner (2. v. l.) und Marcel Mengel (4. v. l., beide HSG Wettertal). FOTO: VOGLER

Die HSG Hungen/Lich bleibt an der Tabellenspitze der Handball-Bezirksoberliga. Begleitet von 150 Fans feierte der Rangerste am Samstag einen 24:18-Erfolg bei der MSG Kirchhain/Neustadt und den siebten Sieg hintereinander. Hungen/Lich hat nunmehr 28:6 Punkte auf dem Konto, die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III (knappes und glückliches 26:24 über den TV Wetzlar) weist als Tabellenzweiter 27:7 Zähler auf. Auf Platz drei folgt die HSG Kleenheim-Langgöns II (26:8), die sich bei der heimstarken SG Rechtenbach mit 26:22 durchsetzte. Für die Überraschung des Tages sorgte die HSG Linden II, die gegen die HSG Wettenberg II (4./24.10) mit 25:23 gewann. Im Duell zweier Mannschaften aus dem unteren Tabellenmittelfeld besiegte die HSG Großen-Buseck/Beuern die HSG Wettertal mit 29:25. Nach zwei Niederlagen in Folge fand die HSG Dilltal in die Erfolgsspur zurück; bei der HSG Marburg/Cappel setzte sich die Mannschaft von Trainer Peter Küster mit 24:18 durch.

HSG Großen-Buseck/Beuern - HSG Wettertal 29:25 (15:14): »Es war ein kampfbetontes Spiel«, berichtete Busecks Trainer Jens Hohaus, dessen Mannschaft zwar nicht ganz die Vorwochenleistung erreichte, aber »zwei wichtige Punkte geholt« habe. Sein Kollege aufseiten der HSG Wettertal, Sven Tauber, musste (wieder einmal) improvisieren und mit Tobias Schöbe und David Wagner zwei »neue« Spieler aufbieten. »Beide haben ihre Sache gut gemacht«, attestierte der Trainer den beiden eine ordentliche Vorstellung. Ansonsten vermisste der Coach bei seinen Spielern die Emotionen, die sie zuletzt gezeigt hatten. Dennoch begann die Partie aus Sicht der Wettertaler recht vielversprechend. Nach dem 3:3 (6.) legten die Gäste durch Andreas Boller zwei Tore vor und lagen beim Spielstand von 10:12 fünf Minuten vor dem Wechsel ebenfalls mit zwei Toren vorn. Doch die Busecker zogen gleich und gingen wenige Sekunden vor dem Wechsel durch Marius Edelmann mit 15:14 in Front. Jan Schneider und Edelmann erhöhten kurz nach Wiederbeginn auf 17:14, ehe die Wettertaler durch Yannick Kreuzer, Tobias Schöbe, Florian Zimmer und Jonas Kielich den Spieß umdrehten und ihrerseits mit 18:17 eine Führung herauswarfen. 21:19 für den Gast lautete der Spielstand in der 43. Minute, bevor den Hausherren durch Pascal Schüler sowie Stein (2) und Jan Schneider (2) fünf Treffer hintereinander gelangen. Danach sahen sich die Gäste, denen auch in Beuern nur zehn Feldspieler zur Verfügung standen, nicht in der Lage, den Rückstand zu reduzieren. »Die Körner waren verbraucht«, stellte Sven Tauber fest. Der Busecker Coach warf nach Spielende bereits einen Blick nach vorn: »Jetzt können wir gegen Dutenhofen/Münchholzhausen III befreit aufspielen«, sagte Jens Hohaus.

Tore, Buseck/Beuern: Foos, Edelmann, Schneider (je 5), Stein (4/1), Schüler (3), Hirzmann, Funk, Fischer (je 2), Avemann (1). - Wettertal: Kielich (8), Andreas Boller (5), Mengel (4), Schöbe (3), Yannick Kreuzer (2/1), Bunfill (2), Zimmer (1).

HSG Linden II - HSG Wettenberg II 25:23 (13:11): »Wir haben leidenschaftlich gespielt. Bis auf eine kurze Phase hatten wir einen guten Rückzug und im Angriff sehr gute Lösungen gegen die offensive Abwehr der Wettenberger gefunden«, kommentierte Lindens Trainer Conrad Melle diesen Coup seiner Truppe. Sein Kollege aufseiten der Gäste, Dragan Nenad, nannte einen anderen Grund für den überraschenden Ausgang: »Die Einstellung befand sich bei meiner Mannschaft auf einem niedrigen Niveau«, sagte er und ergänzte: »Wenn man gegen einen Gegner spielt, der bisher sieben Punkte geholt hat, ist es schwierig, zu motivieren.« Im ersten Durchgang sah es aber nicht unbedingt nach einem Erfolg der Lindener aus. Immerhin konnten sie die Partie in den ersten 20 Minuten ausgeglichen gestalten. Nach dem 8:8 setzten sich die Gastgeber ab und gingen mit einem Zwei-Tore-Vorteil in die zweite Spielhälfte. Durch Treffer von Nikolas Adamczyk und Leon Rüdesheim - bei einem Gegentor des Wettenbergers Daniel Schmitz - hieß es vier Minuten nach Wiederbeginn 15:12 für die Hausherren. Nach 43 Minuten lagen die Lindener mit 17:15 vorn, ehe der Gast durch Treffer von Sascha Kreutz (2) und Tobias Henkel das Blatt wendete und mit 18:17 führte (45.). Doch die nächsten fünf Minuten gehörten den Lindenern, die nach einem 4:0-Lauf mit Toren von Adamczyk (2), Niklas Hirzmann und Jakob Höhn mit 21:18 vorn lagen und diesen Vorsprung nicht mehr aus der Hand gaben. Bemerkenswert: Mit Adamczyk und Henkel trafen zwei Spieler zweistellig, wobei sie alle ihren Teams zugesprochenen Strafwürfe ausführten und auch verwandelten. »Die Jungs haben sich den Sieg absolut verdient«, freute sich Conrad Melle über diesen nicht unbedingt erwarteten Erfolg, während Dragan Nenad feststellte: »Wir waren in der Abwehr einfach zu nett.«

Tore, Linden II: Adamczyk (12/3), Höhn, Hirzmann (je 4), Rühl, Brockmann, Zammert, Weisbrod, Rüdesheim (je 1). - Wettenberg II: Henkel (10/6), Michel Wingefeld, Sascha Kreutz (je 3), Schulcz, Schmitz (je 2), Büsse, Quurck, Fuss (je 1).

MSG Kirchhain/Neustadt - HSG Hungen/Lich 23:31 (8:14): 150 Fans begleiteten die HSG Hungen/Lich nach Kirchhain. »Getragen von den eigenen Anhängern«, wie HSG-Trainer Carsten Schäfer es sagte, kam Hungen/Lich prächtig ins Spiel, mit Verzögerung allerdings. Nach der eigenen 3:2-Führung (9.) erzielten die Gäste durch Michael Kümpel (2), Timo Metzger, Marvin Menges und Johannes Kreß fünf Treffer in Folge. Damit war die klare Richtung vorgegeben. Auch im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs bestimmten die Gäste diese Partie. Nach Wiederbeginn hielt die HSG die Gastgeber ebenfalls auf Distanz. Nach 40 Minuten lag Hungen/Lich mit 19:12 vorn. Zwar kam der Tabellenvorletzte im Laufe des zweiten Durchgangs zwischenzeitlich auf vier Tore (18:22/48.) heran, doch der Tabellenführer hatte das Spiel jederzeit im Griff, zog die Zügel an und bis zum Ende auf acht Tore Differenz davon. Damit bescherten die Spieler ihren Fans einen schönen Handballabend in fremder Halle. Erfolgreichster Werfer bei den Gästen war übrigens Kevin Dannwolf, der sechs Treffer erzielte. Dannwolf feierte nach seiner Verletzung damit ein gelungenes Comeback, wird aber nicht mehr zur Verfügung stehen, wie Carsten Schäfer berichtete: »Das war für ihn ein schöner Abschluss«, erklärte der Trainer.

Tore, Kirchhain/Neustadt: Oswald (8), Billek (6/4), Voß (5), Grothe (3), Mohr (1). - Hungen/Lich: Dannwolf (6), Kümpel (4/3), Diehl, Dönicke (je 4), Macht, Metzger, Menges (je 3), Kreß, Hahn (je 2).

HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III - TV Wetzlar 26:24 (12:12): Wenn man in der Tabelle hinten steht, läuft einem das Glück nicht unbedingt hinterher. Das bewahrheitete sich in dieser Partie, in der das punktlose Schlusslicht dem Titelaspiranten ebenbürtig war, aber in den letzten Minuten den Vorsprung noch aus der Hand gab. TV-Trainer Marco Schmidt konnte dem Spiel dennoch eine gute Seite abgewinnen: »Der positive Trend ist erkennbar«, bewertete er den Auftritt seiner Mannschaft. Und einen Spieler hob er besonders heraus: Torhüter Marco Boelke. »Das war unser überragender Spieler.« Sehr zum Leidwesen von HSG-Coach Torben Wegner: »Wir haben allein in der ersten Halbzeit 14 ›Hundertprozentige‹ vergeben«, klagte er und ergänzte, dass das Spiel aus Sicht seiner Mannschaft über 55 Minuten lang »eine Katastrophe« gewesen sei. »Wetzlar hätte es verdient gehabt, zu gewinnen«, stellte er fest. In der Tat sah es phasenweise sehr gut aus für die Gäste, die den besseren Start erwischten und nach sechs Minuten mit 6:2 vorne lagen. Nach und nach tastete sich anschließend die HSG heran und stellte in der 18. Minute durch Luca Kaiser den Ausgleich zum 8:8 her. Im weiteren Verlauf blieb die Partie weitgehend ausgeglichen, ehe der TVW nach dem 17:17 (40.) durch Johannes Schetzkens und Maximilian Menger einen Zwei-Tore-Vorsprung herauswarf. In der 51. Minute führten die Gäste mit 23:21, lagen fünf Minuten später mit 23:25 hinten und schafften es dann nicht mehr, die am Ende unglückliche Niederlage abzuwenden.

Tore, Dutenhofen/Münchholzh. III: Lukas Wallwaey (6), Dennis Agel (5/1), Unger (3/1), Wenzel, Luca Kaiser, Müller (je 3), Rompf, Weimer, Becker (je 1). - Tore, Wetzlar: Pohlner (6/2), Johannes Schetzkens (5), Menger (4), Felix Breitfelder, Michael Schetzkens (je 3), Adams (2), Schmidt (1).

SG Rechtenbach - HSG Kleenheim-Langgöns II 22:26 (13:13): »Aufgrund von Krankheiten und Verletzungen waren wir sehr dünn besetzt«, berichtete Rechtenbachs Trainer Christian Kunz. »Wir konnten das Tempo in den ersten 25 Minuten gut verschleppen und waren im Angriff sehr effektiv.« Kleenheims Trainer Micha Wiener stellte analog dazu fest: »Wir sind nicht gut ins Spiel reingekommen.« So habe sich seine Mannschaft dem Spiel der Gastgeber angepasst: »Wir kamen nicht in die Geschwindigkeit.« Nach zehn Minuten lautete der Spielstand 4:4, zehn Minuten später führten die Rechtenbacher mit 10:7. Eric Molling erhöhte in der 22. Minute sogar auf 11:7 für die SG. »Dann hat uns der Torwartwechsel auf Jens Elsner völlig rausgebracht«, erklärte Kunz. Die Folge: Die Gäste holten Tor um Tor auf und kamen in der 29. Minute durch Jannis Keßler zum 12:12-Gleichstand. »In der zweiten Halbzeit waren wir dann aggressiver«, erklärte Micha Wiener. Die Folge: Seine Mannschaft ging in Führung, setzte sich mehr und mehr ab und lag nach 42 Minuten mit 21:14 vorn. »Als wir uns dann gefangen hatten, hat uns kräftemäßig der Punch gefehlt, um das Spiel noch zu drehen«, sagte Kunz. Immerhin verkürzten die Gastgeber nach Toren von Timon Bepperling, Joshua Diehl und Tim Langsdorf auf 18:21 (49.), doch ernsthaft in Gefahr geriet der Sieg der HSG nicht mehr. Der Gästetrainer hob neben Jens Elsner im Tor noch den neunfachen Torschützen Janis Keßler und Rückraumspieler Marc Weller heraus.

Tore, Rechtenbach: Frosch (6/3), Viehmann, Diehl (je 4), Langsdorf, Thrun (je 2), Bepperling, Kaluza, Böhm, Molling (je 1). - Kleenheim/Langgöns II: Keßler (9/4), Weller (7), Schäfer (3), Henze (2), Hanika, Keil, Klarner, Tonhäuser, Faatz (je 1).

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