24. Januar 2018, 17:23 Uhr

Auszeichnung für Jelli und Zirkler

24. Januar 2018, 17:23 Uhr
Bernhard Zirkler (TSG Blau-Gold Gießen, l.) und Ferdinand Jelli (TV Großen-Linden) freuen sich über die Ehrung als »Wertungs- bzw. Kampfrichter des Respekts«. (F.: hub)

Eine schöne Anerkennung für ihre jahrelange Arbeit als Wertungs- und Kampfrichter erfuhren Bernhard Zirkler (TSG Blau-Gold Gießen) und Ferdinand Jelli (TV Großen-Linden). Im Rahmen der Kampagne »Hessen lebt Respekt« der Hessischen Landesregierung wurden sie bei einer Veranstaltung beim Landessportbund unter dem Motto »(Kein) Respekt vor Schiedsrichtern?« ausgezeichnet – ebenso wie 38 weitere Schiedsrichter, Kampf- und Wertungsrichter aus den unterschiedlichen Verbänden des Landessportbunds, deren Engagement stellvertretend für ihre Kollegen gewürdigt wurde. Zirkler ist seit 45 Jahre Wertungsrichter im Tanzsport bei Amateuren und Professionals und war bei über 2000 Einzelturnuieren im Einsatz. Der Lindener Jelli engagiert sich seit vielen Jahren als Kampfrichter fürs Turnen männlich.

In seinem Grußwort in der Sportschule des Landessportbundes in Frankfurt ging Dr. Rolf Müller, der Präsident des Sportbundes, auf die besondere Problematik der Schiedsrichter ein. Sie, die regelmäßig für die Einhaltung der vorgegebenen Regeln sorgen, seien steter Kritik und sogar Anfeindungen ausgesetzt. Doch ohne Schiedsrichter gäbe es keinen Wettkämpfe, keine gerechten Ergebnisse und keine ehrlichen Bestenlisten, meinte Müller. Auch Staatsekretär Michael Bußer unterstrich, dass die Schiedsrichter immer öfter mit den Problemen der Akzeptanz zu kämpfen hätten. Sie erführen aus nächster Nähe, wie es um die Werte wie Anstand, Rücksichtnahme und Respekt in der Gesellschaft bestellt sei.

Eingebettet in die Ehrungen waren zwei Gesprächsrunden, moderiert von dem Vizepräsidenten des Landessportbundes und Vorsitzenden des Sportkreises Gießen, Prof. Heinz Zielinski. Tobias Lambmann (Trainer und Schiedsrichter im Handball), Dieter Müller (ehemaliger Fußball-Nationalspieler) und Lutz Wagner (ehemaliger Fußball-Schiedsrichter in der Bundesliga) bestätigten übereinstimmend, dass das Verhalten im Sport ein Abbild des gesellschaftlichen Verhaltens sei. Die Toleranzschwelle habe sich verschoben, was sich auch im Sport widerspiegele.

In der zweiten Gesprächsrunde mit Fußball-Weltmeisterin Nia Künzer, Michael Rüspeler (Präsident des Hessischen Basketballverbandes), Bernhard Zirkler und Ferdinand Jelli, der auch Landeskampfrichterwart Turnen ist, wurden die respektlosen Verhaltensweisen nur von Rüspeler bestätigt. Sowohl im Tanzsport, als auch im Turnen und dem Frauenfußball wurden respektlose Ausschreitungen nicht bestätigt. Zirkler führte dies im Tanzen auf die disziplinierte Ausbildung der jungen Paare zurück, denen Respekt gegenüber den Entscheidungen der Wertungsrichter von Anfang vermittelt würden.

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