07. August 2018, 12:00 Uhr

Ballkind bei Steffi

Bender-Open-Schiedsrichterin über Begegnung mit Steffi Graf

Kirstin Rosenzweig war am Sonntag Stuhlschiedsrichterin beim Tennis-Turnier Bender Open in Grünberg. Am Rande berichtete sie über ihre Laufbahn und ein Treffen mit Steffi Graf.
07. August 2018, 12:00 Uhr
Schiedsrichterin Kirstin Rosenzweig und Jannis Kahlke reichen sich nach der Vorschlussrunde die Hand.

Kirstin Rosenzweig war zum zweiten Mal nach 2016 als Stuhlschiedsrichterin bei den Bender Open im Einsatz und ist schon ein Fan der Veranstaltung. Noch am Sonntagabend postete sie ein Foto bei Facebook und lobte: »Ein Turnier, das man einfach nur gern haben kann…« Sie ist offiziell für den Verband Rheinland-Pfalz tätig und hat die klassische Laufbahn ihrer Zunft eingeschlagen. Als junges Ballmädchen warf sie bereits einer gewissen Steffi Graf die gelben Filzkugeln zu.

Frau Rosenzweig, Sie hatten bei ihrem ersten Einsatz in Grünberg vor zwei Jahren auch kurz-geschulte Linienrichter an ihrer Seite. Dieses Jahr waren Sie als Unparteiische alleine auf dem Platz. Was fällt Ihnen leichter?

Kirstin Rosenzweig: Bei solchen Turnieren trage ich tatsächlich lieber alleine die Verantwortung. Wenn Linienrichter gestellt werden, dann muss ich quasi alles doppelt überprüfen und muss ja auch noch berücksichtigen, wie der jeweilige Kollege reagiert. Das bedeutet zusätzlichen Stress.

Sie waren sicher vorher auch als Linienrichterin tätig…

Rosenzweig: Ja natürlich. Ich habe die klassische Laufbahn hingelegt, angefangen habe ich als Ballkind. Ich erinnere mich noch an ein Match 1995, in dem ich voller Ehrfurcht zum Stuhlschiedsrichter hochgeschaut habe und dachte: »Da oben wirst du nie sitzen.«

Gibt es weitere besondere Situationen?

Rosenzweig: Es gibt eine schöne Anekdote zu Steffi Graf. Ich war Ballmädchen, als sie 1989 beim KKB-Cup in Mainz-Finthen spielte – und war der totale Steffi-Fan. Eine ältere Dame hat mich gebeten, ein Autogramm von ihr zu organisieren. Ich schaffte es an zwei Feuerwehrleuten vorbei in Steffis Kabine. Sie trug schwarze Armbänder als Schmuck. Ich fragte, woher sie die denn habe. Steffi verschaffte mir sogar noch Zutritt zur Pressekonferenz, und mein Vater durfte ihr unsere Adresse geben. Drei Wochen später kam ein Päckchen mit den Armbändern und ein Zettel mit der Aufschrift: »Ich hoffe, sie bringen dir Glück«.

In Grünberg herrschten auch am Sonntag extreme Temperaturen. Sie wollten auf Ihrem Stuhl keinen Sonnenschirm. Wieso?

Rosenzweig: Ich bin die totale Sonnenanbeterin und liebe diese Wärme. Kreislaufprobleme sind dabei kein Thema für mich. Manchmal denke ich, dass ich im falschen Land geboren wurde.

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