11. Januar 2020, 12:00 Uhr

Boxen DIE NEUE BOX-BUNDESLIGA

Box-Bundesliga in Marburg wird live übertragen

Nach der Premiere der Box-Bundesliga in Gießen tritt das hessische Boxteam in Marburg am Samstag zum zweiten Heimwettkampf an. Sportdirektor Björn Geier äußert sich vorab im Interview.
11. Januar 2020, 12:00 Uhr
In Gießen lockten Artur Mamberger und die neue Box-Bundesliga zuletzt viele Zuschauer an. FOTO: sno

Das Boxteam Hessen hofft bei seinem zweiten Heimwettkampf in der neuen Bundesliga heute (18.00 Uhr) auf einen ähnlichen Zulauf wie bei der Premiere in Gießen. Ende Oktober sahen über 300 Zuschauer das Auftakt-Remis gegen Traktor Schwerin. In der Marburger Sporthalle des Gymnasiums Philippinum empfängt das hessische Boxteam nun den BC Chemnitz. »Das gibt hoffentlich einen heißen Ritt. Wir wollen den ersten Sieg«, sagt Sportdirektor Björn Geier.

Beim 50-Jährigen, der auch dem Vorstand des Hessischen Box-Verbandes angehört, laufen die Fäden im Boxteam Hessen zusammen. Geier, zweiter Vorsitzender im Uppercut Gießen, vereint die drei Vereine (Uppercut, 1. BC Marburg, TG 1875 Darmstadt), koordiniert und nahm sich am gestrigen Freitag Urlaub, um die Halle mit Helfern boxfertig zu präparieren. Im Interview spricht er über die neue Bundesliga, den Stellenwert des Sports in Hessen und die Herausforderungen des leistungsorientierten Boxens.

Herr Geier, die Bundesliga im Boxen war zuletzt ein Auslaufmodell und bestand nur noch aus drei Vereinen. Wie betrachten Sie das neue System, in dem Erst- und Zweitligisten zusammengeführt wurden?

Björn Geier: Das hessische Boxteam hat seine Forderung durchsetzen können, dass der Großteil der Boxer aus dem eigenen Landesverband kommen muss und die »Einflieger«-Position, für die Kämpfer aus dem Ausland verpflichtet wurden, gestrichen wurde. Unter diesen Vorrausetzungen ist die neue Bundesliga ausgeglichen und sinnvoll. Trotzdem: Für einen Verein alleine ist das finanziell hier nicht zu stemmen, deswegen treten wir im Boxteam Hessen an.

Wie ist es um die Situation des Boxens in (Mittel-)Hessen bestellt?

Geier: Der Stellenwert könnte aktuell besser sein. Wir haben große Finanzierungsprobleme. Es gibt mit meiner Firma Geier Starkstromtechnik einen echten Sponsor, ansonsten sind die Vereine beim Stemmen der Kosten auf sich alleine gestellt. Nur durch Eintrittsgelder ist das nicht zu refinanzieren. Das sieht in anderen Landesverbänden teils anders aus, da gibt es deutlich mehr Sponsoren. Aber mit den hessischen Jungs in der Bundesliga kommt jetzt vielleicht ein bisschen Bewegung rein. 300 Zuschauer in Gießen waren super, das muss sich herumsprechen. Zudem würde uns ein Boxer an der Spitze in Deutschland, mit dem man sich identifizieren kann, gut tun.

Die weiteren Wettkämpfe der Box-Bundesliga sind nun auch live im Internet zu sehen.

Geier: Sportdeutschland.tv hat fight24.tv erfreulicherweise eine Unterlizenz gewährt. Dort kann man nun für 9,90 Euro einen kompletten Wettkampftag im Livestream verfolgen. Zwei Tage danach sind die Kämpfe im Nachgang kostenfrei in der Wiederholung zu sehen. Das ist eine tolle Möglichkeit für den Boxsport.

Nach zwei von sechs Wettkämpfen steht das Boxteam Hessen auf Rang sechs von sieben. Wie fällt Ihre Zwischenbilanz aus?

Geier: Wir hatten einen sensationellen Start gegen Traktor Schwerin, das Bayern München im Boxen. Gegen diesen Verein ein Remis zu erreichen, war super. Zuletzt in Hamm sind wir auf einen sehr starken Gegner getroffen. Es waren sehr enge Kämpfe, bei der Wertung musste ich zweimal auf die Zähne beißen.

Was versprechen Sie sich vom zweiten Heimwettkampf in Marburg gegen den BC Chemnitz?

Geier: Vor allem hoffen wir auf viele Zuschauer, denn wir machen das Ganze für sie und für die Sportler, um diese zu ehren. Sie bringen viele Opfer und investieren viel Zeit. Chemnitz hat auch viel Box-Tradition und beschäfigt einen hauptamtlichen Trainer. Wir hoffen, dass wir den Heimvorteil nutzen und sie knacken können.

Wird Artur Mamberger mit dabei sein?

Geier: Da wir mit Frank Kilp aus Darmstadt ebenfalls einen sehr starken Boxer auf der Position haben, müssen wir uns abstimmen. Artur bekommt vier Kämpfe, Frank zwei. Deshalb wird Artur in Marburg nicht dabei sein. Dafür tritt Daniel Büyükbalik an, der auch aus Gießen vom Uppercut kommt. FOTO: PV

Vier weitere Wettkämpfe stehen in der Box-Bundesliga an, im April steigen die Halbfinals, das Finale, in dem der neue deutsche Meister gekürt wird, ist für Anfang Mai angesetzt. Die aktuelle Tabelle:

1. BC Straubing 24:23 3:1

2. BSK Hannover-Seelze 14:5 2:0

3. MBR 31 Hamm 25:23 2:2

4. BC Chemnitz 23:23 2:2

5. BC Traktor Schwerin 12:12 1:1

6. Boxteam Hessen 22:26 1:3

7. Velberter BC 16:25 1:3

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