17. März 2019, 07:05 Uhr

Gießen 46ers

Brandon Thomas von den Gießen 46ers ist ein cooler Weltenbummler

Brandon Thomas ist ein Swingman: Er kann im Basketball die Position des Shootingguards und die des Smallforwards bekleiden. In der Welt ist der 34-Jährige auch weit herumgekommen.
17. März 2019, 07:05 Uhr
Immer gut gelaunt – Gießens Swingman Brandon Thomas. (Foto: Friedrich)

Gießen 46ers


Der in Bitburg geborene US-Amerikaner Brandon Thomas ist ein Basketball-Weltenbummler. Dänemark, Österreich, Italien, Puerto Rico, Frankreich, Spanien, Libanon, Argentinien und einige Bundesliga-Stationen in Deutschland wie im Artland, Braunschweig und München hat der 1,96 m große Allrounder schon hinter sich. Seit letztem Sommer zählt er bei den Gießen 46ers zu den Leistungsträgern. Sein aktuelles Ziel ist am heutigen Sonntag gegen Alba Berlin um 18 Uhr in der Osthalle ein Sieg – seines in naher Zukunft sind die Playoffs.

Sie kamen als Ersatz für den verletzten David Bell, spielten sich schnell in die Herzen der Fans und haben nun einen Anschlussvertrag bis zum Ende der Saison 2020/21 geschlossen. Hatten Sie sich das so vorgestellt, was sind die Gründe dafür?

Brandon Thomas: Nein. Das alles so kommt, hätte ich mir zu Beginn nie vorstellen können. Ich kam nach Gießen und wollte einfach nur aushelfen, wo es ging. Wir hatten einen unglaublichen Start in die Saison – und das war einer der Hauptgründe, warum ich bleiben konnte. Ich versuche, nach wie vor alles zu tun, um dem Team weiterzuhelfen. Ich bin wirklich sehr glücklich, hier zu sein.

Auf dem Spielfeld übernehmen Sie auf beiden Seiten des Feldes viel Verantwortung. Was zeichnet Sie in der Defense, was in der Offense aus?

Thomas: Ich denke, es ist mein Einsatz. Ich arbeite wirklich sehr hart an mir. Und das zu jeder Zeit: auch im Sommer. Ich bin einer der Jungs, die am härtesten an sich arbeiten, besonders im Sommer. Deshalb freut es mich, wenn ich das dann auf dem Feld zeigen kann und es sich auszahlt.

Sie werfen gerne von weit draußen. Reflektieren Sie nach einem Spiel, ob Sie die richtige Balance zwischen Wurf und zum Korbziehen gefunden haben?

Thomas: Ja, das mache ich auf jeden Fall. Man analysiert sein Spiel nach jeder Partie – nicht nur anhand der Stats, sondern man orientiert sich vor allem auch an dem Gefühl, was man hat: Hat man alles gegeben? Hat man die richtigen Entscheidungen getroffen? Waren wir in der Lage zu gewinnen? Das ist am wichtigsten. Also ja: Ich reflektiere mein Spiel und auch, ob ich die richtige Balance gefunden habe oder etwas hätte besser machen können.

Wie haben Sie sich in Gießen eingelebt?

Thomas: Meine Familie und ich leben in der Weststadt und sind hier sehr glücklich. Ich mag unsere Wohnung und unsere Nachbarn sehr. Ich bin mir nicht sicher, ob ich jetzt auf Anhieb ein Lieblingsrestaurant nennen könnte. Wir probieren gerne ganz verschiedene Sachen aus. Das ist wirklich schwer zu sagen. Ich bin immer dabei, Gießen weiter zu erkunden und neue Plätze zu finden.

Was tun Sie innerhalb der Mannschaft, dass die Stimmung steigt? Haben Sie ein bestimmtes Amt im Team?

Thomas: Ich denke, ich trage besonders durch meine Erfahrung etwas zum Team bei. Ich gebe gerne Ratschläge und teile meine Erfahrungen, egal ob das ein Spiel oder das Training an sich betrifft. Wir tauschen uns einfach alle gerne aus – und das bringt uns weiter. Abgesehen davon denke ich, haben wir alle einfach unglaublich viel Spaß zusammen und machen Witze. Schließlich sehen wir uns jeden einzelnen Tag – und manchmal auch mehrfach. Ich sehe die Jungs zur Zeit wahrscheinlich öfter als meine eigene Familie (lacht). Wir sind einfach eine coole Truppe, die zusammen auch viel Spaß hat. Wir versuchen, dieses Teamplay dann auch aufs Feld zu bringen.

Erst kürzlich haben Sie sich von Ihrem Bart getrennt. Gab es einen Grund dafür? Jetzt sehen Sie noch jünger aus.

Thomas (lacht): Es war einfach Zeit für eine Veränderung! Ich lasse meinen Bart manchmal wachsen und dann schaue ich irgendwann in den Spiegel und denke »Wer ist dieser Kerl?!« – dann rasiere ich ihn mir wieder ab.

Heute kommt Alba Berlin in die Osthalle. Warum gewinnen die 46ers?

Thomas: Weil wir es einfach müssen. Ich denke, wir sind gerade in einem ganz guten Rhythmus, und wir wollen unseren Fans in der Halle zeigen, dass wir durch sie im Rücken einen großen Vorteil haben. Wir wollen immer weitere Schritte in Richtung Playoffs gehen.

Wie sehen Sie die Chancen, dass Ihr Team am Ende der Hauptrunde in die Playoffs einzieht?

Thomas: Wir haben wirklich das Potenzial dazu! Ich kann das immer nur mit den Teams vergleichen, bei denen ich vorher gespielt habe und mit denen ich die Playoffs erreicht habe: Darauf bezogen haben wir aktuell eins der besten Teams, mit denen ich bisher gespielt habe. Es kommt jetzt drauf an, die Spiele zu gewinnen und das Level in jedem Spiel über 40 Minuten lang hoch zu halten.

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