Lokalsport

Bruch im Spiel bei Wetzlarer U19

Eine herbe Niederlage hat die HSG Wetzlar U19 in der Meisterrunde der A-Jugend-Bundesliga kassiert. Bei den Füchsen Berlin Reinickendorf unterlagen die Nachwuchshandballer von Trainer Kai Nober mit 19:33 (9:16), verteidigten aber dennoch den zweiten Tabellenplatz in der Gruppe 1.
02. Februar 2020, 21:33 Uhr
Daniela Pieth

Eine herbe Niederlage hat die HSG Wetzlar U19 in der Meisterrunde der A-Jugend-Bundesliga kassiert. Bei den Füchsen Berlin Reinickendorf unterlagen die Nachwuchshandballer von Trainer Kai Nober mit 19:33 (9:16), verteidigten aber dennoch den zweiten Tabellenplatz in der Gruppe 1.

Mit der Anreise am Freitag - nur Trainer Thomas Weber fehlte, da er mit der U23 unterwegs war - war zumindest in puncto Reisestress alles getan worden, um die Mannschaft bestmöglich zu unterstützen. Die Jungs brauchten fünf Minuten, um sich an das Top-Niveau zu gewöhnen und durch Mats Müller den 2:2-Ausgleich zu erzielen. »Viele waren sehr aufgeregt, das konnten wir aber schnell ablegen und die Partie offen gestalten«, erklärte Nober. Berlin führte von Beginn an, doch Wetzlar gelang es bis zur 19. Minute immer wieder, wie beim 7:8 von Leon Frenko, den Anschluss herzustellen.

Die Mannschaft hielt sich zum Großteil an die Marschroute, die lautete, die Angriffe mit hoher Passqualität auszuspielen und sich bietende Chancen konsequent nutzen. »Dafür wollten wir gezielt in die Tiefe gehen und die Distanzwürfe mit der nötigen Präzision abschließen.« In der 5:1-Deckung stand Wetzlar kompakt und konnte das Kleingruppenspiel mit dem Kreisläufer unterbinden. »Da haben auch die Wechsel gut funktioniert, doch dann hatten wir unerklärlicherweise einen Bruch im Spiel«, so Nober. Die Konzepte wurden nicht mehr konsequent umgesetzt, was sich darin niederschlug, dass Berlin die technischen Fehler im Angriff der HSG mit einem guten Tempospiel bestrafte. »Wenn wir doch mal im Positionsangriff verteidigen konnten, haben wir es ihnen im Eins-gegen-eins zu leicht gemacht. So kam das 9:16 zur Pause zustande.«

Im zweiten Durchgang war die Partie bei vielen Spielern im Kopf schon abgehakt. So hatten die Gastgeber beim 21:11 in der 42. Minute die erste Zehn-Tore-Führung im Sack. Es summierten sich die Unkonzentriertheiten im Angriff, Wetzlar machte zu viele technische Fehler. In der Abwehr wurde zu zögerlich agiert.

Berlin: König, Ludwig; Freihöfer (8/3), Reineck (1), Coßmann (5), Benee (2), Orlov (3), Hein (3), Kelpin, Lichtlein (3), Heinis, Zinn (1), Nowak (5), Langhoff (2).

Wetzlar: Weizsäcker, Rinn, Fischer; Gast, Datz (1), Boczkowski (4), Klimpke (4), Steinmüller, Grassl, Frenko (2), Waldgenbach, Geffert (5/2), Müller (3).

Im Stenogramm: SR: Friedel/Herrmann. - Zu.: 150. - Zeitstrafen: 6:10 Min. - Siebenmeter: 3/3:2/2.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/sport/lokalsport-gaz/Lokalsport-Bruch-im-Spiel-bei-Wetzlarer-U19;art1434,663585

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