05. Mai 2019, 20:48 Uhr

Bereit für die Relegation

05. Mai 2019, 20:48 Uhr
Häufiges Bild: Dennis Agel, der fünf Tore für die HSG Dutenhofen/Mönchholzhausen III erzielt, ist Niklas Otto von der HSG Mörlen entwischt. (Foto: ras)

In der Handball-Bezirksoberliga sind mit dem letzten Spieltag alle Entscheidungen gefallen. So wird, und das resultiert aus der Entwicklung in der Landesliga Mitte, nur eine Mannschaft (HSG Pohlheim II) in die Bezirksliga A absteigen. Der Vorletzte HSG Marburg/Cappel bestreitet gegen TuS Vollnkirchen (2. der Bezirksliga A) die Relegation zur Bezirksoberliga. Die Marburger mussten gegen die couragiert aufspielende HSG Hungen/Lich nach einer 15:10-Pausenführung eine 26:30-Niederlage hinnehmen und rutschten so auf den 13. Platz ab. Diesen hatte bis dato der TV Wetzlar inne, der sich mit einem 27:22-Erfolg bei der MSG Florstadt/Gettenau in Sicherheit brachte. Meister HSG Lumdatal verabschiedete sich mit einem 36:28-Erfolg bei der HSG Wettertal in die Landesliga. Vizemeister HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III besiegte zum Saisonkehraus den Rangdritten HSG Mörlen mit 30:21. Für die »Dritte« des Bundesligisten ist die Saison noch nicht zu Ende. Im ersten Relegationsspiel zur Landesliga Mitte trifft Dutenhofen/Münchholzhausen III am kommenden Freitag (20 Uhr/in Münchholzhausen) auf den Vizemeister der Bezirksoberliga Wiesbaden/Frankfurt, die TGS Langenhain. Das Rückspiel ist für Sonntag (12. Mai/16 Uhr) in Langenhain angesetzt.

HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III – HSG Mörlen 30:21 (16:11): Am Ende ein sicherer Sieg für die Gastgeber, die wie Trainer Torben Wegner berichtete, zunächst nicht ins Spiel fanden, Nach der Deckungsumstellung von 6:0 auf 3:2:1 lief es dann besser beim Tabellenzweiten, der nun mehr Gelegenheiten durch Tempogegenstöße hatte und diese auch nutzte. Bis zum 7:7 (18.) konnten die Gäste das Ergebnis ausgeglichen gestalten, gerieten aber anschließend immer deutlicher ins Hintertreffen. »Mit Max Breitenfelder, Christian Birkenstock und Philipp Möbs fehlten uns drei wichtige Spieler«, lieferte Mörlens Trainer Philipp Petriesas einen Grund für den etwas schwächeren Auftritt seiner Mannschaft. Nach dem 7:7 zog der Tabellenzweite zunächst auf 10:7 davon (22.) und baute den Vorsprung bis zur Pause auf fünf Tore aus. Auch im zweiten Durchgang waren die Mörler »nicht so präsent«, wie Torben Wegner empfand.

Die Folge: Dutenhofen/Münchholzhausen III erhöhte den Vorsprung, ohne allerdings das Letzte aus sich herausholen zu müssen. Nicht zu stoppen beim späteren Sieger war Johannes Wenzel, der mit acht (Feld-)Toren maßgeblichen Anteil am Erfolg seiner Mannschaft hatte. Die Gäste konnten den Ausfall ihrer Stammkräfte nicht kompensieren. – Tore, Dutenhofen/Münchholzhausen III: Wenzel (8), Müller, Dennis Agel (je 5/1), Weimer (4), Luca Kaiser, Becker (je 3), Rompf (2). – Mörlen: Bischof (5/2), Bernhard Dietz (4), Schmidt (3), Sebastian Dietz, Otto, Daniel Birkenstock (je 2), Thomer, Schätzle, Dönges (je 1).

HSG Wettertal – HSG Lumdatal 28:36 (15:18): »Die Spieler haben sich gut reingehängt«, berichtete Wettertals Trainer Sven Tauber, dessen Mannschaft vor allem im ersten Spielabschnitt noch recht gut mithalten konnte. »Da haben wir noch Paroli bieten können, doch dann haben sich die Gäste mit ihrer individuellen Klasse durchgesetzt«, erklärte der Wettertaler Coach. Bis zur 14. Minute beim 9:9 waren die Gastgeber gleichwertig, mussten dann den künftigen Landesligisten ziehen lassen. Lumdatal zog zwischen der 17. und 23. Minute von 11:10 auf 16:10 davon und hatte damit schon die Weichenstellung in dieser Partie vorgenommen. Zur Pause lag der Meister zwar nur noch mit drei Toren vorn, doch nach Wiederbeginn zog Lumdatal schnell auf 20:15 Uhr davon. In der Folgezeit hielten die Gäste die Wettertaler auf Distanz (21:24/42.) und bauten den Vorsprung in der Schlussphase nach und nach aus. »Ich bin stolz auf meine Truppe«, erklärte Lumdatals Trainer Horst Schmandt, »denn sie hat kein Spiel verloren.« Lediglich zweimal erreichte ein Konkurrent gegen den Meister ein Unentschieden. – Tore, Wettertal: Kielich (6), Bergemann (5/3), Boller (4), Metzger, Bunfill (je 3), Raab, Yannick Kreutzer, Mengel (je 2), Görlach (1). – Lumdatal: Köhler (8), Heß (6/1), Kühn, Henke (je 5), Ziegler (4), Marondel (3), Jonas Schlapp (2), Kuhnhenne, Rein, Michael Kern (je 1).

Couragierte HSG Hungen/Lich

HSG Dilltal – HSG Kleenheim/Langgöns II 36:29 (18:13): »Es war ein gutes Spiel meiner Mannschaft«, sagte Dilltals Trainer Peter Küster über den Saisonabschluss, der seiner HSG am Ende noch eine positive Punktebilanz beschert. Im letzten Spiel gewährte er allen Akteuren noch ihre Einsatzzeiten. Nach knapp sechs Minuten führten die Hausherren mit 5:2, mussten die Kleenheimer aber noch einmal herankommen lassen. Bis zur 20. Minute dominierten die Gastgeber, die einen 13:7-Vorsprung herauswarfen. Nach Wiederbeginn entwickelte sich ein ähnliches Spiel. Dilltal kontrollierte das Geschehen und ließ die Gäste nicht allzu nah herankommen. 28:22 lautete der Spielstand nach 44 Minuten. Die Kleenheimer konnten den Rückstand vorübergehend auf drei Tore reduzieren (28:25/47.), doch in der Folgezeit zogen die Hausherren wieder davon und fuhren einen ungefährdeten Sieg ein. – Tore, Dilltal: Pöchmann (7/4), Friedrichs, Müller (je 5), Kohlmei (4), Malo, Christoph Ulm, Weiß (je 3), Fitzner, Wagner, Heer (je 2). – Kleenheim/Langgöns II: Schier (7/3), Philipp Schäfer (6), Henze (5), Faatz (4), Weller (3), Tonhäuser, Keßler (je 2).

HSG Marburg/Cappel – HSG Hungen/Lich 26:30 (15:10): Eine couragierte Vorstellung lieferten die Handballer aus Hungen und Lich am Samstagabend in Cappel ab. Im ersten Durchgang allerdings sah es nicht nach einem Erfolg der Gäste aus, die überhaupt nicht ins Spiel fanden. Nach zehn Minuten lag Hungen/Lich mit 1:6 im Hintertreffen, 10:4 für die Marburger hieß es nach 20 Minuten, 15:8 zwei Minuten vor der Pause. Durch je einen Treffer von Marvin Schmied und Akin Sahin reduzierte der Gast bis zum Seitenwechsel auf fünf Treffer. Offensichtlich hatten die zwei Tore frische Kräfte freigesetzt bei Hungen/Lich. Die Gäste legten in den zweiten 30 Minuten einen couragierten Auftritt hin und drehten das Spiel. Trainer Carsten Schäfer war begeistert von der Vorstellung seiner Truppe, die bis zur 40. Minute den Gleichstand zum 16:16 hergestellt hatte und auch in der Folgezeit nicht locker ließ. Zehn Minuten vor dem Ende lag Hungen/Lich mit 23:19 vorn und gab den Vorsprung nicht mehr aus der Hand. Bemerkenswert: Den letzten Treffer der Partie erzielte aus dem Feld heraus Gästetorhüter Maximilian Krieg. »Wahnsinn. Eine tolle Leistung«, zollte Hungens Trainer Carsten Schäfer seiner Mannschaft ein Gesamtlob. – Tore, Marburg/Cappel: Schuster (11/2), Lumm, Achenbach (je 4), Petersen (3), Pallesen (2), Purschke, Zell (je 1). – Hungen/Lich: Kümpel (8/5), Diehl (5), Macht, Metzger, Menges (je 4), Sahin (3), Krieg, Schmied (je 1).

TSV Kirchhain – MSG Linden II 21:20 (12:11): Zum Saisonabschluss eine unglückliche Niederlage für die zweite Mannschaft der MSG, die sich mit dem gastgebenden TSV Kirchhain über die gesamten 60 Minuten ein Spiel auf Augenhöhe lieferte. Bereits im ersten Durchgang waren die Lindener gleichwertig und schafften es immer wieder, einen Rückstand auszugleichen, verstanden es aber auch nicht, eine deutliche Führung herauszuwerfen. So führten die Lindener nach einer Viertelstunde mit 8:7, lagen aber zwei Minuten später mit 8:9 hinten. Nach 24 Minuten hieß es 12:9 für die Gastgeber, die aber bis zur 35. Minute nach Toren von Niklas Hirzmann, Jannik Salmonn und Niclas Rüdesheim den Ausgleich zum 12:12 hinnehmen mussten. Nach 41. Minuten lag die MSG mit 15:13 vorn, konnte diesen Vorsprung aber nicht verteidigen. Vier Minuten vor Spielende führte Linden II mit 19:18, geriet binnen zwei Minuten mit 19:20 in Rückstand, glich durch Hirzmann noch einmal aus, ehe der Kirchhainer Jonas Seifart mit seinem zehnten Tagestreffer 45 Sekunden vor dem Ende das Siegtor erzielte. – Tore, Kirchhain: Seifart (10), Oswald (4), Billek (3), Türke (2), Zickert, Mohr (je 1). – Linden II: Hirzmann (5), Rüdesheim (4), Ebert (3), Brockmann, Weimer, Piazzolla (je 2), Schury, Salmonn (je 1).

HSG Pohlheim II – HSG Großen-Buseck/Beuern 19:31 (9:18): Der erwartet klare Sieg für die Busecker, die nach zehn Minuten bereits mit 7:2 vorn lagen und damit die Richtung in dieser Partie vorgaben. In der Folgezeit bauten die Gäste ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Fünf Minuten vor dem Seitenwechsel lag Buseck mit 14:9 vorn, gab in den letzten Minuten des ersten Durchgangs noch einmal richtig Gas und lagen bei Seitenwechsel mit neun Toren vorn. »Die Busecker haben sehr gut gespielt«, berichtete Pohlheims Trainer Michael Zehner, der in der kommenden Saison beim Wetterauer A-Ligisten TSV Södel in dieser Funktion tätig sein wird, »und auch in der Höhe verdient gewonnen.« Sein Kollege aufseiten der Gäste, Mario Foos, freute sich, dass seine Mannschaft von Beginn an das Heft in der Hand hatte. »Heute haben alle Spieler ihre Einsatzzeiten gehabt«, ergänzte der Trainer, der mit Wohlwollen zur Kenntnis nahm, dass beide Torhüter, Sebastian Schmidt und auch Marcel Lange, einen richtig guten Job machten. »Sie haben mehrere ›Freie‹ und auch Siebenmeter gehalten«, lobte er die beiden Keeper.

Im zweiten Abschnitt bauten die Gäste ihren Vorsprung weiter aus und kamen zu einem klaren Sieg, durch den sie auf Platz sechs vorrückten und nun auch wieder über ein positives Torverhältnis verfügen. An alter Wirkungsstätte absolvierte Matthias Kartak sein letztes Spiel für die Busecker und erzielte zum Abschied noch einmal vier Treffer. Michael Zehner bedankte sich hinterher bei seiner Mannschaft, die trotz der schwierigen sportlichen Situation nicht aufgesteckt hat. – Tore, Pohlheim: Kreß (8), Wenzel (3), Ohly, Johannes Schneider (je 2), Hahn, Koppermann, Kaus, Trotz (je 1). – Großen-Buseck/Beuern: Jan Schneider (5/2), Kartak, Stumpf (je 4), Schüler, Biedenkapp, Damm (je 3), Coletta, Hirschmann, Funk, Hahn (je 2), Rigelhof (1).

MSG Florstadt/Gettenau – TV Wetzlar 22.27 (12:13): – Tore, Florstadt/Gettenau: Lehr (8/6), Kuntze, Greife, Wenisch (je 3), Wagner, Potschka (je 2), Baumgartl (1). – Wetzlar: Breser (10/7), Dubiys (5/3), Käppeler (4), Schmidt (3), Michael Schetzkens (2), Johannes Schetzkens, Menger, Stanzel (je 1).

Schlagworte in diesem Artikel

  • Bezirksligen
  • HSG Hungen/Lich
  • HSG Lumdatal
  • HSG Mörlen
  • HSG Pohlheim
  • Handball
  • Jan Schneider
  • Johannes Schneider
  • Landesligen
  • MSG Florstadt/Gettenau
  • MSG Linden
  • Relegation
  • Sebastian Schmidt
  • TSV Södel
  • Harold Sekatsch
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen